Hätte ich doch mitgesteigert ...
Wenn man die Ergebnisse von Versteigerungen, beispielsweise aktuell von Toffen am 29. November oder Auctionata vom 28. November , durchschaut, fällt einem immer wieder mal ein Angebot auf, das einen gereizt hätte. Vielleicht liegt dann auch noch der erzielte Endpreis auf günstiger Höhe. Da denkt man natürlich unwillkürlich: Ach hätte ich da doch mitgeboten und diesen Wagen so preiswert gekauft ...
Bei dieser Überlegung vergisst man zwei Punkte. Erstens ist nicht sicher, ob man vor Ort (oder am Telefon oder am Computer) den Nerv gehabt hätte, zum richtigen Zeitpunkt ein Gebot abzugeben.
Zweitens hätte man natürlich mit einem Gebot den Verlauf der Versteigerung verändert. Dies erinnert ein wenig an das Zeitreise-Paradoxon. Wenn man den Lauf der Geschichte rückwirkend modifiziert, ändert sich auch das Leben hinterher. So würde auch ein weiteres Gebot möglicherweise den Preis nicht nur um einen, sondern vielleicht um mehrere Schritte erhöht haben, weil der andere Käufer ja möglicherweise mitgezogen hätte. Und am Schluss wäre das Schnäppchen vielleicht kein Schnäppchen mehr gewesen.
Aber eben, die ganzen “was wäre gewesen, wenn ..”-Überlegungen bringen einen nicht weiter ... und die Chance ist eh’ verpasst. Bis zum nächsten Mal.


























