Das waren noch Kerle - 1600 km lange Oldtimer-Rallye vor über 50 Jahren
Am 23. Mai 1961 starteten in Brüssel 46 Fahrzeuge zu einer Rallye, wie man sie sich heute fast nicht mehr vorstellen kann. Der durchaus sportliche Wettbewerb war nämlich eine Gedenkveranstaltung für die 1903 ausgetragene Prüfung Brüssel-Paris-Madrid.
1600 km mussten die Fahrzeuge, die älter als Jahrgang 1914 sein mussten, zurücklegen. Für die 12 Etappen über Reims, Versailles, Tours, Agnoulème, Bordeaux, Biarriz, San Sebastian, Vitoria, Burgos, Vallidolid und Escorial nach Madrid stand ein Zeitraum von 12 Tagen bis zum 6. Juni 1961 zur Verfügung, als Durchschnittsgeschwindigkeiten wurden 18 bis 25 km/h vorgegeben. Viel mehr lag mit den Fahrzeugen, darunter ein Renault 1900, ein Panhard von 1902 oder der oben abgebildete De Dion Bouton 6 hp Tourer von 1911 (exakt dieser Wagen nahm teil) auch nicht drin.
Am Lenkrad liess sich übrigens auch die damalige Rennprominenz blicken, so fuhren Paul Frère und Giovanni Lurani mit und dies vermutlich nicht auf Rechnung grosser Autohersteller, sondern aus Freude an der Sache. Wer die Distanz schaffte, hatte Beeindruckendes geleistet und gehörte eigentlich schon zu den Siegern, denn bereits auf den ersten 15 km wurden drei Fahrzeuge von Pannen heimgesucht.

































