Gute Neuigkeiten - stagnierende Klassikerpreise
Nun gut, vielleicht sind wir bereits ein wenig zu positiv denkend, wenn wir aktuell von stagnierenden Klassikerpreisen sprechen, wo doch mancher unkt, dass die Preise am Fallen seien.
Aber gehen wir einmal von gleichbleibenden Preisen aus, die nämlich durchaus viel Gutes haben. Tatsächlich nehmen gleichbleibende Preise viel Stress aus dem System. Plötzlich kommt es nämlich nicht mehr so drauf an, wann ich mein Auto verkaufe oder einen anderen Oldtimer beschaffe. Und das Fehlen stetiger Preissteigerungen verhindert auch, dass ich mir ständig Gedanken machen muss, ob ich meinen Klassiker nun verkaufen sollte, weil ja wieder schlechtere Zeiten kommen könnten. Versicherungstechnisch bin ich auch stets auf der richtigen Seite. Und statt nach den Fahrzeugen mit der deutlichsten Preissteigerung Ausschau zu halten, kann ich einfach den Oldtimer kaufen, der mir am besten gefällt. Und ihn nach zwei, drei oder zehn Jahren wieder ungefähr zum selben Preis verkaufen. Der Oldtimer wird damit wieder zum Liebhaber-Objekt, verliert den Status einer Rendite-Investition.
Allerdings dürfte ein Stagnieren der Preise auch einen Ausstieg vieler “Sammler” bedeuten, die eben nur wegen der Anlage-Überlegung überhaupt eingestiegen sind. Und weil diese Leute dann ihre Fahrzeuge schnell wieder veräussern wollen, wirkt sich dies auf die Preise des ganzen Bestands aus. Aus dem Stagnieren kann dann schnell eine Wertreduktion resultieren. Kann, muss aber nicht, je nach der Grösse des Marktes.
Übrig bleiben am Ende jedenfalls wieder die Enthusiasten und Liebhaber und die wissen ja meistens, was sie kaufen. Und das ist gut so.


























