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Hätte ich doch mitgesteigert ...

Bruno von Rotz - 30.11.2014

Versteigerung Toffen am 29. November 2014

Wenn man die Ergebnisse von Versteigerungen, beispielsweise aktuell von Toffen am 29. November oder Auctionata vom 28. November , durchschaut, fällt einem immer wieder mal ein Angebot auf, das einen gereizt hätte. Vielleicht liegt dann auch noch der erzielte Endpreis auf günstiger Höhe. Da denkt man natürlich unwillkürlich: Ach hätte ich da doch mitgeboten und diesen Wagen so preiswert gekauft ...

Bei dieser Überlegung vergisst man zwei Punkte. Erstens ist nicht sicher, ob man vor Ort (oder am Telefon oder am Computer) den Nerv gehabt hätte, zum richtigen Zeitpunkt ein Gebot abzugeben.

Zweitens hätte man natürlich mit einem Gebot den Verlauf der Versteigerung verändert. Dies erinnert ein wenig an das Zeitreise-Paradoxon. Wenn man den Lauf der Geschichte rückwirkend modifiziert, ändert sich auch das Leben hinterher. So würde auch ein weiteres Gebot möglicherweise den Preis nicht nur um einen, sondern vielleicht um mehrere Schritte erhöht haben, weil der andere Käufer ja möglicherweise mitgezogen hätte. Und am Schluss wäre das Schnäppchen vielleicht kein Schnäppchen mehr gewesen.

Aber eben, die ganzen “was wäre gewesen, wenn ..”-Überlegungen bringen einen nicht weiter ... und die Chance ist eh’ verpasst. Bis zum nächsten Mal.

 

Die fünf attraktivsten Sportlimousinen

Bruno von Rotz - 29.11.2014

BMW M3 1987 (© BMW AG)

Neulich fragte mich ein Kollege, ob ich ihm doch schnell die aus meiner Sicht fünf attraktivsten Sportlimousinen nennen könne. Nicht vier und auch nicht sechs sollten es sein.

Alfa Romeo Giulia 1964 (© Alfa Romeo / Fiat Group)

Vermutlich hatte er geahnt, dass diese Aufgabe nicht ganz trivial ist. Aber ich begann mit viel Überzeugung und nannte BMW M3 E30 (der erfolgreichste Renntourenwagen aller Zeiten), Alfa Romeo Giulia (der wichtigste italienische Beitrag zu dieser Kategorie überhaupt), Ford Cortina Lotus (Englands herausragender Beitrag zu dieser Kategorie mit internationaler Ausstrahlung) und Mercedes Benz 190 E 2.3/2.5-16 (kommerziell und sportlich ein grosser Wurf).

Mercedes Benz 190 E 2.5-16 Evo II (© Daimler AG)

Dann begann ich zu stocken. Es fehlte noch ein Auto, um das Quintett zu vervollständigen, aber es fielen mir zu viele Kandidaten ein, doch keiner liess sich so richtig über die anderen stellen.

Ford Cortina Lotus

Aus Deutschland hätte man unter anderem noch den BMW 1800 Ti/SA, den BMW M5 oder den Ford Sierra XR4i/Cosworth (der mit dem riesigen Flügel), aber auch den Ford Escort RS 2000 sowie den Opel Omega Lotus nennen können. Schweden hätte den Volvo 123 GT, den Volvo 240 Turbo oder den 123 GT, aber auch den Saab 900 Turbo einbringen können. In Italien entstand natürlich nicht nur die Giulia sondern zum Beispiel auch der Fiat 131 Abarth. Die Engländer sind zurecht auch stolz auf den Rover 3500/Vitesse. Die Amerikaner sorgten mit Ford Falcon und Galaxie für echte Kracher im Tourenwagensport und bei genügend langem Nachdenken könnte man sicher auch noch interessante Kandidaten aus Frankreich und Japan nennen.

Aber zwischen ihnen entscheiden? Schwierig. Was sicher ist, nur wenige der Sportlimousinen (im Sinne eines Tourenwagens oder Saloon Cars) haben es geschafft, sich wertmässig von ihren Konkurrenten massgeblich abzusetzen. Die Evo-Modelle des 190E gehören dazu, der M3, der Cortina Lotus, die Giula TI Super und vielleicht noch einige Exoten wie der Omega Lotus oder der Sierra Cosworth. Ich überlasse die finale Auswahl anderen und bleibe vorerst bei meinen vier erstgenannten Fahrzeugen.

Und über eine ähnliche Frage zu Heckklappen-Limousinen (englisch: Hatchback) denke ich ein anderes mal.

 

In der Kürze liegt nicht immer die Würze

Bruno von Rotz - 28.11.2014

Ford Mustang "Shorty" 1964 (© Drew Shipley - Courtesy of Auctions America)

Eindeutig ein Ford Mustang, das erkennen auch weniger auto-affine Zeitgenossen sofort. Vor allem wenn man die Front oder das Heck betrachtet ist sofort klar, dass hier ein sehr naher Verwandter des 1964 vorgestellten Ponycars steht.

Ford Mustang "Shorty" 1964 (© Drew Shipley - Courtesy of Auctions America)

Aber etwas stimmt nicht. Es fehlt etwas. Genau, die beiden Sitze hinten glänzen durch Abwesenheit, der Radstand ist um rund 40 cm kürzer und das “Glashaus” erinnert mehr an einen Aston Martin DBS, den es damals notabene noch gar nicht gab, als an einen Mustang.

Ford Mustang "Shorty" 1964 (© Drew Shipley - Courtesy of Auctions America)

Gezeichnet wurde der Wagen von Vincent E Gardner, der schon am Cord Model 810 mitgearbeitet hatte. Und gebaut wurde der kurze Mustang im Jahr 1964 durch die Firma “Dearborn Steel Tubing”, die bereits viel Erfahrung mit Spezialaufträgen der Firma Ford hatte. Ford Marketing hatte “ja” zum Experiment gesagt damals, wohl wissend, dass der viersitzige Mustang der richtige Wagen für die damalige Zeit war.

Ford Mustang "Shorty" 1964 (© Drew Shipley - Courtesy of Auctions America)

Immerhin wurde die kurze Variante mit Freuden herumgezeigt, verschwand aber schon bald von der Bildfläche, weil Gardner den Wagen auf eigene Initiative in einer Lagerhalle einschloss. Da er aber vergass die Miete zu bezahlen, kam der Prototyp nach einigen Monaten wieder zum Vorschein. Inzwischen hatte aber die Versicherung den Hersteller Ford bereits für den vermuteten Diebstahl entschädigt und war damit Besitzer des Wagens geworden. Ein Mitarbeiter kaufte das Auto und inserierte ihn bald darauf, worauf er in eine Sammlung einverleibt wurde und erneut verschwand. Nun dauerte es bis ins neue Jahrhundert, bis der Wagen sozusagen wiederentdeckt wurde und nach einer Restaurierung auf dem Concours-Parkett auftauchte.

Ford Mustang "Shorty" 1964 (© Drew Shipley - Courtesy of Auctions America)

Aus heutiger Sicht wirkt der “Shorty” gar etwas kurz, vor allem auch, weil man sich an die lange Fastback-Version gewöhnt hat. Eine gewisse Eleganz und Raffinesse der Linienführung kann man dem Wagen aber nicht absprechen und man kann verstehen, dass Auctions America das Einzelstück auf USD 400’000 bis 600’000 eingeschätzt hat. Unter den Hammer kommt das spezielle Stück bei der Versteigerung von Ford Lauderdale, die zwischen dem 27. und 29. März 2015 stattfindet.

Mehr über die Versteigerung findet sich auf der Website von Auctions America .

 

Der harte Job der Autotester früher - oder - Ferrari-Fahren kann sehr anspruchsvoll sein ...

Bruno von Rotz - 27.11.2014

Ford Capri RS 2600 im Test

Sie werden und wurden oft beneidet, die Autotester der schreibenden Zunft. Wer hätte nicht einen Ferrari 288 GTO oder einen Lamborghini Miura, aber auch einen Ford Capril RS 2600 oder einen Dino 246 GT fahren wollen, als sie Neuwagen waren.

Dino 246 GT mit Peiseler-Rad

Doch wer meint, diese Journalisten hätten ein einfaches Leben gehabt, der täuscht sich. So war zum Beispiel das Erreichen guter Fahrleistungstestwerte eine heikle Geschichte. Einerseits durfte das wertvolle Material nicht allzu sehr in Mitleidenschaft gezogen werden, andererseits erforderten gute Beschleunigungszeiten kupplungsgefährdende Anfahrmanöver und schnellstmögliche Schaltmanöver. Und natürlich absolvierte man die Messungen nicht einmal, sondern viele Male und in beide Fahrtrichtungen.

Und lagen die Ergebnisse dann allzu weit von den vorgegebenen Fahrleistungswerten des Herstellers entfernt, dann wurde dem Testfahrer oftmals die Liebe entzogen und die Zeitschrift vom Werk direkt angegriffen.

Eine schnelle Beschleunigungszeit mit dem modernen Auto ist dagegen (meist) ein Klacks. Launch-Control einschalten und los, den Rest übernehmen meist der Bordcomputer,  Stellmotoren und Regelmechanismen.

Früher war Feingefühl erforderlich und viel Erfahrung, sollten die am Peiseler-Rad abgelesenen Werte überzeugen.

Ein gutes Beispiel stellt der Test des Ferrari 288 GTO von 1985/1986 dar, den die Automobil Revue detailliert dokumentierte. In unserem Bericht haben wir das Prozedere kurz zusammengefasst, aber tatsächlich waren für den Test drei komplette Testreihen an drei verschiedenen Tagen nötig. Dazwischen musste der Wagen immer wieder repariert oder neu eingestellt werden, an einem Termin brannte er sogar fast ab. Und trotz aller Bemühungen liessen sich die 303 km/h Spitzengeschwindigkeit, die das Werk vorgegeben hatte, nicht erreichen ...

 

Wenn man vor 50 Jahren investiert hätte ...

Bruno von Rotz - 26.11.2014

AC Cobra Inserat 1964

Es ist exakt 50 Jahre her, dass in der Automobil Revue ein Inserat erschien, in dem das John Willment Racing Team seinen “Saisonschluss-Verkauf” ankündigte. John Willment war in den Sechzigerjahren einer der grössten Ford-Händler Englands und konnte es sich leisten, ein eigenes Rennteam zu finanzieren. Willment war auch Geldgeber für John Wyer, der mit dem Ford GT40 1968 und 1969 die 24 Stunden von Le Mans gewann.

Ende 1964 aber galt es Wagen abzustossen. Die Auswahl war so gross wie interessant.

Zwei AC Cobras wurden da als “vollwerte Ferrari-Konkurrenten” angeboten, Formel-2-Wagen der Marken Lola und Brabham, ein Elva-BMW (Mk7), ein Lotus 23 mit Ford-Cosworth-Motor und 1,1 Liter Hubraum, ein Ford Galaxie mit über 400 PS und dazu noch ein Lotus Cortina sowie ein Ford Cortina GT. Wer wollte konnte sogar noch Ersatzteile kaufen.

Zusammen dürften die Fahrzeuge damals wohl eine knapp sechsstellige Summe gekostet haben, heute wären sie mehrere Millionen wert. Man hätte sie also einfach kaufen und sorgfältig lagern müssten und wäre jegliche Rentensorgen los. Aber eben, das waren andere Zeiten, kaum jemand hatte Geld und wer hätte schon die Härte (oder Ausdauer) gehabt, die Autos so lange zu behalten?

Für Fans hier noch das ganze Inserat, wie es in der AR 50/1964 abgedruckt war:

Inserat des John Willment Racing Teams in der AR 50/1964

 

Was ist denn dies für ein Opel?

Bruno von Rotz - 25.11.2014

Opel OSV 40 im Jahr 1975 auf Testfahrt

Im März 1975 präsentierte Opel auf dem Genfer Autosalon den OSV 40, der sich auf den ersten Blick deutlich von den übrigen Fahrzeugen der Typenpalette unterschied. Gezeigt worden war das Sicherheitsfahrzeug mit der Bezeichnung “OSV 40” eigentlich schon ein Jahr zuvor auf der Londoner ESV-Konferenz in London.

Opel OSV 40 im Jahr 1975 auf dem Genfer Autosalon

Ausgelegt worden war der OSV 40 auf eine Frontaufprallgeschwindigkeit von 65 km/h. Um für die Passagiere einen sicheren Schutz zu gewähren, musste die vordere Knautschzone deutlich verlängert werden.

Als Basis nahm man bei Opel den damals neuen Opel Kadett C, obschon es deutlich schwieriger war, mit einem Auto der unteren Gewichtsklasse gute Ergebnisse beim Insassenschutz zu erreichen. Zudem wollten die Opel-Ingenieure das Konzeptfahrzeug dicht an der Gewichtsgrenze von 900 kg halten.

Opel teile damals mit, dass viele Erkenntnisse der Unfallforschung bereits in den Kadett C eingeflossen seien und verwies im damaligen Pressecommuniqué auch darauf hin, dass die Berechnungen mit einem Sicherheits-Computer-Programm durchgeführt worden seien.

Während optisch auch spätere Modelle nicht an den OSV 40 erinnern, gab es dann bei Vauxhall durchaus Fahrzeuge, die Designanleihen am Sicherheitsfahrzeug nahmen.

 

Kein Katalysator am Oldtimer

Bruno von Rotz - 24.11.2014

Frage der Woche - Katalysator am Oldtimer

Das Verdikt ist eindeutig, die meisten Oldtimer-Fahrer berfürworten die Nachrüstung eines Katalysators am Oldtimer nicht.

Über 84% lehnen eine Nachrüstung aus verschiedenen Gründen ab, nur gerade 15% wollen ihr Gewissen durch den Einbau eines Katalysators schonen.

Die Antworten zur Frage der Woche “Sollte man, soweit verfügbar, sein Auto mit einem Katalysator, der teilweise auch für frühere Fahrzeuge angeboten wird, nachrüsten, um die Abgase zu säubern?” lauteten:

Ergebnis Poll 21 - Frage der Woche - Katalysator am Oldtimer

Dies soll allerdings ausdrücklich nicht heissen, dass ein serienmässig eingebauter Katalysator nicht funktionieren soll.

Alle Ergebnisse unserer Fragen der Woche können übrigends auch in einer gemeinsamen Aufstellung betrachtet werden. Und natürlich haben wir bereits eine neue Frage gestellt. Diesmal geht es darum, wie umfassend die regelmässigen Kontrollen der Prüfstellen (MFK, TÜV) gehen sollte.

 

Sicherlich kein Hausrat!

Daniel Reinhard - 23.11.2014

Mercedes Benz W124 Limousine liegengeblieben (© Daniel Reinhard)

Eine Mercedes Benz E-Klasse fällt Gott sei Dank nicht unter "Hausrat". Oder doch, hat der ehemalige Besitzer des Benz vielleicht deshalb das Schild (“Hausrat ablagern verboten”) bis fast zur Unkenntlichkeit zugeklebt.

Schild "Hausrat ablagern verboten" (© Daniel Reinhard)

Vergessen hat er den Wagen ja wohl kaum. Vermutlich wurde das Auto bewusst da an Ort und Stelle zurückgelassen. Entsorgt, wie man so schön sagt. Und die Felgen hat er wohl noch vor fremden Langfingern in Obhut gebracht.

Blick auf Aufhängungen und Scheibenbremsen eines liegengelassenen Mercedes Benz W 124 (© Daniel Reinhard)

Auch möglich, dass er das Auto infolge eines Schadens zurücklassen musste und es im heutigen Daten-Wirrwarr beim Pannen-/Abholservice vergessen ging.

Es gibt wohl weitere Möglichkeiten, wie der W124 auf diesen einsamen Parkplatz, bei dem man normalerweise nur in extremer Not oder wegen einer zwingenden Pinkelpause stoppt, gelangte.

Ziemlich sicher ist dafür dass es sich nicht um ein Fluchtfahrzeug handelt, denn im Kofferraum befanden sich leider keine zurückgelassenen Geldsäcke.

Der zerfallene Mercedes Benz Stern (© Daniel Reinhard)

Gesehen und fotografiert wurde der Parkplatz-Fund anlässlich der Saalbach-Klassik 2014 in der Gegend von Weissbach bei Lofer.

Und übrigens, weitere "Bilder (fast) ohne Worte" gibt es in unserem beliebten Themenkanal.

 

Vier Jahre Zwischengas - olympische Dimensionen

Bruno von Rotz - 22.11.2014

Jubiläum - vier Jahre Zwischengas

Vor exakt vier Jahren, am 22. November 2010 ging www.zwischengas.com in die öffentliche Beta-Phase, so nennt man die Lancierung einer neuen Anwendung, die zwar fertig, aber noch nicht in allen Konsequenzen bewährt ist. Genau genommen hätte man vor 30 oder 40 Jahren vermutlich die meisten Einführungen neuer Automodelle als Beta-Phase bezeichnen müssen, aber das nur nebenbei.

So sah die Zwischengas-Website im Jahr 2010 aus, als die Beta-Phase gestartet wurde

Vier Jahre sind eine olympische Distanz, nämlich der Abstand zwischen zwei Austragungen der Olympiade. Und mit unserem jetzt erreichten Alter von vier Jahren haben wir bereits manche Automobilzeitschrift geschlagen, die es nicht auf eine derart lange Erscheinungsdauer brachte. In Internet-Kreisen gilt man mit vier Jahren ja bereits als steinalt.

Es gab natürlich auch Zweifler, die zwischengas.com im Jahr 2010 noch für eine Eintagsfliege hielten und mit einem schnellen Verschwinden gerechnet hatten. Doch statt langsamer und gemächlicher zu werden, haben wir über die Jahre immer noch zugelegt, noch mehr Zwischengas gegeben sozusagen. Weit über 1000 Berichte haben wir in diesen vier Jahren veröffentlicht, rund 1600 Blogbeiträge publiziert. Alleine im Jahr 2014 berichteten wir über ca. 50 Veranstaltungen sowie annähernd 150 Fahrzeuge. Und vieles mehr. Und im Gegensatz zu alternativen Angeboten in gedruckter Form sind unsere Beiträge immer und jederzeit einsehbar, auch die frühesten, die wir geschrieben haben.

Als Beweis hier ein Ausschnitt aus unserem zweiten Newsletter vom 29. November 2010, der die damals während der ersten Woche neu veröffentlichten Artikel anpries:

BMW 328 an der Ennstal-Classic 2010 (© Daniel Reinhard)

“Der Bericht über die Ennstal Classic 2010 fasst die Erlebnisse an der diesjährigen Erfolgsveranstaltung in Bildern (134 Bilder) und im von Thomas Suter gekonnt verfassten Text zusammen.

Eine aussergewöhnliche Reise hat Bernhard Brägger mit seinem Alvis Special von 1936 unternommen, als er die wilden Pässe rund um den Gardasee befuhr.

Auch die Berichterstattung, als im Autobau in Romanshorn die Wall of Fame des schweizerischen Motorrennsports eingeweiht wurde, dürfte manchem Anhänger des historischen Rennsports das Herz höher schlagen lassen, reichen die gefeierten Legenden doch von den Gebrüdern Dufaux, über Jo Siffert und Clay Regazzoni bis zu Sébastian Buemi und Simona De Silvestro.

Ein gutes Beispiel für das, was wir uns vorgenommen haben, ist der Artikel über den Mini Cooper. Er greift nicht nur die besten Artikel aus dem Zeitungsarchiv auf, sondern liefert mit dem Originalprospekt von 1964 auch einen Einblick in die damaligen Marketing-Aktivitäten.

In der Sektion Einblicke/Meinungen/Blog finden sich spannende Erlebnisse eines Testfahrers mit dem Dino 246 GT oder ein Hinweis auf die Restauration eines Jaguar SS 100 im Jahre 1957. Generell lohnt sich der häufige Blick auf Einblicke/Meinungen/Blog, hier kommen in Zukunft verschiedene Autoren zum Zug und vertreten Einsichten und Meinungen.“

Seither sind haben wir 208 weitere Newsletter versandt, nur zweimal verpassten wir unseren selbstgesetzten Termin am Dienstag um 06:20 Uhr, einmal wegen Hardware-Problemen, einmal versagte uns der Email-Dienstleister seinen Dienst.

Wir jedenfalls sind gerüstet für die nächsten vier Jahre und hoffen, unsere Leser halten uns dabei die Treue!

 

Als man noch auf die Karte Frau setzte

Bruno von Rotz - 21.11.2014

Triumph Spitfire 1967 - Werbung in den USA

Die Amerikaner texteten im Jahr 1967: “Surfen in der Brandung. Ein röhrender Motor. Das Lächeln eines hübschen Mädchens. Triumph Spitfire Mk2”. Und die Bildkomposition passte dazu. Offensichtlich hatte sich Champion-Surferin Joyce Hoffman für einen Triumph Spitfire Mk 2 entschieden. Der kostete damals ja auch nur USD 2’199 (in der Schweiz CHF 8’750, in Deutschland DM 8’950).

Werbung für den Triumph Spitfire Mk 3 im Jahr 1970

In Deutschland wurde ebenfalls heftig geworben und getitelt: “Im Spitfire fährt man nicht lange alleine”. Die Begründung folgte sofort:

“Daran ist nicht nur sein Aussehen schuld. Sondern auch seine Rasse, seine echte Sportwagenklasse. Nur ein paar Handgriffe genügen, um das Verdeck zu öffnen. Und dann hinein in die anatomisch richtig geformten Schalensitze. Vor Ihnen die griffnah angebrachten Schalter und Rundarmaturen. In der Hand das sportliche Speichenlenkrad, das um 10 cm verstellt werden kann. Auf der Mittelkonsole den kurzen Schaltknüppel und die Handbremse.Starten Sie. Ein kleiner Druck aufs Gaspedal und schon hören Sie. was man „Klingt-wie-Musik-in-den-Ohren'* nennt. Ein kurzer Blick auf den Drehzahlmesser bestätigt, daß der Spitfire MK 3 einen kerngesunden Motor hat. Und dann Gang rein. In 9 Sekunden sind Sie auf 80 km/h, und dann geht's zügig weiter bis auf 160 km/h. Ein leichter Druck auf das Bremspedal genügt, um seine 70 Wildpferde wieder zu bändigen. Dafür sorgen die groß dimensionierten vorderen Scheibenbremsen und die wirkungsvollen hinteren Trommelbremsen. Nicht nur auf Autobahnen und Landstraßen ist der Spitfire in Stadt. Hier zeigt sich,.wieviel bewundernde Blicke er auf sich zieht.Wie spielend leicht er sich mit seinem unerreicht kleinen Wendekreis von 7,3 einparken lässt. Und welches Temperament unter der Haube ist, wenn die Ampeln auf Grün schalten.

Warum fahren Sie noch keinen Spitfire MK 3?”

Wer mehr über den Triumph Spitfire lesen möchte, dem wäre unser neuer Artikel zum Spitfire 4 Mk II empfohlen.

 

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