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Das rätselhafte Verschwinden von zwei Hispano-Suiza in den Alpen

Hans Veenenbos - 31.10.2014

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Hispano-Suiza J12 Langenthal 1933

Im Jahr 1932 bestellte Walter Schöller, ein reicher Textil-Industrieller aus Zürich, ein Fahrgestell des neuen Typs Hispano-Suiza J12. Dieses Chassis, Nummer 13015, wurde im Januar 1933 ausgeliefert. Schöller, der ein Sponsor des Zürcher Fussballclubs Grasshoppers, entscheid, die Carosserie Langenthal AG mit dem Aufbau eines viertürigen Cabriolet-Aufbaus zu beauftragen, das sich an den Patententen von Alexis Kellner (Berlin) orientieren sollte. Das Ergebnis überzeugte ihn offensichtlich sehr, denn er behielt den J12 bis in die Vierzigerjahren und über den zweiten Weltkrieg hinweg.

Schliesslich wurde der Wagen in den Fünfzigerjahren verkauft. Wohin der Wagen aber ging, weiss niemand, jedenfalls tauchte er nie mehr auf. Vielleicht befindet er sich noch immer in einer Art Winterschlaf in den Alpen und will neu entdeckt werden, oder er wurde verschrottet, was aus heutiger Sicht natürlich ungeheuerlich wäre ...

Allerdings ist dieser Hispano-Suiza J12 nicht der einzige dieses Typs, der in der Schweiz “verloren ging”. Im Mai 1933 lieferte der Hersteller das Fahrgestell 14009 im Auftrag von J. Buess aus Sissach an Hermann Graber.

Hispano-Suiza J12 Graber 1933

Graber karossierte insgesamt zwei J12-Chassis. Das eine, Nummer 14003 erhielt einen zweitürigen Limousinen-Aufbau und existiert noch, das zweite, eben 14009, wurde als zweitüriges Cabriolet gefertigt und im Juli 1933 an Herrn Buess ausgeliefert. Dieser starb im Jahr 1950 und seine Familie verkaufte den Hispano um 1955 herum. Gerüchten zufolge wurde der Wagen später in die Staaten verkauft, aber verifiziert konnte dies nie werden.

Bis heute blieben beide Hispano-Suiza J12 verschollen und schon oft wurde ins Jagdhorn geblasen, um die Suche neu aufzunehmen, doch bisher ohne Erfolg ...

Neueste Kommentare

 
 
Ur******:
11.11.2014 (08:23)
Unser Gesprächsthema damals war der Motorensound. Es müsste ein 12 Zylinder gewesen sein.
Ur******:
06.11.2014 (11:20)
Ein unterdessen leider verstorbener Arbeitskollege erzählte mir vor Jahren, dass es Ende 50er/anfangs 60er Jahre im Raum Muhen AG einen modifizierten Hispano Suiza gegeben habe. Der hintere Teil des Aufbaus fehlte, dafür befand sich da eine Kreissäge, mit der sein Besitzer gegen Entgeld allen Interessierten ihr Holz zerkleinerte. Ich hoffe, dass das nicht wahr ist, aber ist es vielleicht doch eine Spur?
Antwort von ve******
06.11.2014 (20:35)
Hallo Ur******, jede Spur konnte wichtig sein, aber es hat natürlich auch H6 Hispanos in der Schweiz gegeben. So weiss ich dass ein H6 Fahrgestell zu einem Teerwagen umgebaut worden war; dieses Fahrgestell existiert noch immer. Auch habe ich gehort dass letztes Jahr irgendwo ein J12 Motor gefunden war der in einer Schiliftstation gedient hatte; leider hab ich davon keine Spur bekommen. Die Suche via Zwischengas dauert hoffentlich noch lange.
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