Wenn doch das Salz nicht wäre...
Sonntag früh auf dem Weg von Sevilla nach Malaga über die Gebirgsroute von Ronda traf ich plötzlich auf einen Konvoi Citroën, eine Méhari sowie zwei 2CV. Sie genossen ihre vielleicht erste Ausfahrt in die Berge. Das Ganze fand aber nicht etwa bei 25 Grad und eitlem Sonnenschein statt, sondern gerade mal bei drei Grad und starker Bewölkung. Ganz oben in den Bergen, mitten in der Null-Grad Grenze, umgeben von leicht angezuckerten Felswänden, angekommen, kamen mir fünf Piaggio-Vespas vergangener Tage entgegen.
Kurz vor Malaga, bei der allerletzten Tankgelegenheit vor der Rückgabe des Mietwagens am Flughafen standen zehn historische Fahrzeuge unterschiedlichster Baumuster in der Sonne bei nun 10 Grad aber dafür bissigem Wind. Eine Gruppe von Leuten, die noch auf die allerletzten Teilnehmer der Ausfahrt warteten, verköstigten sich im Rasthaus bei Kaffee und Croissants.
In Spanien können die Temperaturen auch immer wieder richtig frisch werden, das musste ich bereits auf diversen Fotoshootings, bei denen ich auf falsche Kleider gesetzt hatte, erkennen.
Die iberische Halbinsel kann mit Wind immer wieder Temperaturen weit unter zehn Grad liefern. Der Wind beisst sich durch alles und kühlt den Körper zunehmend aus. Auch sind bei weitem nicht alle Hotelzimmer gut isoliert und liefern trotz heissen Öfen kaum angenehme Zimmertemperaturen. So musste schon oft der Haarföhn seinen Dienst tun.
Was aber in Spanien kaum zum Einsatz kommt ist das Streusalz auf den Strassen. So können eigentlich mit guter Bekleidung oder geschlossenem Dach gute 365 Tage im Jahr mit dem geliebten Oldtimer gefahren werden.
Strassen haben sie viele, in traumhaften Gegenden und mit nur ganz geringem Verkehrsaufkommen.
Nur als kleiner Tip am Rande sei die Tour von Malaga in Richtung San Pedro del Alcantara, dann über den Berg hoch nach Ronda auf der A397 und weiter nach Sevilla empfohlen. Eine Reise von gut 250 km mit allem was das Herz, aber auch ein richtig heisser Motor begehrt.


























