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Gute Neuigkeiten - stagnierende Klassikerpreise

Bruno von Rotz - 18.06.2018

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Stagnierende Klassikerpreise

Nun gut, vielleicht sind wir bereits ein wenig zu positiv denkend, wenn wir aktuell von stagnierenden Klassikerpreisen sprechen, wo doch mancher unkt, dass die Preise am Fallen seien.

Aber gehen wir einmal von gleichbleibenden Preisen aus, die nämlich durchaus viel Gutes haben. Tatsächlich nehmen gleichbleibende Preise viel Stress aus dem System. Plötzlich kommt es nämlich nicht mehr so drauf an, wann ich mein Auto verkaufe oder einen anderen Oldtimer beschaffe. Und das Fehlen stetiger Preissteigerungen verhindert auch, dass ich mir ständig Gedanken machen muss, ob ich meinen Klassiker nun verkaufen sollte, weil ja wieder schlechtere Zeiten kommen könnten. Versicherungstechnisch bin ich auch stets auf der richtigen Seite. Und statt nach den Fahrzeugen mit der deutlichsten Preissteigerung Ausschau zu halten, kann ich einfach den Oldtimer kaufen, der mir am besten gefällt. Und ihn nach zwei, drei oder zehn Jahren wieder ungefähr zum selben Preis verkaufen. Der Oldtimer wird damit wieder zum Liebhaber-Objekt, verliert den Status einer Rendite-Investition.

Allerdings dürfte ein Stagnieren der Preise auch einen Ausstieg vieler “Sammler” bedeuten, die eben nur wegen der Anlage-Überlegung überhaupt eingestiegen sind. Und weil diese Leute dann ihre Fahrzeuge schnell wieder veräussern wollen, wirkt sich dies auf die Preise des ganzen Bestands aus. Aus dem Stagnieren kann dann schnell eine Wertreduktion resultieren. Kann, muss aber nicht, je nach der Grösse des Marktes.

Übrig bleiben am Ende jedenfalls wieder die Enthusiasten und Liebhaber und die wissen ja meistens, was sie kaufen. Und das ist gut so.

Neueste Kommentare

 
 
Stefan Fritschi:
18.06.2018 (09:35)
Als Oldtimer-Enthusiast, der diese Autos deswegen liebt, was sie sind, nämlich Autos, sind das in der Tat sehr gute Nachrichten.

Noch ein paar Anmerkungen zu den Hintergründen:
- das gestiegene Interesse in den letzten Jahrzehnten hat dazu geführt, dass Autos aus Kellern, Scheunen und Abstellplätzen an die Oberfläche kamen, das Angebot stieg. Man konnte vor dem Jahr 2000 extreme Mühe haben, einen bestimmten Typ zu finden. Heute wird er in grösserer Anzahl angeboten.
- viele Oldtimerfahrer werden älter, ihre Autos kommen auf den Markt, nachdem sie womöglich Jahrzehnte beim gleichen Besitzer waren. Die Zahl der Angebote steigt.
- Leute, die früher nie Oldtimer fuhren, haben irgendwann Interesse bekommen und sich einen Oldie gekauft. Die Nachfrage stieg, aber mittlerweile haben alle ein Auto, die eins wollen, und sie ist mittlerweile gesättigt.

Die Liste liesse sich beliebig verlängern...
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