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Hätten Sie das Auto erkannt?

Bruno von Rotz - 30.06.2016

Kommendes Auto, vorausgeahnt 1970

Im April 1970 versuchte die Zeitschrift Auto Motor und Sport, zukünftige Modelle der grossen Hersteller vorauszuahnen. Was beim VW K70 ziemlich gut gelang, misslang beim Ford Taunus.

Der Opel Manta, den AMS als Opel Coupé mit 1,1- bis 1,9-Liter-Motoren ankündete, stimmte im Heckbereich auffallend gut mit dem späteren Serienmodell überein, während die Front nicht ganz getroffen war.

Kuhnert hiess der Zeichner und das Heft AMS 8/1970 ist als Ganzes natürlich in der Zwischengas-Mediathek aufgeführt.

Titelblatt Auto Motor und Sport Heft 8/1970

 

Very, very british

Marcel Widler - 29.06.2016

Siegerehrung beim Oldtimertreffen Schwägalp 2016

Nicht nur weil der Gastclub des RollsRoyce Enthusiast Clubs mit über einem Dutzend seiner Preziosen der Dreissiger- bis Achtzigerjahre den Weg auf die Schwägalp schaffte und viele englische Sportroadster bei offenem Verdeck an den Fuss des Säntis fuhren, erinnerte die Szenerie an Grossbritannien, auch das Wetter zeigte sich sehr britisch.

Dem Regen trotzten vergangenen Sonntag aber nicht nur die Autos von der Insel sondern noch weitere rund 120 Klassiker, die sich zum 11. Oldtimertreffen auf der Schwägalp im Osten der Schweiz einfanden.

Oldtimertreffen Schwägalp 2016

Stilvoll und dem Rahmen angepasst wirkten dann auch die Damen in Vintage-Bekleidung samt Pettycoat unter einem Regenschirm, welcher von galant gekleideten Herren getragen wurde und auf die Wertung des Concours d'Elegance warteten.

Dreizehn Fahrzeuge nahmen am Wettbewerb um den Prix d'Elegance teil. Bedingung war ein Alter von mindestens 50 Jahren. Der erste Preis wurde Markus Jaggi für seinen Rolls-Royce aus dem Jahr 1926 und mit 90 Betriebsjahren wohl dem ältesten Auto auf dem Platz überreicht. Bei den Motorrädern ging Peter Berner mit seinem BMW-Gespann als Sieger hervor.

Anstelle der traditionellen Festwirtschaft vor der imposanten Alpstein-Kulisse im Freien wurden die kalten Hände und Füsse in der neuen Parkgarage bei Musik und Grilladen aufgewärmt.

Genauso wenig wie die Briten liessen sich die Helvetier vom kaltnassen Wetter die Stimmung verderben. Bei bester Laune unterhielten sich die rund 300 Teilnehmer und viele Gäste über die gute alte Zeit, ein wenig Fussball und etwas Brexit.

 

Als Verkehrsregelung noch analog und menschlich war …

Bruno von Rotz - 28.06.2016

Verkehrsregelung am Bellevue in Zürich im Jahr 1965

Es ist rund 50 Jahre her, seit dieses Foto aufgenommen wurde. Es zeigt eine Verkehrspolizistin, die den Verkehr auf einer stark befahrenen Kreuzung leitet. Statt die Fahrzeuge mit Handzeichen zu stoppen, kann sie auf ein Kontrollpult zurückgreifen, das die Ampeln steuert.

Für Notfälle hat sie ein Telefon (mit Wählrad). Für eine bessere Übersicht einen Rückspiegel.

Wetten wir, dass diese Art der Verkehrsführung deutlich menschlicher und letztlich für Automobilisten und Fussgänger auch effizienter war als manches, was wir heute erleben?

Eine Bündnerin regelt den Verkehr am Bellevue in Zürich im Jahr 1965

Aufgenommen wurde die Aufnahme übrigens in Zürich und sie zeigt den Bellevue-Platz, am Kontrollpunkt sass eine von 30 Polizisten, notabene ursprünglich aus dem Kanton Graubünden stammend.

 

Eine Panhard-Limousine mit Kunststoff-Karosserie - weiss jemand mehr?

Bruno von Rotz - 27.06.2016

Panhard PL 17 mit Kunststoffkarosserie

Der Panhard PL 17 wies, im Gegensatz zu seinem Vorläufer, eine Stahlblech-Karosserie auf. So steht es in den Büchern. Doch kürzlich wurde uns das Bild eines ganz besonderen Panhard PL 17 zugestellt, es zeigt nämlich einen gelben Wagen mit Kunststoff-Karosserie.

Zwar ist bekannt, dass bei Panhard mit dem von Charles Deutsch entwickelten CD auch Kunststoff-Fahrzeuge gebaut wurden, doch dass es nun auch einen PL 17 mit Plastikaufbau geben solle, scheint neu. Vielleicht war es ein Versuchsexemplar, oder doch eine private Initiative?

Kunststoffaufbau beim Panhard PL 17

Während das Chassis aus Blech ist, besteht der ganze Karosserieaufbau aus GFK.

Weiss jemand mehr dazu? Wenn ja, dann einfach einen Kommentar verfassen oder ein Email schreiben!

 

Verbesserungen am Oldtimer-Interieur durchaus akzeptiert

Bruno von Rotz - 26.06.2016

Poll 61 - Interieur modifzieren beim Restaurieren? Frage der Woche

Früher oder später verlangen alte Autos nach umfassenden Restaurierungsarbeiten. Wenn dann alles zerlegt, repariert und neu gemacht wird, dann stellt sich natürlich auch die Frage, ob man nicht noch gleich ein paar Verschönerungen und Verbesserungen vornehmen will, zum Beispiel im Interieur. Teppiche statt Gummimatten (oder blankem Metall), Leder statt Vinyl/Plastik, Holzverzierungen oder andere Veränderungen sind da durchaus gang und gäbe.

Wir wollten daher wissen, was unsere Leser über Veränderungen am Interieur gegenüber der ursprünglichen Ausführung denken. In einer Frage der Woche konnten sie sich dazu äussern und für einmal zeigten sich die Beantwortenden liberal. 42% fanden nämlich, dass periodengerechte Veränderungen durchaus denkbar und sinnvoll seien, solange man den Wagen damals auch so kaufen konnte. Dies würde bedeuten, dass ein Tausch von Vinyl gegen Leder okay wäre, wenn das Auto damals auch mit Ledersitzen bestellt werden konnte.

30% zeigten sich allerdings weniger kompromissbereit, aus ihrer Sicht müssten beim Restaurieren Originalmaterialien eingesetzt werden und das Interieur wieder so instand gesetzt werden, wie es beim Neuwagen war.

20% können sich mehr Freiheit bei der Restaurierung des Interieurs vorstellen, solange der Gesamteindruck nicht gestört wird. Für diese Antwortenden wäre also auch ein komplettes Überziehen des Armaturenbretts mit Leder oder die Montage anderer Instrumente gangbar, solange es periodengerecht aussehen würde.

Nur fünf Prozent schliesslich finden, dass doch jeder machen solle, was ihm gefalle. Moderne Instrumente, farbige Interieurs, andere Sitze, usw. würden bei dieser Gruppe kein Missfallen auslösen.
Hier die Ergebnisse noch im einzelnen:

Ergebnisse der Umfrage Nr. 61 - Interieur beim Restaurieren verändern?

Bereits haben wir die nächste Frage der Woche gestellt, dieses Mal geht es darum, ob Oldtimerbesitzer an Technikkursen zur Weiterbildung interessiert wären.

Die Ergebnisse der bisherigen Fragen der Woche können alle in einem eigens eingerichteten Themenkanal nachgelesen werden.

 

Brexit und der Oldtimer

Bruno von Rotz - 25.06.2016

Stirling Moss nach Rekordfahrt im MG

Sie haben es also getan, die Briten. Sie haben der EU “Ade” gesagt und wurden an der Börse sogleich abgestraft. Das Pfund hat gegen anderen Währungen kurzfristig über und am Ende des Tages gut zehn Prozent an Wert verloren.

Wechselkurs-Chart Britisches Pfund versus Schweizer Franken am 24. Juni 2016

Damit sind britische Oldtimer innert Tagesfrist für Kontinental-Europäer um einen Zehntel günstiger geworden. Da könnte sich für manchen nun vielleicht ein langersehnter Wunsch erfüllen, ein Klassiker finanzierbar werden.

Vermutlich sollte man sich einfach als Europäer beeilen, das Geschäft ins Trockene zu bringen, aber zwei Jahre hat man wohl Zeit den Wagen zu überführen und zollfrei ins eigene Land zu importierten.

Der Wert des Pfunds und der Autos auf der Insel werden von den weiteren Schachzügen der Politiker bestimmt, der britischen Autoindustrie, sofern noch existent, aber wird eine sehr schwierige Zukunft vorausgesagt.

Für den internationalen Oldtimerhandel sind Währungsverschiebungen nur selten eine gute Sache, werden doch damit auch potentielle Käufer aus dem Markt gedrängt. Und über die langfristigen Auswirkungen des EU-Ausstiegs werden sich die Experten beider Lager wohl noch eine Weile streiten …

Eines aber ist sicher, wer sich gestern ein Auto an der Bonhams-Versteigerung anlässlich des Goodwood Festival of Speed gekauft hat und das Geld nicht in britischen Pfund hortete zuvor, der hat nun kurzfristig von einem Rabatt fast in der Höhe der Buyers Commission profitiert und kann sich wie Stirling Moss auf dem Bild oben einen guten Schluck genehmigen.

 

Back to the Future?

Daniel Reinhard - 24.06.2016

Ferrari F40 und BMW i8 an der Lenzerheide Motor Classics 2016 (© Daniel Reinhard)

Fährt hier die Zukunft hinter der Vergangenheit? Der Ferrari F40 war der Supersportwagen der Achtzigerjahre, der BMW i8 ist einer der überzeugendsten Ansätze überhaupt, Ökologie, Ökonomie und Sportlichkeit zu vereinen. Technisch haben die beiden Fahrzeuge wenig gemeinsam, aber sie beschleunigen in ungefähr derselben Zeit von 0 bis 100 km/h, also rund 4,5 Sekunden. Immerhin weisen sie beide eine Kunststoffkarosserie auf.

Bugatti 35 und Lancia Stratos (© Daniel Reinhard)

Diese hatte auch der Lancia Stratos HF , den wir hinter dem Bugatti 35 erblicken. Der Bugatti war in den Zwanzigerjahren vielleicht das, was der F40 in den Achtzigerjahren war. Nur, dass er auch im Rennbetrieb wirklich ausserordentlich erfolgreich war und natürlich auch auf der Strasse zu den Schnellsten gehörte. Der Lancia Stratos war eigentlich unvergleichlich. Entstanden aus einem Konzeptfahrzeug und entwickelt, um auf den Rallye-Pisten der Welt zum Dauersieger zu werden, was ihm auch über mehrere Jahre gelang.

F40, Stratos, Bugatti, sie sind alles unvergessliche Sportwagen und liefern auch Jahrzehnte später noch Impulse an Autokonstrukteure, wenn sie über Neues nachdenken. Ob sich der BMW i8 dereinst in diesen exklusiven Kreis einreihen können wird? Eines ist sicher, die vier Autos haben etwas gemeinsam, was leider vielen Alternativen abgeht, nämlich der Fokus auf Fahrfreude und die Kompromisslosigkeit, wenn es darum geht, Freude am Fahren zu vermitteln ...

 

Autos werden immer indirekter

Bruno von Rotz - 23.06.2016

Cockpit gestern und heute - Lamborghini Miura SV und BMW i8

Kürzlich fiel mir beim Fahren eines modernen Alltagsautos auf, dass wir heute eigentlich mehr Zeit mit dem Drücken von Knöpfen und Schaltern verbringen als mit tatsächlicher direkter Beeinflussung von Motorlauf, Bremse oder Fahrtrichtung. Die Geschwindigkeit beispielsweise ändert man durch den Tempomaten, statt das Gaspedal oder die Bremse zu betätigen. Statt das Licht einzuschalten, übergeben wir die Aufgabe einem sensorgesteuerten Computer.

Selbst die Fahrtrichtung können moderne Autos selbsttägig ändern, einparken sowieso. Da muss man noch nicht einmal auf das autonom fahrende Auto warten.

Vor 50 oder mehr Jahren war dies natürlich komplett anders, da wirkte sich jede Hand- oder Fussbewegung direkt auf die Fahrzeugmechanik aus, das Gaspedal war beispielsweise direkt mit der Drosselklappe und dem Vergaser verbunden.

Über die Zeit wurden immer neue Komfortmerkmale eingeführt, die im Prinzip dem Fahrer Arbeit, aber auch direkte Kontrolle abnahmen. Das automatische Getriebe besorgte das Wechseln der Gänge, Servopumpen unterstützten die Hand- und Fussgriffe, beliessen aber immerhin das Kommando noch dem Menschen. Mit der Einführung von ABS oder eben dem Tempomaten gingen die Aufgaben aber an den Wagen über, der nun mithilfe von Mechanik oder Elektronik selbstständig entscheiden konnte, wie stark gebremst oder beschleunigt zu werden brauchte.

Das mechanische Gaspedal ist schon längst einem Elektronikmechanismus, nur die Lenkung wirkt sich noch bis heute auf die Lenksäule und die Stellung der Räder aus, aber auch diese letzte Bastion der direkten (wenn auch servo- oder elektromotorunterstützten) Beeinfluss der Laufrichtung der Räder wird über kurz oder lang einem “Steering-by-wire”, also einem entkoppeltem Lenksignal über elektrische Leiterbahnen weichen.

Kein Wunder faszinieren die alten und einfachen Oldtimer so viele Leute, gegen sie uns doch wieder die Kontrolle über die Technik zurück. Und das fühlt sich eben gut an!

 

Bekannt oder doch nicht?

Daniel Reinhard - 22.06.2016

Mystery Car 1979 am Oldtimer Grand Prix (© Josef Reinhard / Archiv Daniel Reinhard)

1979 wurde das abgebildete Fahrzeug am Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring von meinem Vater auf dem Parkplatz gesichtet. Vermutlich handelt es sich um einen umfangreich modifizierten Mercedes-Benz 300 SL Roadster. Oder etwas völlig anderes. Es hätte wohl ein 300 SLR werden sollen, aber dieser Schuss ging wohl einigermassen daneben.

Kann sich jemand an dieses Auto erinnern? Wurde es irgendwo gesehen und existiert es noch immer in dieser Version oder wurde der Wagen wieder zurückgebaut?

Vielleicht gibt es unter unseren Lesern jemand, der eine oder alle diese Fragen beantworten kann? Wir sind gespannt!

 

Wir bauen mal wieder

Bruno von Rotz - 21.06.2016

Wir bauen mal wieder - Werbeplakat im Jahr 1965

War früher wirklich alles besser? Offenbar sind Verkehrshindernisse wegen Baustellen keine Erfindung der Neuzeit, denn schon vor über 50 Jahren sahen sich die Behörden bemüssigt, auf längere Bautätigkeiten hinzuweisen. Immerhin aber tat man dies damals mit Humor und künstlerischem Geschick …

 

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