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Die Fehleinschätzung der Weihnachtsmänner - eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

Bruno von Rotz - 24.12.2014

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Der moderne Weihnachtsmann (© Stefan Rogger 2014)

Weihnachten stand wieder einmal vor der Tür. Die vereinigten Weihnachtsmänner sassen an einem grossen runden Tisch, um sich für die kommenden Tage zu rüsten. Modern wie sie waren, nannten sie die Sitzung “Kick-off”.

Schon bald brach ein grosser Streit aus. “Wir können unmöglich mit Rentieren vor den Schlitten zu den Kindern fliegen! Stellt Euch einmal die Presse vor, wenn wir mit diesen CO2-Schleudern daherkommen”, meinte der eine. Ein anderer setzte dagegen: “Aber unsere Rentierschlitten sind Tradition, mit modernen Alternativen sind wir doch keine richtigen Weihnachtsmänner mehr”. Ein dritter warf ein: “Hybrid ist das Zauberwort, wir sollten ein Rentier mit modernen Elektro-Triebwerken koppeln, dann wäre der Tradition und der Innovation gedient”. “Das Rentier muss weg”, meinte ein vierter Weihnachtsmann, “sonst kommen wir nicht einmal mehr in die Stadtzentren, weil uns der grüne Kleber fehlt”. Und ein fünfter warf ein: “Wir müssen sowieso schnellere Schlitten haben, und Kennzeichen grad’ dazu, denn sonst können wir auf den deutschen Autobahnen nicht mehr fahren, wenn die PKW-Maut kommt”.

Und so ging es weiter, bis im Konsens schliesslich ein moderner Schlitten Gestalt annahm, mit zeitgemässem Brennstoffzellenantrieb und Computersteuerung. Er erfüllte alle Normen der Verkehrssicherheit, konnte Kollisionen selbständig abwenden und machte mit seiner intelligenten Laserlichtanlage die Nacht zum Tag. Und beim Parken erklang ein “Ho ho ho”, wenn die Sensoren Alarm schlugen. Die Weihnachtsmänner waren zufrieden, zumindest die meisten.

Als es um das Austragen der Geschenke ging, setzten sie sich stolz in ihre Schlitten und fuhren und flogen von Finnland aus, wo bekanntlich das “Hädquorter” der Weissbärtigen liegt, in alle Richtungen.

Als die ersten Menschen die modernen Schlitten erblickten, machte sich grosse Enttäuschung breit. Niemand mochte die neumodischen Schlitten, keiner zeigte Freude an den innovativen Antriebskonzepten. Ein grosser Aufschrei ging durch das Volk und der Tenor war eindeutig - die traditionellen Schlitten sollten wieder kommen, die paar Tonnen CO2 waren zu verkraften, meinten die Menschen. Lieber keine Weihnachtsgeschenke als solche, die mit diesen modernen Dingern gebracht würden.

Die Weihnachtsmänner sahen ihren Fehler schnell ein und liessen die neuen Schlitten verschwinden. Die gebrauchten altehrwürdigen Untersätze und die Rentiere standen ja noch bereit und punkto Wartungskomplexität waren sie den neuen sowieso überlegen. Schnell war umgesattelt und Weihnachten war somit gerettet.

Fröhliche Weihnachten!

 

Illustration von Stefan Rogger

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