Weitere zwei Jahre später: Der Porsche 930 Turbo zieht gegen den VW Käfer endgültig den Kürzeren

Bruno von Rotz
02.03.2021

VW Käfer versus Porsche Turbo

Es war vor vier Jahren, als wir unsere Leser fragten , welcher von fünf Klassiker sich wertmässig wohl am besten entwickeln würde. 40 % der Leser wählten damals den Porsche 930 Turbo (3.3 Liter) von 1977 als Garant für den stärksten Preisanstieg, gefolgt vom VW Käfer 1200 von 1961, der zusammen mit dem Ferrari 328 GTS von 1988 mit je 15 % den zweiten Platz teilte. Auf Rang 4 lief der Jaguar E-Type 4.2 Litre Convertible von 1964 (14%) ein, auf Platz 5 der Maserati Khamsin mit 13 % der Stimmen.

Vor zwei Jahren verglichen wir denn, wie sich die Autos im Wert entwickelt hatten. Der Käfer hatte sich an die Spitze gesetzt, gefolgt vom Jaguar E-Type und dem Ferrari 328 GTS.

Jetzt sind weitere zwei Jahre vergangen, da lohnt es sich, die Entwicklung erneut zu beobachten.

Und tatsächlich hat sich die Situation nochmals geändert. Der VW Käfer hält mit gegenüber 2017 27 % unangefochten die Spitze, auf Platz 2 aufgerückt ist aber der Ferrari 328 GTS, der in den vier Jahren immerhin um 15% zulegen konnte.

Die anderen drei Autos, also der Porsche, der Maserati und der Jaguar, verloren zwischen sieben und neun Prozent an Wert.

Hier nun der Vergleich über vier Jahre:

  März 2017 März 2019 März 2021 Diff 17-19 Diff 17-21
VW Käfer 1200 Standard von 1961 15400 17600 19500 14% 27%
Ferrari 328 GTS von 1988 80000 82000 92000 3% 15%
Porsche 911/930 Turbo 3.3 von 1977 115000 116000 107000 1% -7%
Jaguar E-Type Serie 1 4.2 Litre Convertible von 1964 122100 134000 111000 10% -9%
Maserati Khamsin 4900 von 1976 145000 140000 134000 -3% -8%


Wer also einen Käfer gekauft hätte 2017, wäre finanziell im relativen Vergleich am besten gefahren, während die exotischeren Autos wohl mehr für Besitzerstolz als Wertgewinn zuständig waren.

Ferrari 328 GTS (© Daniel Reinhard)

Absolut gesehen hätte der Ferrari-Käufer natürlich mehr Geld “verdient” als der Käferbesitzer, EUR 12’000 gegen 4100. Und den Maserati-Eigner hätten wohl die Wartungskosten mehr geärgert als den überschaubaren Wertverlust.

Und die ganze Betrachtung stimmt natürlich nur soweit, als man die Classic-Data-Bewertungen (gemäss Zustand 2) als Gradmesser nehmen kann.

Wir melden uns dann hierzu in zwei Jahren wieder …

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