Das rätselhafte Verschwinden von zwei Hispano-Suiza in den Alpen
Im Jahr 1932 bestellte Walter Schöller, ein reicher Textil-Industrieller aus Zürich, ein Fahrgestell des neuen Typs Hispano-Suiza J12. Dieses Chassis, Nummer 13015, wurde im Januar 1933 ausgeliefert. Schöller, der ein Sponsor des Zürcher Fussballclubs Grasshoppers, entscheid, die Carosserie Langenthal AG mit dem Aufbau eines viertürigen Cabriolet-Aufbaus zu beauftragen, das sich an den Patententen von Alexis Kellner (Berlin) orientieren sollte. Das Ergebnis überzeugte ihn offensichtlich sehr, denn er behielt den J12 bis in die Vierzigerjahren und über den zweiten Weltkrieg hinweg.
Schliesslich wurde der Wagen in den Fünfzigerjahren verkauft. Wohin der Wagen aber ging, weiss niemand, jedenfalls tauchte er nie mehr auf. Vielleicht befindet er sich noch immer in einer Art Winterschlaf in den Alpen und will neu entdeckt werden, oder er wurde verschrottet, was aus heutiger Sicht natürlich ungeheuerlich wäre ...
Allerdings ist dieser Hispano-Suiza J12 nicht der einzige dieses Typs, der in der Schweiz “verloren ging”. Im Mai 1933 lieferte der Hersteller das Fahrgestell 14009 im Auftrag von J. Buess aus Sissach an Hermann Graber.
Graber karossierte insgesamt zwei J12-Chassis. Das eine, Nummer 14003 erhielt einen zweitürigen Limousinen-Aufbau und existiert noch, das zweite, eben 14009, wurde als zweitüriges Cabriolet gefertigt und im Juli 1933 an Herrn Buess ausgeliefert. Dieser starb im Jahr 1950 und seine Familie verkaufte den Hispano um 1955 herum. Gerüchten zufolge wurde der Wagen später in die Staaten verkauft, aber verifiziert konnte dies nie werden.
Bis heute blieben beide Hispano-Suiza J12 verschollen und schon oft wurde ins Jagdhorn geblasen, um die Suche neu aufzunehmen, doch bisher ohne Erfolg ...
















