Wenn man trotzdem restaurieren muss
“Den besten kaufen”, lautet die häufig gehörte Empfehlung an Leute, die einen Oldtimer erwerben wollen. Eine Restaurierung lohnt sich rein ökonomisch gesehen selbst bei vielen Fahrzeugen der Hundert- bis Zweihundertausenden-Euro-Klasse noch nicht.
Aber was ist, wenn sich der teuer erstandene Note-2-oder-besser-Klassiker als Blender entpuppt und der hinzugezogene Spezialist (auch aus Sicherheitsüberlegungen heraus) eine Komplett-Restaurierung empfiehlt?
Dann ist der gutgläubige Oldtimer-Käufer gleich doppelt gelackmeiert, denn schliesslich hat er für das vermeintlich gute Stück ja auch einen hohen Preis bezahlt und muss nun auch noch die Restaurierungskosten aufbringen (wenn er das Problem nicht an einen anderen Besitzer weiterschiebt).
Die Restaurierungskosten eines in Teilen guten Wagens wiederum unterscheiden sich je nach Fahrzeugtyp gar nicht unbedingt deutlich von den Kosten eines kompletten Neuaufbaus eines Autos in schlechtem Zustand, vor allem dann nicht, wenn man gründlich vorgeht, will heissen den Wagen komplett zerlegt und “frame of” (also vom Rahmen her) restauriert und man bereits über ein umfangreiches Ersatzteillager verfügt.
In diesem Falle hätte sich tatsächlich der Kauf eines Wracks mehr gelohnt, wenn man denn hätte eines finden könnten. Eine Gelegenheit dafür bietet die kommende RM-/Sotheby's-Versteigerung anlässlich der Oldtimermesse in Mailand , von der auch die Symbolbilder dieses Beitrags stammen.


























