Heckfenster - Entwicklung vorwärts und rückwärts
Heute ist der Brezel-Käfer, also jener mit der zweigeteilten Heckscheibe, Kult. Aber damals, als er gebaut wurde, galten diese kleinen Fenster hinten schon bald als äusserst unmodern. Und so wuchs die Heckscheibe bei jedem grösseren Käfer-Facelift. Es gab dann den “Ovali” und es folgten Varianten mit immer grösseren Heckscheiben. Es wurde gar kolportiert, dass das einzige, was Pinin Farina am VW Käfer ändern wollte, die Grösse der Heckscheibe war.
Der richtige “Durchbruch” kam dann allerdings mit dem VW Golf im Jahr 1974, eine riesige Heckscheibe und generell grosse Fensterflächen dank niedriger Gürtellinie. Sowieso waren die Autos der Siebziger- und Achtzigerjahre jene mit der besten Rundumsicht im Automobil, sozusagen mit einem fast “barrierefreie” Blick nach draussen. Und da war vermutlich Volkswagen noch nicht einmal bei den besten.
Doch in den nächsten Jahrzehnten und vor allem in den letzten zehn Jahren schrumpften die Heckscheiben wieder und so bietet ein moderner VW ID.3 (Bild oben links) eine vergleichsweise bescheidene Sicht durch die Scheibe am Heck, welche teilweise auch noch mit Folie abgedeckt ist. Auch nach schräg hinten hat man früher besser gesehen. Kompensiert wird dies beim modernen Auto natürlich durch allerlei Sensoren und eine Rückfahrkamera, was wiederum dazu führt, dass man als Fahrer beim Einparken gar nicht mehr weiss, wohin man schauen soll, nämlich auf den Monitor oder durch die Heckscheibe.
Es fällt ja doch sehr auf, dass Autofahrer mit modernen Fahrzeugen deutlich länger zum Parken brauchen als etwa ein Oldie-Fahrer im Ur-Golf …

























