Brexit und der Oldtimer
Sie haben es also getan, die Briten. Sie haben der EU “Ade” gesagt und wurden an der Börse sogleich abgestraft. Das Pfund hat gegen anderen Währungen kurzfristig über und am Ende des Tages gut zehn Prozent an Wert verloren.
Damit sind britische Oldtimer innert Tagesfrist für Kontinental-Europäer um einen Zehntel günstiger geworden. Da könnte sich für manchen nun vielleicht ein langersehnter Wunsch erfüllen, ein Klassiker finanzierbar werden.
Vermutlich sollte man sich einfach als Europäer beeilen, das Geschäft ins Trockene zu bringen, aber zwei Jahre hat man wohl Zeit den Wagen zu überführen und zollfrei ins eigene Land zu importierten.
Der Wert des Pfunds und der Autos auf der Insel werden von den weiteren Schachzügen der Politiker bestimmt, der britischen Autoindustrie, sofern noch existent, aber wird eine sehr schwierige Zukunft vorausgesagt.
Für den internationalen Oldtimerhandel sind Währungsverschiebungen nur selten eine gute Sache, werden doch damit auch potentielle Käufer aus dem Markt gedrängt. Und über die langfristigen Auswirkungen des EU-Ausstiegs werden sich die Experten beider Lager wohl noch eine Weile streiten …
Eines aber ist sicher, wer sich gestern ein Auto an der Bonhams-Versteigerung anlässlich des Goodwood Festival of Speed gekauft hat und das Geld nicht in britischen Pfund hortete zuvor, der hat nun kurzfristig von einem Rabatt fast in der Höhe der Buyers Commission profitiert und kann sich wie Stirling Moss auf dem Bild oben einen guten Schluck genehmigen.


























