Aerodynamik-Optimierung vor 60 Jahren
Schon vor 90 Jahren zeigten Pioniere der Automobil-Aerodynamik, Edmund Rumpler oder Paul Jaray - wie windschlüpfige Autos auszusehen hatten. Allerdings erinnerten die meisten Fahrzeuge, die man als wohlhabender Autofahrer in den Zwanzigerjahren tatsächlich kaufen konnte, eher an viereckige Kutschen denn an Wassertropfen.
Den physikalischen Zusammenhang zwischen Luftwiderstand und notwendiger Leistung für eine zu erreichende Geschwindigkeit verstanden die Autobauer aber gut und so ist es kein Zufall, dass gerade die Entwickler von Sportwagen sich viel mit der Aerodynamik beschäftigen.
Pioniere dabei waren unter anderem die Leute von Bristol , die nicht zuletzt wegen ihres Flugzeughersteller-Hintergrunds natürlich über entsprechendes Vorwissen verfügten. Nur gab es damals weder riesige Windkanäle noch Computersimulationen, die einem bei der Optimierung des Wagenkörpers halfen. So mussten Modelle für Windkanalversuche herhalten und die Überprüfung der Strömung an fahrenden Fahrzeugen mit angebrachten Wollfäden erfolgen.
Auf diese Weise wurden auch beim Porsche 356 die Aerodynamik optimiert, wie Bilder in Verkaufsprospekten von damals zeigen.
Natürlich konnten auf diese Weise weder die Gestaltung des Unterbodens noch Feinheiten an der Karosserie wirksam überprüft werden, aber die Ergebnisse sind trotzdem beeindruckend, denn der Bristol 401 erreichte bereits einen cw-Wert von 0,36, der frühe Porsche 356 lag sogar bei knapp unter 0.30.
Interessanterweise verschlechterten sich diese Werte bei den Nachfolgemodellen, als andere Prioritäten, etwa die Übersichtlichkeit oder ästhetische Aspekte, wichtiger wurden.

































