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Der Opel Rekord und die italienische Mode

Bruno von Rotz - 31.03.2016

Opel Rekord Limousine 1966

Als Opel 1966 den Rekord C einführte, gab man ihm ein richtig modernes Kleid mit auf den Weg.

Opel Rekord Kombi 1966

Und wie um das modische Äussere zu betonen, lichtete man den Neuankömmling im selben Jahr noch mit der aktuellen Frauenmode ab, die von  einem gewissen Gianni Baldini stammte.

Opel Rekord 1966 mit Mode

“Corsa” hiesst passenderweise die Kollektion und wohl kaum einer der Beteiligten hätte sich damals vorgestellt, dass einige Jahre später auch ein Opel-Modell mit demselben Namen erscheinen würde.

Opel Rekord Sprint Coupé 1967

Heute, 50 Jahre später, sind sowohl die Typenbezeichnung “Rekord” als auch der Modeschöpfer Geschichte.

Wer mehr über den Opel Rekord C wissen möchte und ihn auf Bildern geniessen möchte, dem sei unser Fahrzeugartikel empfohlen.

Tags: 
Mode

 

Sind dies die fünf Klassiker, die man jetzt kaufen sollte?

Bruno von Rotz - 30.03.2016

Fünf Klassiker zum jetzt kaufen?

Die britische Oldtimerzeitschrift “Classic Cars” schlägt in ihrem aktuellen Hauptartikel fünf Autos vor, die man jetzt kaufen sollte. Und, dies muss man zugeben, es ist eine interessante Auswahl.

Austin-Healey 3000 Mk II 1962 (© Daniel Reinhard)

Beim Austin-Healey 3000 haben sich die Jungs ja noch nicht allzu weit aus dem Fenster gelehnt, denn der grosse Healey gehört schon seit Jahren zu den beliebten Klassikern und das Dreiliter-Modell ist immer noch bezahlbar, auch weil es viele davon gibt. Die Preise machten allerdings bisher keine Sprünge. Aber Freude macht dieses Auto gewiss.

MG B GT V8 von 1973

Schon etwas unorthodoxer ist der MG GT V8. Natürlich ist gerade das Coupé ein sehr hübsches Fahrzeug und mit dem Rover V8-Motor geht der Sportwagen auch richtig gut vorwärts, zumal das Triebwerk nur wenig Zusatzgewicht auf die Vorderachse bringt. Und vielleicht haben die Redakteure Recht und es wäre genau jetzt die Zeit gekommen, dieses Auto zu entdecken? Preislich jedenfalls ist der Wagen in Anbetracht zu seiner Seltenheit immer noch günstig und hat Potential nach oben.

Mercedes-Benz 560 SEC (© Daimler AG)

Als nächstes fällt der Mercedes-Benz 560 SEC auf, der zum Kauf empfohlen wird. Gewiss, das von Bruno Sacco gezeichnete Coupé macht optisch einiges her und mit dem grossen Achtzylinder ist sicherlich keine Langeweile angesagt, aber man könnte sich vielleicht noch spannendere Autos aus dem Daimler-Angebot vorstellen, die man sich 2016 zulegen könnte. Wertmässig tendieren die eleganten und auch alltagstauglichen Coupés nach oben hierzulande, allerdings relativ gemächlich.

Ford Escort RS Cosworth von 1992 (© Bonhams)

Dass es auch der Ford Escort RS Cosworth in den Artikel geschafft hat, ist sicherlich eine typisch britische Geschichte. Die Insulaner lieben halt den Escort und die Cossies sowieso. Natürlich ist der Escort RS Cosworth auch ein spannendes Auto, aber doch noch reichlich jung und auch gar nicht mehr so günstig, denn seine Fangemeinde ist beträchtlich. Die Preise sind hier allerdings das eine, ein originales und unverbasteltes Exemplar zu finden das andere.

Alfa Romeo SZ von 1990 (© RM/Sotheby's)

Und schliesslich entdeckt man im Hintergrund auch noch einen einen Alfa Romeo ES30 SZ von Zagato, jenes Coupé mit der Technik des Alfa Romeo 75, das schon damals die die Alfa-Fans auf der ganzen Welt in zwei Gruppen aufteilte, nämlich jene, die das Design liebten und jene, die es hassten. Daran hat sich bis heute wenig geändert. Aber die Seltenheit und die Unvergleichlichkeit garantieren dem auffälligen Alfa sicherlich einen Sonderstatus. Das haben auch die Sammler entdeckt und so tendieren die Preise nach oben.

Zeitschrift Classic Cars Mai 2016

Würden wir die selben fünf Autos zum Kauf empfehlen im Jahr 2016? Teilweise vielleicht ja, aber es gibt natürlich viele Alternativen. Manche davon haben wir in unserer Klassikerperlen-Serie bereits beschrieben, etwa den Renault Clio V6 , den Opel Speedster , den Citroën BX 4TC oder den BMW M3 der E46-Serie. Und dann gäbe es auch noch den Porsche 944 S2, den Peugeot 205 GTI, den Mercedes-Benz 190E 2.3/2.6-16 oder das BMW Z3 M Coupé als Kandidaten, nur um weitere Beispiele zu nennen.

Aber wir sind uns sicher, auch Sie haben Ihren Favoriten. Nennen Sie ihn einfach als Kommentar zu diesem Blog, es wird sicherlich eine spannende Liste werden! Uns jedenfalls gibt es weitere Ideen, zu welchen Autos wir denn unbedingt demnächst einen Bericht widmen sollten ...

 

Ist der Winter noch nicht vorbei?

Bruno von Rotz - 29.03.2016

Fiat 500 im Schnee (© Felix Hernandez)

Der Frühling kommt, aber einigen fehlt der Winter vielleicht schon? So jedenfalls könnte man das obige Foto interpretieren. Wer genauer hinschaut, entdeckt vielleicht, dass es sich bei der Aufnahme nicht um ein originalgrosses Modell des Fiat 500 handelt, sondern eine massstäbliche Verkleinerung. Felix Hernandex hiesst der mexikanische Fotograf, der diese Szene in seinem Studio abgelichtet hat.

Inszenierung eines Fiat 500

Es sind wahrhafte Inszenierungen, die er da auf seinem Tisch aufbaut und mit Studioblitzgeräten ausleuchtet. Mit viel Einfühlsamkeit denkt er sich eine Szenerie aus und gestaltet sie, bis sie seinen Vorstellungen entspricht. Dann wird fotografiert und schliesslich noch etwas nachbearbeitet, wobei sein Anspruch ist, möglichst viel mit Kamera zu machen. Die meisten seiner Kunstwerke handeln allerdings nicht von Autos, sondern sind Filmen oder Fantasieszenen entlehnt. Uns hat es natürlich der rote Fiat 500 besonders angetan. Zu finden sind die Bilder unter anderem hier .

 

Oldtimerfahrer machen einen Bogen um Bioethanol

Bruno von Rotz - 28.03.2016

Frage der Woche 55 - Bioethanol im Tank des Oldtimers?

Seit einigen Jahren mischen Erdölgesellschaften dem Benzin an den Tankstellen je nach Gesetzeslage immer oder im Zusammenhang mit steuerlichen Vorteilen mehr oder weniger Bioethanol, also aus Biomasse erzeugten Alkohol, bei. Gemäss aktuellen Normen darf dem fossilen Treibstoff, meist Euro95 und Euro98 genannt, bis zu 5% Bioethanol beigemischt werden. Seit einigen Jahren gibt es aber auch Treibstoff mit bis zu 10% Bioethanol, genannt E10 oder SP95-E10. Während gemäss Experten 5% Bioethanol auch nicht dafür ausgerichteten (Oldtimer-) Motoren nicht schaden soll, ist man sich bei 10% weniger sicher und es gibt differenzierte Freigaben von den Herstellern.

Die Oldtimerfahrer aber sind skeptisch und versuchen den Alkohol-Zusatz im Benzin zu vermeiden. 87% der Teilnehmer an der letzten Frage der Woche gaben an, dass sie kein E10 oder SP95-E10 tanken würden. Die Hälfte davon (44%) füllt aber durchaus E95/E98 (Euro 95 / Euro 98) mit bis zu fünf Prozent Bioethanol in den Tank, während die andere Hälfte (43%) versucht, rein fossilen Treibstoff zu tanken.

Gerade einmal 8% finden, dass ihr Oldtimer auch E10/SP95-E10 mit zehn Prozent Bioethanol-Beimischung verkraften könne, während die übrigen nicht ganz fünf Prozent zu anderen Lösungen greifen.
Hier die detaillierten Antworten zu den Fragen:

Frage der Woche 55 - Bioethanol im Tank des Oldtimers - Antworten

Bereits haben wir die nächste Frage der Woche gestellt, dieses Mal geht es darum, ob Oldtimerclubs ein Auslaufmodell sind.

Die Ergebnisse der bisherigen Fragen der Woche können alle in einem eigens eingerichteten Themenkanal nachgelesen werden.

 

Ein schöner Hintern

Bruno von Rotz - 27.03.2016

Lamborghini Miura 1971 (© Lamborghini)

Die meisten Fotos von Autos werden von schräg vorne geschossen, am beliebtesten ist die 3/4-Darstellung, auf der man Front und Seite gleichzeitig erkennen kann. Dabei ist doch gerade der Heckabschluss bei vielen Fahrzeugen der Höhepunkt oder zumindest genauso sehenswert wie der Bug.

Beginnt man aber darüber nachzudenken, welche Autos ein besonders attraktives Hinterteil haben, kommt man schnell ins Grübeln.

Mercedes-Benz 300 SL 1955

Nach einigem Nachdenken fallen einem vielleicht der Lamborghini Miura (oben, von allen Seiten ein Meisterwerk) oder der Mercedes-Benz  300 SL ein.

Chevrolet Corvette C2 1963 (© RM Auctions)

Hervorragend gelungen ist sicherlich auch das Heck der Chevrolet Corvette C2, zumal in der Ausführung mit dem zweigeteilten Heckfenster, welche so nur ein Jahr produziert wurde.

Bertone Alfa Romeo BAT 7 1954

Etwas ganz besonderes sind die Heckpartien der Bertone Alfa Romeo BAT Modelle …

Tatra 87

… und des Tatra 87, …

Ghia Selene Seconde 1961

… aber auch des Ghia Selene aus dem Jahr 1961.

Lancia Thesis

Und in der Neuzeit sticht zum Beispiel der von vorne nicht komplett geglückte Lancia Thesis mit einer sehr eleganten Heckgestaltung heraus.

Welche Autohintern haben es Ihnen angetan? Kommentieren Sie einfach, was Ihnen besonders gefällt! Frohe Ostern!

 

Muss das sein? Neo-Klassiker auf Dreierbasis

Bruno von Rotz - 26.03.2016

Bilenkin (2015)

Auf den ersten Blick sieht der Bilenkin , vorgestellt 2015, aus wie ein Auto der späten Fünfzigerjahre. Doch technisch ist das Coupé vergleichsweise modern, stammen doch Antriebsstrang und andere Teile aus dem BMW 3er (M3) der Baureihe E92 (gebaut bis 2013).

Heck des Bilenkin (2015)

Und eigentlich hat die russische Manufaktur “Bilenkin Classic Cars” alles richtig gemacht. Das Design, das Elemente des Volvo P 1800 und diverser Ghia- sowie Vignale-Schöpfungen der Fünfzigerjahre zitiert, ist stimmig und selbst das Interieur hat einen attraktiven klassischen “Touch”.

Interieur des Bilenkin

Gepaart mit moderner Technik könnte dies zum ultimativen Retro-Coupé führen, wobei allerdings die Preisvorstellungen jenseits von Euro 100’000 die Kundschaft bereits wesentlich eingrenzen.

Cockpit des Bilenkin

Handwerklich scheinen die Russen gut gerüstet, haben sie doch bereits viel Erfahrung mit Restaurierungen gesammelt.

Warum also nicht? Aus unserer Sicht passen einfach das Design und die moderne Technik nicht so richtig zusammen. Der Spagat ist einfach zu gross und schliesslich sollte sich doch auch mit modernen Stilmitteln ein attraktives Auto bauen lassen. Aber dies ist wohl wie immer alles Geschmacksache.

 

Eines der letzten ganz grossen Abenteuer: Die Rallye von Peking nach Paris

Daniel Reinhard - 25.03.2016

Chrysler 70 von 1930 (© Daniel Reinhard)

Clärenore Stinnes (21.1.1901- 7.9.90) war die Tochter eines schwerreichen Grossindustriellen aus Mühlheim an der Ruhr. Sie konnte sich den Beruf als Rennfahrerin leisten und war dabei auch relativ erfolgreich. Ihr Traum als erste Frau in einem serienmässigen Auto die Welt zu umrunden, bewog sie dazu, drei unerprobte, nagelneue Adler 6 zu bestellen und sich damit 1927 auf die grosse Reise zu machen. Gemeinsam mit dem schwedischen Kameramann Carl-Axel Söderström (weitere zwei Begleiter mussten frühzeitig die Reise abbrechen) schafften sie das Unmögliche und erreichten 1929 ihr Ziel: Berlin. Von der Reise brachten sie geniale Filmaufnahmen mit nach Hause, wovon von Anfang an ein Kinofilm geplant war. Der Film wurde aber erst Jahre später fertig und verfehlte dadurch sein Ziel vom grossen Publikum. Aus heutiger Sicht sind die Aufnahmen absolut sensationell und man erkennt die riesigen Probleme der Truppe sowie die unglaubliche Robustheit der Adler Fahrzeuge auf ihrer nahezu unmöglichen Reise.

Bereits 20 Jahre früher startete 1907 die erste Rallye von Peking nach Paris. Die Idee für das 16`000 km lange Rennen stammte damals von der Pariser Zeitung Le Matin, die am 31.1.1907 folgende Aufforderung veröffentlichte: "Was heute noch bewiesen werden muss, ist, dass ein Mann, solange er im Besitz eines Autos ist, alles tun und sich überall hin begeben kann. Gibt es jemanden, der diesen Sommer eine Fahrt per Automobil von Peking nach Paris unternehmen wird"?

40 Teams meldeten sich zum Rennen, 5 davon schafften schlussendlich die Reise nach Peking. Obwohl das Rennen bereits annulliert war, wurde doch gestartet. Die "Rennwagen" verliessen am 10.6. um 8:00 Uhr die chinesische Hauptstadt. Für das Rennen gab es weder Regeln, noch Kartenmaterial. Als Sieger erkor man einfach das erste Auto, das Paris erreichte. Die Siegerprämie, eine Magnum Flasche Mumm Champagner, holte sich der italienische Fürst Scipione Borghese mit seinen beiden Begleitern, Chauffeur und Mechaniker Ettore Guizzardi und Reporter Luigi Barzini vom "Corriere della Sera".

Vor sechs Jahren wurde die Rallye von Peking nach Paris für historische Automobile wiederbelebt. Heute ist alles etwas einfacher, dank Strassen und Google Maps, Mobil-Telefonen und Hotels. Trotzdem ist es ganz bestimmt für alle Teilnehmer ein Abenteuer mit mehr oder weniger grossen Kraftakten, muss doch schon im Minimum ein Jahr vor dem Start mit den Vorbereitungen begonnen werden. Ein passendes Auto muss nicht nur gefunden, sondern auch für die lange Reise auf mehr oder weniger schlechten Strassen vorbereitet werden. Die Ersatzteil-Logistik muss geplant werden und und und…

Mittlerweile haben die Autos der Teilnehmer ihre Reise nach Peking bereits angetreten. Gestartet wird aber erst in rund drei Monaten nämlich am 12. Juni.

Christian und Beppi Dillier mit ihrem Chrysler (© Daniel Reinhard)

Mit von der Partie der rund 120 Teilnehmer ist dieses Jahr auch das Innerschweizer Team mit Christian Dillier (58, rechts im Bild) und Beppi Dillier (59, links im Bild) aus Sarnen, im Kanton Obwalden. Sie werden mit ihrem Chrysler 70 aus dem Jahre 1930 die lange Reise von rund einem Monat unter die Räder nehmen.

 

Jaguar baut und baut und baut …

Daniel Reinhard - 24.03.2016

Jaguar XKSS (Werk) (© Jaguar / Werk)

Auf den Jaguar E-Type folgt jetzt auch noch der XKSS-Roadster. Neun Originalautos wurden beim Brand in der Browns Lane 1957 komplett zerstört. Jetzt werden sie nochmals gebaut und wie der Lightweight E-Type zu einem Preis von rund einer Million Pfund an ausgesuchte Kundschaft verteilt.

Der XKSS wurde damals als strassentaugliche Hommage an den Le-Mans Sieger D-Type gebaut. Eigentlich war es ein D-Type mit etwas mehr Komfort.

Jaguar XKSS 1955

Einerseits schön, dass man dieses Auto nicht vergisst, doch bei dem heutigen Wirrwarr von Replikas, Specials und anderen Unechtheiten werden auch hier wieder Fahrzeuge in die Welt gestreut, deren Alter und Authentizität in einigen Jahren oder Jahrzehnten plötzlich zu Diskussionen führen wird.

Ob die anderen Hersteller diesem Treiben untätig zuschauen? Es ist durchaus vorstellbar, dass auch andere Autobauer auf den Geschmack kommen und vielleicht sind schon bald ein Ferrari 250 GTO oder ein Alfa Romeo 33 Stradale wieder "normal" bestellbar, genauso wie ein Bugatti oder Alfa Romeo von PurSang. An den Chassis-Nummern wird es sicherlich nicht fehlen …

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Lenken Sie noch oder werden Sie bereits gelenkt?

Bruno von Rotz - 23.03.2016

Mercedes-Benz 220 SE Cabriolet (© Daniel Reinhard)

Wir sind immer wieder mit Autos aus der Vorkriegszeit unterwegs und haben dann auch das Vergnügen mit erheblichem Muskelaufwand in grosse (und nahe am Körper stehende) Lenkrad zu greifen. Die Entwicklung, die gerade die Lenkung und das Steuerrad durchgemacht haben, ist beeindruckend.

Federspeichen-Lenkrad des Singer Le Mans Sechszylinders

Noch niemand wagt so recht an autonom fahrende Autos zu denken, aber bereits der moderne Mittelklassewagen parkt heute selbständig ohne Lenkeingriff ein, hält den Wagen durch Lenkkorrekturen in der Spur oder ist gar in der Lage, im Stau dem Vordermann nachzufahren.

Das Lenkrad ist klein und hat einen dicken Kranz, Kraft ist kaum mehr nötig, denn eine Servolenkung ist heute omnipräsent. Selbst die früher übliche hydraulische Unterstützung wurde bereits wieder von elektrisch arbeitenden Systemen ersetzt.

Dabei hatte man vor 40 oder 50 Jahren schon Bedenken, auch nur schon eine leichte Servounterstützung zu bestellen, weil einem damit wenig Gefühl für die Strasse übermittelt wurde. Vor 20 oder 30 Jahren gab man diese Vorbehalte auf, selbst Sportwagen, der Porsche 964 hatte sie auch, wurden nun gerne mit der Lenkhilfe geordert. Und als vor einigen Jahren die elektrische Lenkunterstützung kam, trauerten die Autotester der klassischen Servolenkung nach, beklagten das geringere Lenkgefühl. Und in der Zukunft, wenn dann die Lenkarbeit vom Computer übernommen sein wird, werden wir uns an die schönen Zeiten erinnern, also wir noch selber am runden (oder halbrunden) Steuerrad drehen durften.

Das Lenkgefühl gibt einen Einblick in die Seele eines Autos, finden wir und freuen uns schon über das nächste Fahrzeug mit direkt durchgehender Lenksäule bis zur Spurstangen-Mechanik.

 

Radio als Wetterschutz?

Bruno von Rotz - 22.03.2016

Radio als Wetterschutz - aus einer Blaupunkt-Werbung 1966

Auf den ersten Blick würde man eine Werbung für Navigationssystem denken, aber natürlich gab es solche Hilfsmittel vor 50 Jahren noch nicht. Blaupunkt aber baute damals schon Autoradios und positionierte diese Ultrakurzwellen-Mittelwellen-Langwellen-Empfänger als rettenden Engel, denn: “Durch Ihr Blaupunkt Autoradio wird das Wetter nicht besser. Aber die Gefahr wird geringer.”

Schliesslich kamen die Warnungen vor schlechtem Wetter über den Äther und konnten so im Auto empfangen werden. “Für Ihre Sicherheit und zu Ihrer Unterhaltung: ein Blaupunkt Autoradio.”

Ja, so war das vor 50 Jahren und keiner hätte sich damals erträumt, dass aus dem Einschubradio einmal ein regelrechtes Rechenzentrum werden würde, das schliesslich gar den Fahrer zu ersetzen vermag (Stichwort: Autonomes Fahren). Und an grosse Bildschirme und 10 bis 20 Lautsprecher samt 700-Watt-Verstärker hätte man wohl auch kaum zu denken vermögen. Und dass dem führenden Autounterhaltungselektronik 50 Jahre später die Luft auszugehen droht, hätte man auch nicht geahnt.

Hier noch die ganze Werbung, die natürlich auch in unserem Archiv im Grossformat zu finden ist:

Werbung Blaupunkt - Radio als Wetterschutz (1966)

 

 

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