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Batterien halten im Oldtimer/Youngtimer länger als man denkt

Bruno von Rotz - 31.10.2016

Teaser Frage der Woche 69 - wie lange hält eine Batterie?

Bei wenig bewegten Fahrzeugen, und das sind die meisten Oldtimer und Youngtimer auch wegen der langen Winterzeit nun mal, wird die Batterie schnell zu einem der Problemzentren. Tiefentladungen können zum frühen Tod des Energiespenders führen. So halten die Batterien oftmals nur wenige Saisons. Mancher regelmässige Batteriekäufer ist schon froh, wenn sie vier Jahre halten. Die Batterie-Technik hat sich allerdings verbessert und dank Zubehörladegeräten kann man heute den Akku über den Winter in Form halten.

Mit einer “ Frage der Woche ” wollten wir eruieren, wie lange Batterien heute halten, und wir waren überrascht.

10% der Antwortenden gaben an, dass ihre Batterie auch schon einmal mehr als zehn Jahre ihren Dienst verrichte. Zwei Drittel der Oldimter-/Youngtimer-Besitzer hielten eine Lebensdauer von fünf bis neun Jahren durchaus realistisch (21% rapportierten fünf, 26% sechs, 18% bis zehn Jahre Lebensdauer).

11% berichteten von vier Jahren, die eine Batterie funktioniere, 5% von deren dreien und 3% von maximal zwei Jahren.

Weniger als zwei Jahre sind offenbar die absolute Ausnahme.

Im Schnitt kann man also annehmen, dass gemäss den Erfahrungen der Zwischengas-Leser hochgerechnet rund 6,3 Jahre Lebendauer von einer modernen Batterie im Oldtimer/Youngtimer erwartet werden kann. Nicht schlecht und sicher besser als erwartet!

Die Auswertung der Antworten sieht im Detail so aus:

Poll 69 - Auswertung der Frage der Woche "Wie lange hält die Batterie?"

Die Auswertungen der bisherigen Fragen der Woche können können alle in einem eigens eingerichteten Themenkanal nachgelesen werden.

Und bereits wurde eine nächste Frage der Woche gestellt. Dieses Mal geht es darum, ob Oldtimer-/Youngtimer-Fahrer ihren Wagen mit vollem oder leerem Tank einwintern .

 

Die Zeit zurückdrehen (Winterzeit)

Bruno von Rotz - 30.10.2016

REO Flying Cloud 1924

Gestern Nacht war es wieder einmal soweit, wir haben auf Winterzeit gewechselt und dabei eine Stunde “gewonnen”. Für den Oldtimer-Fahrer ist die Umstellung aber noch nicht vorüber, denn im alten Auto wird die Uhr nicht wie bei vielen modernen Fahrzeugen über das Navigations- oder GSM-Signal automatisch umgestellt.

Maserati 3500 GT Frua

Allerdings ist dies in ganz alten Autos auch kein grosses Problem, denn in der Frühzeit wurden fast ausschliesslich Uhren mit mechanischen Werken eingebaut und die blieben sowieso nach einer gewissen Zeit stehen, selbst wenn sie eine in der Werbung gross angekündigte lange Gangreserve hatten. Diese Uhren werden entsprechend heutzutage meist bei jeder Ausfahrt neu gestellt. Ähnlich verhält es sich mit den Uhren, die zwar elektrisch betrieben werden, aber wegen dem Abtrennen des Stroms zwecks Lebensverlängerung der Batterie natürlich ebenfalls stehen blieben.

Uhr im Audi von 1965

Somit wären also noch jene elektrischen Uhren um eine Stunde zurückzustellen, deren Stromspeisung immer intakt war. Meist lassen sich analoge Uhren auf einfachste Weise durch einen Drehknopf verstellen, während bei digitalen Varianten schon etwas mehr Nachdenken nötig ist. Mehr als eine Minute braucht man aber kaum dafür, die restlichen 59 Minuten der Zeitumstellung sind also tatsächlich “gewonnen”.

 

Geliebtes Lenkrad

Bruno von Rotz - 29.10.2016

Interieur mit Momo-Lenkrad - Alfa Romeo Alfasud Ti 1.5 1979

Wer heute ein Auto kauft, kommt kaum auf den Gedanken, das Lenkrad auszutauschen, Airbag und Knöpfchensteuerung sei dank. Vielleicht bietet der Hersteller sogar zwei oder drei verschiedenen Lenkräder zur Wahl an beim Neuwagen, aber das war’s dann.

Früher, sprich vor 30 oder 40 Jahren war das anders. Damals wurde der Neuwagen mit dem dafür vorgesehen Lenkrad vom Hersteller ausgerüstet, wenn einem dieses nicht gefiel, dann suchte man sich auf dem Zubehörmarkt eine Alternative. Raid, Momo, Nardi oder Moto Lita hiessen Hersteller, die gerne ein schöneres, sportlicheres oder anders dimensioniertes Ersatzlenkrad anboten, ergänzt um ein Zwischenstück, das dann zwischen Lenksäule und Lenkrad passte und fahrzeugspezifisch war.

Alfa Romeo Alfasud ti 1.5 1979

Natürlich konnte man das Lenkrad nicht nur am Neu- sondern auch am Gebrauchtwagen wechseln. Als ich mein erstes eigenes Auto kaufen konnte, da kam sofort ein kleineres Momo-Sportlenkrad mit Lederummantelung hinein, welches das vergleichsweise wenig griffgünstige Serienteil im Alfasud ersetzte. Und als ich den Alfasud wieder verkaufte, ging das Lenkrad natürlich nicht mit, sondern wurde ins nächste Auto, passenderweise wieder ein Alfa Romeo, übernommen. Als auch dieser Wagen weichen musste, geschah wieder dassalbe. Wieder wurde das eigene Sportlenkrad demontiert, das originale eingebaut. Das ging nach Lösen von ein paar Schrauben blitzschnell, zumal ja beim Alfasud nicht einmal die Hupe im Lenkrad war, sondern bei den Lenkstockhebeln. Nachher ruhte das Lenkrad einige Jahre in der Garage, bis es dann, fast ein Jahrzehnt später nochmals zum Einsatz kam, im nagelneuen Mazda MX-5. Eine neue Nabe reichte und das Momo-Lederlenkrad verströmte auch im Japaner italienischen Chic.

Mit dem Mazda wurde es dann mitverkauft einige Jahre später, sonst wäre es vielleicht noch durch weitere Autos gegangen. Eigentlich schade, dass ich es nicht mehr habe. Denn heute könnte man es bei einem Youngtimer wieder einbauen. Gerade gestern habe ich jemanden getroffen, der genau das gemacht hat. Sein Lenkrad aus der Jugendzeit sitzt jetzt wieder im Oldtimer, den er sich frisch aufgebaut hat …

P.S. Weil man damals schon gerne das Lenkrad gegen schönere Ware austauschte, kann ein "falsches" Lenkrad auch heute noch im Oldtimer die richtige (nicht anstössige) Wahl sein, solange das eingebaute Lenkrad zeitgenössisch passt. Aus diesem Grunde findet man auch heute in vielen komplett restaurierten Autos beispielsweise ein Nardi-Lenkrad ...

 

Fünf zukünftige Klassiker, die noch auf ihre Entdeckung warten?

Bruno von Rotz - 28.10.2016

BMW 330 xi Touring 2000 (© BMW AG)

Kürzlich erhielt ich einen Newsletter einer amerikanischen Versicherung, der fünf “stealth collectibles” aufführte, also Autos, die noch darauf warten, als Klassiker und Sammlerfahrzeug entdeckt zu werden. Solche Vorschläge werden ja nur allzu gerne geäussert und meist entfährt einem nicht einmal ein “aha”. In diesem Falle allerdings waren Autos darunter, die man hierzulande vermutlich durchaus auch einmal genauer unter die Lupe nehmen könnte.

Isuzu Trooper II von 1985

Aufgeführt wurde unter anderem der Isuzu Trooper, gebaut von 1981 bis 1991. Die erste Generation überzeugte durch ein gradliniges und schlichtes Styling und drehmomentstarke Motoren. Und es gab sie handgeschaltet.

Suzuki Samurai von 1988

Dann wurde der Suzuki Samurai genannt, der zwischen 1986 und 1995 verkauft wurde. Er war Teil des Erbes des auch hierzulande sehr beliebten Suzuki LJ80 (Jimny). Als SJ413 oder Samurai wurde er fast auf der ganzen Welt vermarktet und wie sein Vorgänger brillierte er mit guten Geländeeigenschaften. Von einigen wird er der Land Rover des kleinen Mannes genannt.

Sissan Silvia von 1993 (© Nissan)

Als dritter tauchte der Nissan 240 SX in der Liste auf. Hierzuland besser als Nissan Silvia bekannt und als 180 SX und 200 SX vermarket, verkörperte das elegante Coupé mit Heckantrieb japanische Sportlichkeit für vertretbares Geld. Viele wurden zu Drift-Spezialfahrzeugen umgebaut. Wenige haben überlebt.

VW Golf GTI 16V Mk II

Den VW Golf GTI Mk 2 muss man in Europa sicherlich niemandem vorstellen, für einige ist der der beste GTI, den Volkswagen je baute. In den USA wurde er auch mit viereckigen Scheinwerfern verkauft, in Europa behielt er die vom Mk 1 bekannten Rundscheinwerfer.

Der fünfte “Geheimtip” ging gleich an mehrere Modellreihen von BMW, genannt werden E30, E36 und E46 (Bild oben). Es müsse einfach ein Touring (also ein Kombi, “long roof version”) mit Handschaltung sein. Für diese Modelle werde heute in den USA schon deutlich mehr bezahlt als für vergleichbare Automatik-Limousinen.

Sie ticken etwas anders, unsere amerikanischen Freunde, aber sie haben erkannt, dass eine Handschaltung das Fahrvergnügen erhöhen kann. Gut so!

 

Klassikerperlen der Zukunft - Audi R8 e-tron

Bruno von Rotz - 27.10.2016

Audi R8 e-tron 2013 (© Audi)

Vor kurzem wurde die Produktion des Elektro-Sportwagens Audi R8 e-tron eingestellt, nicht einmal 100 Exemplare waren gefertigt worden. 462 PS und 920 Nm Drehmoment waren sicherlich eine Ansage, damit waren Fahrleistungen im Bereich der Supersportwagen möglich. Auch die Reichweite konnte sich mit etwa 450 Kilometern sehen lassen. Nur der Preis lag mit rund einer Million Euro in einer anderen Galaxie.

Heck des Audi R8 e-tron 2015 (© Audi)

Bereits die Entwicklung des elektrischen R8 verlief holprig, der Marktstart musste 2013 verschoben werden. Nach weiteren Entwicklungsschritten ab 2014 wurden dann einige Serienmodellle produziert. Den grössten Aufritt hatte der R8 e-tron mit Tony Stark, bekannt als “Iron Man” (Marvel Film), am Lenkrad.

Durchsichtszeichnung Audi R8 e-tron 2015 (© Audi)

Eigentlich würde der R8 ja bestens in die heutige Zeit passen und wer weiss, vermutlich wird er auch in die Zeit nach 2030 passen, wenn nur noch Elektroautos neu zugelassen werden können sollen. Falls man ihn dann noch warten kann und Ersatzbatterien erhält, weil ja heute installierten bis dahin wohl ausgelaugt sein werden.

Audi R8 e-tron 2010 (© Audi)

Die Chancen, ein teurer Klassiker zu werden, hat der R8 e-tron sicherlich nur schon wegen seiner Seltenheit, wie sich das preislich auswirken wird, werden wir sehen. Vielleicht taucht ja schon bald ein R8 e-tron an einer Versteigerung auf ….

Weitere Bilder gibt es hier zu sehen .

 

Gulf, eine unvergessene (fast) verschwundene Marke

Bruno von Rotz - 26.10.2016

Gulf-Werbung von 1968

“Gulf” ist eine Marke, die fast jeder kennt. Und die meisten wissen auch, dass es sich dabei um eine Erdölfirma handelt, respektive handelte. Tatsächlich hat wohl kaum jemand in den letzten Jahrzehnten je an einer Gulf-Tankstelle seinen Benzintank mit Treibstoff gefüllt, trotzdem bliebt der Marke ohne wesentliche Marketing-Anstrengungen (Chevron übernahm Gulf im Jahr 1984, danach verschwanden die Tankstellen hierzulande) im Gedächtnis der Leute.

Gulf-Produkte im Jahr 1968

Grund dafür sind die Rennwagen, die bis heute in Gulf-Bemalung an historischen Rennen auftreten, aber auch alte Film-Klassiker wie “Le Mans” von Steve McQueen.

Porsche 917 (Gulf) und Ferrari 512S an der Le Mans Classic 2012

Und selbst die Fans der damaligen Rennfahrer helfen mit, die Marke in Erinnerung zu halten, wenn sie ihren Porsche 911 oder Mazda MX5 mit den Farben hellblau und orange lackieren (oder bekleben).

Unvergessen aber sind auch die herrlichen Werbungen, wie sie zum Beispiel in amerikanischen Zeitschriften erschienen.

Gulf-Werbung von 1968 - Sujet 2

Die hier gezeigten Bilder stammen aus solchen Werbungen des Jahres 1968, in einer Bildermagie-Folge haben wir Gulf-Rennwagen und Werbesujets zusammengestellt . Viel Vergnügen!

P.S. Übrigens, in einigen Ländern kann man heute wieder Gulf-Benzin tanken, z.B. in den Niederlande.

 

Dynamik im Standbild

Daniel Reinhard - 25.10.2016

Triumph GT6 in Motor Klassik 11/2016

Was musste man nicht alles Unmögliche möglich machen, um ein Auto in seiner vollen Fahrdynamik zu zeigen. Zu Beginn der Fotografie war es schon allein schwierig, ein sich bewegendes Objekt statisch abzubilden. Doch das Ganze auch noch scharf in seiner dynamischen Umgebung zu zeigen, daran konnte lange Zeit nicht einmal gedacht werden.

Gezwungen von der geringen Filmempfindlichkeit und den damals noch lichtschwachen Objektiven musste bereits bei schlechtem Wetter die Verschlusszeit derartig verlängert werden, dass gezwungenermassen dynamische Aufnahmen entstanden sind. Viele davon aber waren unbrauchbar, nur wenige Aufnahmen zeigten sich druckreif. Das Meiste aber landete im Müll.

Eine Ausnahme ist die Aufnahme des Hataz Kleinautos “Der Bergkönig” beim Pforzheimer Bergrennen von 1923.

Hataz 4/14 PS

Ein sogenannter “Mitzieher" mit langer Verschlusszeit lässt den Hintergrund verschwimmen. Das Fahrzeug sollte sich dazu aber nur in der Horizontalen bewegen, eine zusätzliche Bewegung in der Vertikalen würde zu Unschärfe führen. Durch Mitziehen entstehen herrliche Bilder, immer vorausgesetzt der Fotograf beherrscht sein Handwerk und kann die Kamera auch wirklich im exakten Tempo des Fahrzeuges mitführen.

Die nächste Stufe der Dynamik kommt damit, dass sich nicht nur das fotografierte Objekt bewegt, sondern auch der Fotograf, zum Beispiel in einem vorausfahrenden Fahrzeug, um Bilder vom Hinterherfahrenden zu machen. Das Ganze will man natürlich nicht "einfrieren" lassen, sondern dynamisch zeigen, was nach längeren Verschlusszeiten verlangt.

Da hat man urplötzlich mit mehreren Faktoren zu kämpfen. Die Autos sollten ihre Abstände einhalten, nicht nach links oder rechts weichen, dazu muss die Strasse möglichst eben sein, so dass die Autos weder nach oben, noch nach unten wippen, natürlich inclusive dem Kamerafahrzeug. Der Fotograf muss nun auch noch die Kamera trotz des Fahreffektes aus Fliehkräften in alle Richtungen ruhig auf dem Objekt belassen.

Als spezielle Alternative zum sogenannten “car-to-car”-Bild kamen in manchen Situationen auch sogenannte Rigs zum Einsatz. Stativ-Arme, die ans Fotomodell geschraubt wurden. Die fernausgelöste Kamera fuhr mit dem Objekt mit, allfällige sichtbare “Fremdobjekte” mussten dann auf den Aufnahmen wegretuschiert werden.

BMW dynamisch

Mit der Digitalisierung nun der grosse Umbruch. Was früher mit sehr viel Aufwand teils auf abgesperrten Strassen stattfand wird heute ganz ruhig im Wohnzimmer gemacht.

Mit den heutigen Bildbearbeitungsprogrammen lässt sich so ziemlich alles realisieren. Man kann das Auto stehend fotografieren und später die komplette Dynamik bei der Bildbearbeitung realisieren. Oft stehen die Autos nicht einmal in der gezeigten Umgebung, sondern werden im Studio fotografiert und am Computer mit dem gewünschten Hintergrund verknüpft.

Früher wanderten fehlerhafte Dias in den Müll, nur die paar wenigen gelungenen Aufnahmen fanden Verwendung. Aber auch heute mit aller Computer-Technik ist man vor Fehlern nicht gefeit, wie ein Bild in der aktuellen Motor Klassik Nummer 11/2016 mit übersehenen "Falsch-Click" (Bild oben, achten Sie auf das aus Fahrersicht linke Vorderrad) zeigt. Beim Manipulieren des Wagens verschob sich ein Teil des linken Vorderrades am Triumph GT6. Aber wie heisst es so schön, wo gearbeitet wird da passieren auch Fehler.

Man muss an dieser Stelle aber auch mal ein ganz dickes Lob an die Stuttgarter richten, denn ihr Heft überzeugt fotografisch immer wieder. Jungs macht weiter so!

 

Die letzte Ausfahrt

Bruno von Rotz - 24.10.2016

Aus dem Cockpit des TVR 3000 S von 1978

Die Tage werde kürzer, die Nächte länger. Bereits spricht die Wetterfee von Schneefallgrenzen, die nur wenige hundert Meter oberhalb des eigenen Wohnorts liegen. Es ist nicht wegzudiskutieren, die Oldtimer-Saison scheint zu Ende zu gehen.

Wenn dann noch einige wärmende Sonnenstrahlen aufblitzen, denkt man plötzlich daran, den Oldtimer nochmals aus der Garage zu fahren. Wann hat er eigentlich zum letzten Mal Auslauf erhalten, ruft das schlechte Gewissen. Er sollte doch unbedingt nochmals richtig warm ums Herz bekommen vor dem langen Winter. Wer weiss, wie lange wir wieder bis zum nächsten Frühjahr warten müssen. Und jetzt ist die Gelegenheit zu einer Spitztour ja noch gut, denn es wurde bisher weder gesalzen, noch sind die Strassen ernsthaft nass.

Und so sitzen wir schon bald hinter dem Lenkrad, freuen uns am Sechszylinder-Soundtrack und denken, warum haben wir das nicht letztes Wochenende schon gemacht.

TVR 3000 S im Herbst 2016

Vielleicht war es die letzte Ausfahrt in diesem Jahr, aber vielleicht haben wir ja auch Glück und es kommt nochmals eine warme Spätherbstphase, bevor Schnee und Eis endgültig die Oberhand gewinnen. Wäre ja nur allzu schön, wenn wir den alten Wagen nochmals ausfahren könnten im Jahr 2016 …

 

Vielleicht ist es jetzt Zeit, den richtigen Porsche 924 zu kaufen?

Bruno von Rotz - 23.10.2016

Porsche 924 von 1977 (Catawiki)

Bekanntlich wurde ja dieses Jahr “40 Jahre Transaxle” gefeiert. Tatsächlich wurde der Porsche 924 und damit der erste Porsche mit der Motor-vorne-Getriebe-hinten-Anordnung im November 1975 der Presse vorgestellt. Und er machte von dort seinen Weg. Brummte vorerst noch der Motor aus dem Audi 100 in seinem Bug, wurde der später durch einen hauseigenen Vierzylinder ersetzt. Bis 1988 wurde der 924 in unterschiedlichen Konfigurationen gebaut, schon 1978 gab es ihn auch als Turbo, 1980/81 als Evolutionsmodell 924 Carrera GT und am Schluss auch noch als 924 S Variante.

Der 924 war also der erste sogenannte “Transaxle”-Porsche, 928, 944 und 968 erbten und variierten das Konzept, das bei Porsche nun schon über 20 Jahre Geschichte ist.

Heckansicht des Porsche 924 von 1977 (Catawiki)

War der Porsche 924 im Markt ein Erfolg, weil er neue Käufersegmente zu Porsche-Fahrern machte, so rümpften die sogenannten “Gusseisernen”, also die Hardcore-911-Fahrer, ob des komfortablen und praktischen Sportwagens immer die Nase. Und dies zeigt sich selbst heute noch in den Notierungen im Markt. Porsche 924 werden immer noch vergleichsweise günstig gehandelt, selbst die rarsten Modellvarianten schaffen kaum je den Sprung in sechsstellige Preise.

Dabei sind gar nicht allzu viele frühe Porsche 924 übrig geblieben und wer weiss, vielleicht wäre es jetzt Zeit, sich ein gut erhaltenes Modell in die Sammlung einzuverleiben.

Vom ersten Baujahr 1976 wurden beispielsweise nur gerade knapp über 5000 Exemplare gebaut und auch die 1977-er-Modelle findet man heutzutage nur sporadisch auf dem Markt.

Armaturen des Porsche 924 von 1977 (Catawiki)

Auf Catawiki gibt es momentan den hier abgebildeten signalgrünen Porsche 924 des Baujahres 1977 zu kaufen, der gerade einmal 32’450 km gelaufen sein soll. Es handelt sich dabei um ein japanisches Modell, das damals offiziell nach Japan gelangte und mit dem leicht gedrosselten Vierzylinder ausgerüstet wurde damals. Vor kurzem kam der linksgelenkte Wagen zurück nach Europa und er präsentiert sich gemäss den vorliegenden Fotos praktisch im Neuzustand. Gemäss Chassisnummer (9247300052) handelt es sich um ein sehr frühes Exemplar des zweiten Baujahres und mit Sicherheit um einen der ersten, wenn nicht gar den ersten 924, der überhaupt nach Japan importiert wurde.

Interieur des Porsche 924 von 1977 (Catawiki)

Der Schätzwert wurde bei EUR 18’000 bis 23’500 angesetzt, das aktuelle Höchstgebot (23. Oktober 2016, 08:00) liegt bereits bei EUR 17’500. Da der Mindestpreis damit erreicht ist, wird der Wagen sicherlich einen neuen Besitzer finden. Lange bammeln muss er nicht mehr, denn abends am 24. Oktober 2016 fällt der virtuelle Hammer der Online-Versteigerung.

Frühe 924 haben mit ihrem hohen VW-Teile-Anteil ihren eigenen Charme und sind natürlich aus historischer Sicht besonders interessant, zeigen sie doch, wie aus dem Volkswagen-Projektauftrag Schritt für Schritt ein richtiger Porsche wurde.

 

Ein Blick voraus - vor 20 Jahren im Jahr 1997

Bruno von Rotz - 22.10.2016

ADAC Motorwelt 1997

Als Oldtimer- und Youngtimer-Interessierte schauen wir ja grundsätzlich in die Vergangenheit, aber für einmal schauen wir jetzt auch voraus, nämlich in das Jahr, in dem die frischen Youngtimer des Jahres 2017 entstanden. Kompliziert? Nicht wirklich Wir meinen 1997.

Bisher ging unser Zeitschriftenarchiv mit den ADAC Motorwelt Ausgaben bis ins Jahr 1990, jetzt haben wir fleissig nachdigitalisiert und das Archiv um die Jahrgänge 1991 bis 2000 ergänzt. Und in den Zeitschriften des Jahres 1997 finden wir dann eben unter anderem auch jene Neuheiten, die wir im kommenden Jahr als Youngtimer-Frischlinge wiedersehen werden, darunter zum Beispiel die Mercedes-Benz A Klasse, der Smart oder VW Golf IV.

ADAC Motorwelt des Jahres 1997

Und weil wir gerade dabei waren, immerhin sprechen wir von zusätzlichen 13’492 Zeitschriftenseiten im Archiv, kamen auch noch zwei Jahrgänge unserer Partner-Zeitschrift SwissClassics Revue dazu, also die Jahre 2014 und 2015. Auch hier gibt es viele spannende Artikel zu lesen, etwa zum Renault 4CV, Triumph TR4 oder zum Audi Quattro.

SwissClassics im Zwischengas-Archiv - Jahrgänge 2014 udn 2015

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Oldtimer Galerie Toffen Versteigerung Swiss Classic World Luzern 2019: Oldtimer Galerie Toffen Versteigerung Swiss Classic World Luzern 2019