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Ein Schnäppchen für EUR 39 Millionen? Noch ein Ferrari 250 GTO auf dem Markt ...

Bruno von Rotz - 24.06.2018

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Ferrari 250 GTO (1962) © Partick Ernzen - Courtesy RM/Sotheby's

Wer zu den wichtigesten Autosammlern gehören will, der stellt sich gerne einen Ferrari GTO in eine seiner Garagen, darüber haben wir kürzlich berichtet. Bei nur 33 gebauten 250 GTO (plus drei 330 GTO) ist es aber gar nicht so einfach, ein passendes Exemplar zu finden. Und die Preise gehen langsam, aber sicher in Richtung dreistellige Millionenzahlen. Der letzte gehandelte GTO , von dem man weiss, jedenfalls wechselte für rund EUR 60 Millionen (USD 70 Millionen, CHF 70 Millionen) den Besitzer. Und es ist bereis einige Jahre her, dass ein GTO an einer Auktion versteigert wurde, das war nämlich 2014, als Bonhams in Quails Lodge 3851 GT für EUR 28,4 (USD 38,1 Millionen, CHF 37,5 Millionen) verkaufte.

Ferrari 250 GTO (1962) © Partick Ernzen - Courtesy RM/Sotheby's

Jetzt kann also RM/Sotheby’s mit 3413 GT einen der seltenen Sportwagen anbieten und man spricht davon, dass der Wagen, dessen Schätzwert offiziell noch nicht bekannt gegeben wurde, durchaus mehr als USD 45 Millionen lösen könnte. Damit wäre er allerdings fast ein Schnäppchen, wären dies doch “nur” EUR 38,6 Millionen (CHF 44,5 Millionen).

Ferrari 250 GTO (1962) © Klemantaski Collection - Courtesy RM/Sotheby's

Die Geschichte von 3413 GT beginnt als drittgebauter 250 GTO im Mai 1962, als Graham Hill und Mauro Forghieri das Auto im Training zur Targa Florio einsetzen. Der Erstbesitzer aber ist Edoardo Lualdi-Gabardi, der mit dem Auto an verschiedenen italienishcen Berg- und Rundstreckenrennen teilnimmt, darunter Trento-Bondone, und neben unzähligen Klassen- und einigen Gesamtsiegen auch die italienische Meisterschaft gewinnt.

Der GTO ist etwa ein Jahr alt, als er ihn an Gianni Bulgari weiterverkauft, der damit sogleich zur Targa Florio aufbricht und prompt den Sieg in der Dreiliter-Klasse und den 4. Gesamtrang einfährt.

Targa Florio 1964 - Ferrari 250 GTO (1962) © Klemantaski Collection - Courtesy RM/Sotheby's

Im November siegt Bulgari dann bei der Coppa FISA in Monza, verkauft dann aber das Auto an Corrado Ferlaino. In dessen Besitz wird der GTO dann bei Scaglietti neu karossiert, womit er ungefähr gleich aussieht wie die letzten gebauten GTOs, die in ihrer Form näher am 250 LM waren als am ursprünglichen GTO. In dieser Aufmachung erzielt der Wagen erneut einen Klassensieg an der Targa Florio 1964 und wird Fünfter im Gesamtklassement.

Nach weiteren Einsätzen in Italien verkauft Ferlaino das Auto nach Grossbritannien, wo David Piper damit auch im Jahr 1965 noch Siege in Silverstone und Brands Hatch gelingen.

Heckansicht Ferrari 250 GTO (1962) © Partick Ernzen - Courtesy RM/Sotheby's

Dann geht die aktive Rennkarriere von 3413 GT zu Ende und es folgen dann später Aufritte in historischen Rennveranstaltungen vo allem in den USA, aber auch international. Seit dem Jahr 2000 befand sich der Wagen im Besitz von Gregory Whitten, der gemäss barchetta.cc USD 7 Millionen dafür bezahlte.

Cockpit des Ferrari 250 GTO (1962) © Partick Ernzen - Courtesy RM/Sotheby's

Bei 3413 GT handelt es sich also um ein historisch gut verbürgtes Auto, das eine interessante Renngeschichte hinter sich hat und zudem eines von nur drei Chassis ist, das in der Zeit (“in period”) karosseriemässig erneuert wurde. Man darf gespannt sein, ob sich die Erwartungen von RM/Sotheby’s erfüllen werden.

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