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Eines der letzten ganz grossen Abenteuer: Die Rallye von Peking nach Paris

Daniel Reinhard - 25.03.2016

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Chrysler 70 von 1930 (© Daniel Reinhard)

Clärenore Stinnes (21.1.1901- 7.9.90) war die Tochter eines schwerreichen Grossindustriellen aus Mühlheim an der Ruhr. Sie konnte sich den Beruf als Rennfahrerin leisten und war dabei auch relativ erfolgreich. Ihr Traum als erste Frau in einem serienmässigen Auto die Welt zu umrunden, bewog sie dazu, drei unerprobte, nagelneue Adler 6 zu bestellen und sich damit 1927 auf die grosse Reise zu machen. Gemeinsam mit dem schwedischen Kameramann Carl-Axel Söderström (weitere zwei Begleiter mussten frühzeitig die Reise abbrechen) schafften sie das Unmögliche und erreichten 1929 ihr Ziel: Berlin. Von der Reise brachten sie geniale Filmaufnahmen mit nach Hause, wovon von Anfang an ein Kinofilm geplant war. Der Film wurde aber erst Jahre später fertig und verfehlte dadurch sein Ziel vom grossen Publikum. Aus heutiger Sicht sind die Aufnahmen absolut sensationell und man erkennt die riesigen Probleme der Truppe sowie die unglaubliche Robustheit der Adler Fahrzeuge auf ihrer nahezu unmöglichen Reise.

Bereits 20 Jahre früher startete 1907 die erste Rallye von Peking nach Paris. Die Idee für das 16`000 km lange Rennen stammte damals von der Pariser Zeitung Le Matin, die am 31.1.1907 folgende Aufforderung veröffentlichte: "Was heute noch bewiesen werden muss, ist, dass ein Mann, solange er im Besitz eines Autos ist, alles tun und sich überall hin begeben kann. Gibt es jemanden, der diesen Sommer eine Fahrt per Automobil von Peking nach Paris unternehmen wird"?

40 Teams meldeten sich zum Rennen, 5 davon schafften schlussendlich die Reise nach Peking. Obwohl das Rennen bereits annulliert war, wurde doch gestartet. Die "Rennwagen" verliessen am 10.6. um 8:00 Uhr die chinesische Hauptstadt. Für das Rennen gab es weder Regeln, noch Kartenmaterial. Als Sieger erkor man einfach das erste Auto, das Paris erreichte. Die Siegerprämie, eine Magnum Flasche Mumm Champagner, holte sich der italienische Fürst Scipione Borghese mit seinen beiden Begleitern, Chauffeur und Mechaniker Ettore Guizzardi und Reporter Luigi Barzini vom "Corriere della Sera".

Vor sechs Jahren wurde die Rallye von Peking nach Paris für historische Automobile wiederbelebt. Heute ist alles etwas einfacher, dank Strassen und Google Maps, Mobil-Telefonen und Hotels. Trotzdem ist es ganz bestimmt für alle Teilnehmer ein Abenteuer mit mehr oder weniger grossen Kraftakten, muss doch schon im Minimum ein Jahr vor dem Start mit den Vorbereitungen begonnen werden. Ein passendes Auto muss nicht nur gefunden, sondern auch für die lange Reise auf mehr oder weniger schlechten Strassen vorbereitet werden. Die Ersatzteil-Logistik muss geplant werden und und und…

Mittlerweile haben die Autos der Teilnehmer ihre Reise nach Peking bereits angetreten. Gestartet wird aber erst in rund drei Monaten nämlich am 12. Juni.

Christian und Beppi Dillier mit ihrem Chrysler (© Daniel Reinhard)

Mit von der Partie der rund 120 Teilnehmer ist dieses Jahr auch das Innerschweizer Team mit Christian Dillier (58, rechts im Bild) und Beppi Dillier (59, links im Bild) aus Sarnen, im Kanton Obwalden. Sie werden mit ihrem Chrysler 70 aus dem Jahre 1930 die lange Reise von rund einem Monat unter die Räder nehmen.

Neueste Kommentare

 
 
ma******:
31.03.2016
Viel Glück für alle, auch hier kann der Glaube Berge versetzen! Vielleicht braucht es einige Pneus wegen mieser Pisten und eine grosse Werkzeugkiste im Kofferraum. Solche Fahrer werden auch die meisten indischen Seiltänzertricks kennen wie man sich in ausweglosen Situationen aus der Patsche hilft. Ankommen wird das oberste Ziel sein. Die Elektronik fährt hier höchstens in der Armbanduhr mit!
Viel Spass allen Teilnehmern und immer einen Finger breit Luft unter Differential. frey.m@bluewin.ch
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