Europäer kaufen
Erinnern Sie sich? Anfangs der Achtzigerjahre war es hierzulande gang und gäbe, den Konsumenten zu motivieren, ein europäisches Auto zu kaufen. Darum steht auf dem hier abgebildeten Inserat auch “Porsche - Ein Europäer”. Zeitungsartikel malten die “gelbe Gefahr” an die Wand, als die Marktanteile japanischer Autos stark anzusteigen begannen.
Noch ein Jahrzehnt zuvor hatte man die japanischen Autos belächelt, doch die Produzenten Datsun, Mitsubishi, Subaru, Toyota, Mazda und Honda hatten schnell gelernt, Fahrzeuge zu bauen, die auch europäischen Ansprüchen genügten. Dazu kamen günstige Preise und eine komplette Ausstattung.
Da wurde mancher hiesige Autokäufer weich und kaufte statt eines Opel Ascona einen Mazda 626 oder einen Honda Accord. Während die europäischen Hersteller Rückgänge zu beklagen hatten, bauten die Japaner dort, wo sie durften, ihre Position aus. In Italien und Frankreich verhinderten zwar Importbestimmungen vorerst ein Überhandnehmen der japanischen Wagen, aber in Deutschland oder in der Schweiz feierten diese grosse Erfolge.
Die europäischen Autobauer und deren Importeure reagierten mit Werbekampagnen, die das Kaufen eines Europäers propagierten. Ob beim VW Golf, beim Peugeot 505 oder beim Porsche 944 (oben) - es wurde immer darauf hingedeutet, dass der “gute” Europäer eben auch ein europäisches Auto kaufe.

































