Wenn man vor 50 Jahren investiert hätte ...
Es ist exakt 50 Jahre her, dass in der Automobil Revue ein Inserat erschien, in dem das John Willment Racing Team seinen “Saisonschluss-Verkauf” ankündigte. John Willment war in den Sechzigerjahren einer der grössten Ford-Händler Englands und konnte es sich leisten, ein eigenes Rennteam zu finanzieren. Willment war auch Geldgeber für John Wyer, der mit dem Ford GT40 1968 und 1969 die 24 Stunden von Le Mans gewann.
Ende 1964 aber galt es Wagen abzustossen. Die Auswahl war so gross wie interessant.
Zwei AC Cobras wurden da als “vollwerte Ferrari-Konkurrenten” angeboten, Formel-2-Wagen der Marken Lola und Brabham, ein Elva-BMW (Mk7), ein Lotus 23 mit Ford-Cosworth-Motor und 1,1 Liter Hubraum, ein Ford Galaxie mit über 400 PS und dazu noch ein Lotus Cortina sowie ein Ford Cortina GT. Wer wollte konnte sogar noch Ersatzteile kaufen.
Zusammen dürften die Fahrzeuge damals wohl eine knapp sechsstellige Summe gekostet haben, heute wären sie mehrere Millionen wert. Man hätte sie also einfach kaufen und sorgfältig lagern müssten und wäre jegliche Rentensorgen los. Aber eben, das waren andere Zeiten, kaum jemand hatte Geld und wer hätte schon die Härte (oder Ausdauer) gehabt, die Autos so lange zu behalten?
Für Fans hier noch das ganze Inserat, wie es in der AR 50/1964 abgedruckt war:


























