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Fast wie ein Revell-Bausatz

Bruno von Rotz - 31.08.2016

Darracq M67 als Restaurierungsprojekt (© Bonhams)

Normalerweise beschreibt Bonhams ja die Autos, die versteigert werden, sehr wortreich. Doch die Erklärungen zu diesem Darracq M67 mit Baujahr 1929 sind sehr kurz abgefasst:

“Dismantled M67 chassis, engine, axles, steering box, Brakes, Rods etc. Sold strictly as viewed, a rewarding project or good source of spares.”

Versteigert wird das Restaurierungsprojekt, das immerhin alle vier Räder und einges von der Technik des einst wohl stolzen Darracqs enthält, am 3. September 2016 im Rahmen des Beaulieu Sales .

Aussehen könnte das fertiggestellte Bastelprojekt dann vielleicht etwa so:

Darracq M67 fahrbar (© Bonhams)

Ob ein Bieter in Anbetracht dieser Aufgabe bereit sein wird, die geschätzten EUR 2300 bis 4700 (CHF 2600 bis 5100) zu bezahlen, wird sich zeigen. Vielleicht kommt man ja auch deutlich günstiger zum Bausatz, denn er wird ohne Mindestpreis angeboten.

 

Kommunikation mit dem Chauffeur

Bruno von Rotz - 30.08.2016

Citroën DS Prestige mit Telefon

Es mag irgendwie belustigen, aber betuchte Autobesitzer, die sich einen Chauffeur leisten konnten, waren schon immer auf Privatsphäre erpicht und daher gab es auch die Separationsscheibe zwischen Fahrer und Gefahrenen.

Weil man aber doch kommunizieren wollte, um z.B. “Johann, fahren Sie rechts ran” zu sagen, brauchte es Hilfsmittel, damit man nicht durch die Scheibe schreien musste.

Im Citroën DS Prestige (oben) gab es da ein elektrisches Mikrofon (das Telefon war für die Verbindung nach aussen gedacht), im Pierce Arrow von 1931 musste man den Schall selber produzieren.

Pierce Arrrow Model 42 von 1931

Im Citroën-Prospekt hiess es damals: “Eine Mikrofonverbindung zum Fahrer. Ohne die Trennscheibe zu öffnen, kann man ihm Anweisungen erteilen. Der Kontakt wird durch eine Drucktaste im Fondabteil hergestellt.”

Was wohl da über diese Leitungen so alles kommuniziert wurde, fragt sich der neugierige Historiker …

 

Wie wird man in 20 oder 30 Jahren über Farben denken?

Bruno von Rotz - 29.08.2016

Neuere Morgan am BCM 2016

Am British Car Meeting auf dem Flughafen Mollis finden bekanntlich jedes Jahr Autos aller Epochen zusammen. Der gemeinsame Nenner ist, dass sie aus der Produktion im britischen Königreich stammen müssen. Dies trifft auch auf die neuzeitlichen Morgan Sportwagen zu und beim Studieren der Fahrzeuge wunderten wir uns, wie wenig Farbe sich moderne Morgan-Käufer gönnen.

Daimler SP 250 am BCM 2016

Vier oder fünf Jahrzehnte früher war die Welt deutlich farbenfroher, wie die aufgereihten Daimler SP 250 oder Triumph TR6 klar bewiesen.

Triumph TR6 am BCM 2016

Und Oldtimer-Käufer von heute haben offenbar kein Problem mit bunten Autos, jedenfalls kommen nur wenige auf die Idee, den blauen MG oder den gelben Triumph neu in Anthrazit oder Silber Metallic zu spritzen.

Wie wird dies aber in 20 oder 30 Jahren sein, wenn heutige Neuwagenkäufer, die die bunte Zeit gar nicht mehr selber miterlebten, zum Oldtimer-Sammler werden? Werden sie, wie die Morgan-Neuwagen-Eigner von heute, auf Weiss, Silber, Grau oder Schwarz tendieren? Oder wird Farbe gerade eines der Alleinstellungsmerkmale sein,  welche den Oldtimer in Zukunft so speziell macht?

 

Gesichtswandel - 50+ Jahre Porsche 911

Bruno von Rotz - 28.08.2016

Porsche 911 Targa am Porsche Classic Live #1

Nur wenige Autos werden schon seit so vielen Jahrzehnten gebaut wie der Porsche 911. Über 50 Jahre ist es her, seit der 901, später in 911 umbenannt, den Ur-Porsche 356 ersetzte.

Porsche 356 am Porsche Classic Live #1

Fast über ein ganzes Jahrzehnt blieb das Ur-Elfer-Gesicht, wie es vom Designer ursprünglich entwickelt worden war.

Porsche 911 "F-Modell" am Porsche Classic Live #1

Dann zwangen amerikanische Sicherheitsnormen zu veränderten Stossfängern, die mit den sogenannten Faltenbälgen beim G-Modell erschienen.

Porsche 911 "G-Modell" am Porsche Classic Live #1

Rund 15 Jahre blieb dann die Front weitgehend unangetastet, dann räumte der 964 mit den Faltenbälgen auf und brachte massive Stossfänger in Wagenfarbe.

Porsche 964 am Porsche Classic Live #1

Dieses Gesicht hielt allerdings nicht lange an, sondern es wurde Mitte der Neunzigerjahre komplett aufgefrischt.

Porsche 993 am Porsche Classic Live #1

Der 993 wagte es zum ersten Mal, die Grundform des 911 substantiell dem Zeitgeschmack anzupassen. Der folgende 996 ging noch weiter und bis zum heutigen 991 sieht man dann die Entwicklung, die beim Scheinwerfer-Design Abstand von der herkömmlichen Glühbirne nahm.

Moderner Porsche 991 am Porsche Classic Live #1

Die verschiedenen 911-Generationen waren gestern am Porsche Classic Live #1, veranstaltet durch die Porsche-Garage in Schlieren bei Zürich, zu sehen. Aber natürlich noch einiges mehr, z.B. frühe 928-er-Modelle.

Porsche 928 am Porsche Classic Live #1

Einige Eindrücke und Bilder haben wir dazu in unserem Bildarchiv abgelegt.

 

Weniger Rekorde, tiefere Umsätze in Monterey/Pebble Beach

Bruno von Rotz - 27.08.2016

Alfa Romeo 8C 2900B (© Darin Schnabel - RM/Sotheby's)

Natürlich bemühen sich alle Auktionshäuser, ihre Triumphe und Weltrekorde - der abgebildete Alfa Romeo 8C 2900B wurde für über 10 Millionen verkauft - zu vermarkten, doch war das Ergebnis der fünf grössten Monterey-/Pebble-Beach-Versteigerungen insgesamt deutlich schlechter als das Jahr zuvor, sank doch der Gesamtumsatz doch von $ 397 Millionen auf $ 345 Millionen.

Insbesondere die Verkaufsquote, also der Indikator der angibt, wieviele der angebotenen Autos auch wirklich verkauft wurden, ging zurück, vor allem für die Wagen ab USD 100’000. So sanken beispielsweise die Preise für Ferrari 275 GTB und 330 GTC auf das Niveau, das sie bereits 2013 hatten. Auch für Exemplare des Ferrari Daytona oder Porsche Turbo wurde weniger bezahlt als auch schon.

Neuere Autos ab 1990 litten besonders stark gemäss Marktbeobachter Hargerty, Ausnahmen (Ford GT, Ferrari LaFerrari) bestätigten die Regel. Günstige Fahrzeuge verhielten sich vergleichsweise robust.

MG TC - copyright Bonhams

Offenbar ist mit Ausnahme besonders rarer oder gar einmaliger Autos eine Pause im kontinuierlichen Wertanstieg angesagt, aber das ist ja vielleicht auch gesund.

Über die Versteigerungen von RM/Sotheby's , Gooding & Company sowie Bonhams haben wir ausführlich berichtet.

 

Sind Kleinstautos die besseren Oldtimer?

Bruno von Rotz - 26.08.2016

BMW Isetta von 1957 (© BMW AG)

Es hat schon etwas für sich, Microcars zu sammeln. Diese haben sich in den letzten Jahren sehr wertstabil gezeigt, um nicht gerade zu sagen, sie haben stark an Wert zugelegt. Viele Kleinstautos sind heute zehnmal oder mehr wert als ihr damaliger Neupreis, dies schafft zwar auch ein Mercedes-Benz 300 SL oder ein BMW 328, aber das Gros der Oldtimer eher nicht.

FMR KR 200 und Heinkel Kabinenroller

Kleinstautos verfügen zudem über einen Sympathie-Bonus und sind technisch vergleichsweise einfach aufgebaut. Und sie machen bereits auf kurzen Strecken und bei tiefen Geschwindigkeiten, sprich sogar in einer 30-er-Zone, Spass. Muss man sie einmal aufladen, dann haben sie schon auf dem kleinsten Anhänger Platz und auch in der Garage passen drei dort hin, wo sonst ein ausgewachsenes Auto zum Stehen käme. Und bleibt der Kleine stehen, kann man ihn alleine in die nächste Notbucht schieben.

Es gibt nur einen Haken an der Sache: Gute originale Messerschmitt, Heinkel oder Isettas gibt es nicht gerade wie Sand am Meer, die Suche danach kann langwierig sein. Aber, dies ist ja auch eine der Freuden rund um das Oldtimer-Hobby …

 

Zurück in die Vergangenheit

Daniel Reinhard - 25.08.2016

Reise in die Vergangenheit (im MG)

Reiht man sich mit einem Vorkriegsauto in den heutigen Verkehr, so spürt man sehr schnell, dass sich zwischenzeitlich doch viel verändert hat, man aber nicht als Verlierer dastehen muss. Ganz im Gegenteil, ist doch der Fahrspass ein Vielfaches grösser als mit dem innovativsten modernen Auto, das leider nur noch mit fest angezogener Handbremse gefahren werden kann.

Ausser in den Dreissiger- und Fünfzigerzonen kann man`s richtig schön fliegen lassen, ohne den Führerschein wirklich zu gefährden. Schnelle Kurvenkombinationen lassen frohlocken. Und gar nicht so selten muss sogar noch überholt werden, da man selbst mit diesen Autos gewissen Verkehrsteilnehmern (nicht nur Traktoren) schwer überlegen ist. Zum einzigen wirklichen Problem werden eigentlich nur Stop-and-Go-Situationen, oder sich nur zäh bewegende Kolonnen bei Passfahrten. Der Wärmehaushalt ist bei alten Autos auf den Fahrtwind angewiesen, strömt dieser aber nicht genügend schnell durch den Kühler, dann steigt schnell die Temperatur. Mit einem Zusatzventilator kann zwar heute nachgeholfen werden, aber der Fahrtwind lässt sich trotzdem nicht wirklich ersetzen.

Lässt man auf zügig gefahrenen Überlandstrassen mit übersichtlichen Kurven den Kompressor einmal so richtig heulen, dann erreicht der Fahrspass den Höhepunkt. Was will man denn eigentlich mehr!

Meine Freunde nervte ich schon so oft mit meinem Spruch: "Das Auto war Mitte der Dreissigerjahre komplett erfunden, alles was später noch dazu kam, wäre eigentlich gar nicht mehr unbedingt nötig gewesen."  Da wundert es mich nur, wieso eigentlich nicht viel mehr Vorkriegs-Enthusiasten einen Morgan +8, oder noch besser den Three-Wheeler mit heutiger Technik im Alltag bewegen. Die Kombination von relativ problemloser Technik, verpackt im "Pre-War Kleid" müsste doch mit Sicherheit den absoluten Fahrspass ermöglichen.

 

Wie ein Jaguar gebaut wurde - vor 55 Jahren in der Fabrik

Bruno von Rotz - 24.08.2016

Ein Jaguar entsteht im Jahr 1961

Wie sah es eigentlich vor 55 Jahren in der Jaguar -Fabrik aus, als dort die legendären Reihen-Sechszylinder entstanden und in herrliche Mark II Limousinen (oder einen der ersten E-Types) eingesetzt wurden?

Ein Film (auf Youtube, englisch gesprochen) lässt uns an einer Factory Tour im Jahr 1961 teilnehmen, wo wir den ganzen Produktionsprozess auf historischen Aufnahmen verfolgen können, bis zum Einsetzen des Lenkrads, dem Einbau von Teppichen und Lederausstattung sowie der ersten Testfahrt, die über mindestens 30 Meilen führte. Damit gab man sich übrigens nicht zufrieden, denn nach dem “final tuning” wurde der Wagen noch durch einen anderen zweiten Testfahrer überprüft, bevor dann die Schlusspolitur folgte.

Am Schluss des Films durfte der Besucher sogar noch einen E-Type probefahren … herrlich!

28 Minuten Genuss und eine veritable Reise in die Vergangenheit!

 

40 Jahre Videorekorder und doch kein Klassiker

Bruno von Rotz - 23.08.2016

Philips-Videorecorder (© Wikipedia - Colin McCormick)

Vor rund 40 Jahren brachte JVC den Videorekorder nach dem System VHS auf den Markt. VHS war eines von drei Kassetten- und Aufnahmeverfahren und konnte sich schliesslich gegen Betamax und Video 2000 (im Bild oben) durchsetzen.

Über Jahrzehnte zeichneten wir Filme und Fernsehsendungen auf VHS-Kassetten auf, mancher von uns hat wohl noch irgendwo eine Kiste mit solchen Kassetten und Beschriftungen wie “Pretty Woman” oder “Grand Prix Deutschland 1994” oder so.

Jetzt hören offensichtlich die letzten VCR-Produzenten auf, diese Geräte zu produzieren. Schon lange wurde die Technologie von moderneren Verfahren (Harddisk-Recording oder beschreibbaren DVDs) überholt.

Im Gegensatz zum Automobil winkt den Video-Kassetten und ihren Abspielgeräten wohl kaum eine gesegnete Zukunft als “Oldtimer”, nur noch einige wenige Sammler werden von Zeit zu Zeit eine alte Kassette durchspulen, damit sie nicht verklebe und die Magnetschichten sich nicht zu sehr ausnivelieren. Für den Rest von uns bleiben die alten Geräte eine Erinnerung, als wir uns noch mit umständlichen Timer-Programmierungen auseinandersetzten und mit inkompatiblen Aufzeichnungsformaten herumärgerten …

(Das Bild mit dem Philips VCR stammt von Wikipedia und wurde von Colin McCormick zur Verfügung gestellt (CC)).

 

Ein Drittel der Oldtimerfahrer baut nachträglich Überwachungstechnik ein

Bruno von Rotz - 22.08.2016

Frage der Woche - Überwachungstechnik im Oldtimer

Autobauer der Vergangenheit waren aus finanziellen und technischen Gründen geneigt, nur die nötigsten Überwachungsinstrumente (oder Kontrollleuchten) in ihre Fahrzeuge einzubauen. Heute, da diese alten Autos nur noch sporadisch genutzt werden, verlangen viele Besitzer nach einer umfangreicheren und exakteren Überwachung der vitalen Funktionen ihres Autos. So werden etwa zusätzliche Ölthermometer oder redundante Wasserthermometer installiert. Manche Fahrzeugeigner gehen sogar noch weiter und nutzen aktuelle Überwachungstechnologien wie Lambdasonden für ein noch genaueres Monitoring.

Wer oder wieviele aber misstrauen der original eingebauten Überwachungstechnik und rüsten ihren Wagen entsprechend auf? In der “ Frage der Woche ” wollten wir dies genauer wissen und fragten die Leser: “Wie halten Sie es mit moderner/nachgerüsteter Überwachungstechnik in Ihrem Oldtimer oder Youngtimer?”

61% der Antwortenden sind mit dem, was der Hersteller vorsah, durchaus zufrieden und haben nichts angepasst. Rund ein Drittel aber baut zusätzliche Instrumente, Kontrollleuchten oder sogar moderne Monitoring-Techniken wie eine Lambda-Sonde in ihren Wagen ein, wobei das Gros, also 32% sich auf Zusatzinstrumente und Kontrollleuchten beschränkt, wie sie wohl damals, als der Wagen gebaut wurde, bereits verfügbar waren, während 3% keine Berührungsängste mit modernen Technologien haben.

Die Ergebnisse im Detail sehen so aus:

Frage der Woche - Überwachungstechnik - Auswertung

Die Auswertungen der bisherigen Fragen der Woche können alle in einem eigens eingerichteten Themenkanal nachgelesen werden.

 

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