Veteranenschau vor 50 Jahren - als noch niemand von Oldtimern sprach
Ja, schon vor 50 Jahren gab es Oldtimer-Ausstellungen. Man nannte sie damals “Veteranenschau”, das Wort “Oldtimer” war noch gar nicht geläufig. Und natürlich zeigte man 1964 auch keine Autos der Vierziger- oder Fünfzigerjahre, sondern typischerweise Fahrzeuge, die knapp vor oder nach dem Beginn des neuen Jahrhunderts gebaut worden waren.
Als Ergänzung zum Automobilsalon im Jahr 1964 wurden in Genf im Grand Casino am Quai Mont-Blanc 19 etwa 45 Veteranenfahrzeuge ausgestellt.
Initiant war damals der Veteranen-Liebhaber Jean Tua, der selber eine Sammlung von 70 liebevoll restaurierten “Altwagen” besass und entsprechend auch einen erheblichen Teil der Fahrzeuge zur Sonderschau beisteuerte.
Als Höhepunkt der Ausstellung wurde in der AR 12/1964 der Dampfwagen von Thury genannt, welcher im Jahr 1878 in Genf entstanden war. 50 km/h soll dieser Wagen damals schon erreicht haben, man benötigte aber zwei Leute, um ihn als Lenker und Heizer zu bedienen.
Weitere Wagen stammten von dem Marken De Dion Bouton, Peugeot, Renault, Philos, Gladiator, Hinstin und dergleichen. Die modernsten Wagen waren ein Amilcar C-4 von 1923, ein Derby Special von 1926 und ein Bugatti 40 S aus dem Jahr 1926.
Und auch dies zeigt, wieviel Zeit seither vergangen ist. Der Eintritt kostete 3 Franken für Erwachsene, 1 Franken für Kinder in Begleitung.
Alle Bilder von damals gibt es im Zwischengas-Fotoarchiv zu sehen.


























