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Tradition erlebbar gemacht

Bruno von Rotz
20.11.2014

Jaguar-Sammlung Christian Jennys in einer Tiefgarage in der Nähe von Zürich (© Bruno von Rotz)

Gestern traf sich eine Gruppe von Jaguar -Enthusiasten in der Garage von Christian Jenny unweit von Zürich. Anlass war die Präsentation des neuen Buchs “The Jaguar Sports Car Collection - a personal endeavour”. Im nicht ganz 180 Seiten langen Buch im A4-Quer-Form wird die Jaguar-Sammlung Jennys dokumentiert, die heute 13 Exemplare des Herstellers aus Coventry umfasst.

Das Jaguar-Buch von Christian Jenny

Damit ist die Kollektion sicher bei weitem nicht die grösste Jaguar-Sammlung, aber sicher eine der interessantesten, denn bekanntlich findet sich darunter der 1961 am Genfer Autosalon präsentierte E-Type als Coupé, der gegenüber späteren Serienexemplaren einige Unterschiede aufwies, der S.S. 90 Prototyp, der sich auch optisch von den späteren Serienwagen unterscheidet und einer der seltenen Aluminium-XK 120 mit umfangreicher Schweizer Renngeschichte. Das nun vorliegende Buch in englischer Sprache dokumentiert die Geschichte dieser 13 Autos und auch die Umstände, wie Jenny sie gefunden und restaurieren hat.

Norman Dewis - Jaguar-Testfahrer und Entwickler

Das Vorwort im Buch wurde durch Norman Dewis verfasst. Dewis entwickelte und testete während 33 Jahren Jaguar-Modelle vom XK 140/150 bis zum XJ40, darunter auch der C-Type und der XJ13. Mit seiner persönlichen Anwesenheit bei der Buchpräsentation machte er den Abend natürlich zu etwas ganz besonderem und natürlich liess er auch die eine oder andere Anekdote fallen. Vor einige Jahren etwa sei er zusammen mit Jenny im C-Type unterwegs gewesen in den Staaten. Jenny habe ihn ans Lenkrad gelassen und sie seien mit nicht ganz legalen Geschwindigkeiten dahingerauscht, bis sie plötzlich von einem Polizeifahrzeug verfolgt wurden. Jenny habe dann gemeint, ob er nicht etwas langsamer fahren wolle, doch Dewis sagte nur “Don’t worry”. Am Ziel angekommen sei dann der Polizist zum Wagen gekommen, als sie bereits ausgestiegen waren. Auf die Frage, was diese schnelle Fahrt denn hätte sein sollen, antwortete Dewis dem Polizisten, dass er keine Ahnung habe, da ja Jenny gefahren sei .... Dieser musste die Situation dann ausbaden, was aber der Freundschaft der beiden offensichtlich keinen Abbruch tat.

Norman Dewis beim Signieren des Jaguar-Buchs

Dewis entwickelte auch den XJ13 mit, jenen Zwölfzylinder-Mittelmotor-Sportwagen. Über 200 Meilen sei er damit gefahren, erzählte er im Gespräch und er habe ihn direkt mit dem Ford GT40 verglichen, den er im Übrigen für einen sehr guten Sportwagen hielt.
Von den E-Types war Dewis der 3.8-Liter der liebste, er war es auch, der damals einen der Ausstellungswagen für die erste öffentliche Präsentation bei Nacht und Nebel vom Ärmelkanal nach Genf zum Autosalon chauffierte, in elf Stunden notabene.

Christian Jenny stellt sein Buch vor

Dass ein Sammler ein Buch über seine zusammengetragenen Schätze verfasst, ist nicht neu. Es macht auch viel Sinn, denn schliesslich hat er auch privilegierten Zugang zu vielen Dokumenten und Hintergründen und kennt die Fahrzeuge besonders gut. Wenn es sich dann auch noch um wichtige Meilensteine einer Traditionsmarke handelt, dann wird das Buch auch für breitere Kreise interessant, wie dies bei Jennys Buch (in englischer Sprache) der Fall ist.

Wer neugierig geworden ist, der kann auf unsere Rezension waren oder das Buch demnächst bei der Dönni Classic Car AG ( online ) bestellen.

Der Jaguar E Type, der am Genfer Salon stand, zusammen mit XK 120 und XK 140

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