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Was heisst eigentlich “original”?

Bruno von Rotz - 06.06.2016

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VW Käfer 1960 am GP Mutschellen 2016 (© Daniel Reinhard)

Wenn ein Begriff heute im Zusammenhang mit alten Autos beinahe inflationär verwendet wird, dann ist es “original”. Man schaue sich nur einmal die Kleinanzeigen in Oldtimermagazinen an. Dort wird gerne von Originalzustand, Originalmotor, Originalfarbe erzählt. Und so ganz klar, was damit gemeint ist, ist es eigentlich nicht.

Ein Auto war im Prinzip ja nur einmal komplett original, nämlich dann, als es die Fabrik verlassen hat. Kaum wurde der Wagen vom ersten Besitzer übernommen, da begannen auch schon bald erste Eingriffe. Natürlich wurden Verschleissteile ersetzt, aber oftmals mussten schnell auch andere Teile daran glauben. Zudem gab es gerade in der automobilen Frühzeit viel an den Fahrzeugen zu verbessern. Entsprechend sind gerade originale Vorkriegsautos sicherlich ausserordentlich selten.

VW Käfer mit nachgerüsteten Doppelscheinwerfern am O iO 2016 (© Bruno von Rotz)

So sprechen einige Oldtimerexperten immer noch von “original”, wenn Veränderungen in den ersten zehn Jahren geschehen sind. Andere öffnen die Definition weiter und reden von der “aktiven Gebrauchsphase” (meist 30 Jahre) und bezeichnen den Zustand originalgetreu, wenn allfällige Veränderungen aus den ersten 30 Jahren stammen.

Albar VW Käfer (© Oldtimer Galerie Toffen)

Ganz schwierig wird es natürlich bei komplett restaurierten Fahrzeugen. Allzu gerne werden dabei Verbesserungen vorgenommen, die eigentlich nicht mehr mit einem Originalzustand zu vereinbaren wären. Trotzdem sieht man solche Beschreibungen nur allzu oft: Komplett restauriert,viele Verbesserungen, Originalzustand.

Neueste Kommentare

 
 
dagamba:
10.06.2016 (14:41)
Moinsen!

"Du, dat es nech oregenool! Un guck ma, die Reifen, dat es ouk nech oregenool!"

Glaub, da müsst man mal Begriffe verankern wie "original", "original erhalten", "originalgetreu", auch gerne: "perfekt originalgetreu" und "zeitgenössich". Aber bis sich das durchsetzt, muss halt jeder selber entscheiden, was er will, und bei einem Kauf genau danach fragen und danach bemessen, was er für wieviel kauft.

Was mich etwas stört, sind die vielen "Specials". Dafür wurden - und werden leider immer noch! - allzuhäufig halbwegs gesunde wunderschöne Limousinen geopfert, um "irgendwas sportliches" zu bauen. Ich bin der Meinung, dass sogenannten Specials, wenn sie denn nicht selbst schon vor 30 Jahren geschaffen wurden, die Zulassung als Oldtimer erschwert werden sollte. Nur, wer von unrettbaren Resten einen Special oder eine Rekreation eines damals besonderen Wagens erzeugt und nicht einen gesunden Wagen geopfert hat, der sollte den Segen zum Oldtimer erhalten. Das ist allerdings mit dem Nachweis schwierig. 2 Besitzergenerationen später ist alles bereits vergessen...

Auch den wilden Ausstattungen klassischer Originalautos mit moderner Technik sollte unbedingt ein Riegel vorgeschoben werden. Nicht, weil ich den Geschmack anderer nicht akzeptiere, sondern weil Leuten, die ein solches Auto suchen, diese Autos einfach entzogen werden, nach diesem Eingriff sind sie unrettbar zerstört. Das wäre, als ob man einem Menschen ein neues Hirn und Gedächtnis einpflanzen würde. Und der Aufwand, mit dem diese Chimären produziert werden, würde auch einen kompletten Nachbau bis zur letzten Schraube mit ausschließlich unoriginalen Neuteilen ermöglichen!

Es sollten schon noch Grenzen zur "Originalität" oder zum "Zeitgenössischen" gezogen werden, unbedingt.
ro******:
10.06.2016 (07:58)
Für mich sind Diskussionen über die Originalität eines Fahrzeuges reine Zeitverschwendung.Jede und jeder hat eine andere Meinung was Original ist und was nicht,ich eingeschlossen,im Endeffekt wertet man immer.(Daumen hoch Daumen runter)
Ein altes Fahrzeug weckt bei mir positive oder negative Emotionen unabhängig von der Preisklasse oder Zustand oder "Originalität",
Darum benutze ich die Zeit lieber um mit meinem Special herumzufahren und das hier und jetzt voll zu geniessen.
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