Ein, zwei und drei Striche

Bruno von Rotz
26.03.2021

Armaturenbrett Mercedes-Benz 200 von 1982 (© Bruno von Rotz)

Man stelle sich vor, der moderne ID.3- oder Tesla-Fahrer setzt sich in einen Mercedes-Benz 200 der Achtzigerjahre und schaut den Tacho an. Was sollen denn diese Strichmarkierungen? Römische Zahlen auf einer Geschwindigkeitsanzeige?

Klassikerfahrer und Leute, die mit diesen Autos aufgewachsen sind, erinnern sich natürlich noch. Das waren die spätesten Schaltpunkte, um vom 1. in den 2., vom 2. in den 3. oder vom 3. in den 4. Gang zu schalten. Schliesslich hatten damals viele Autos keinen Drehzahlmesser und so hatte man wenigstens einen Hinweis, dass nun der nächste Gang fällig wäre. Meistens hatte man das aber sowieso im Ohr.

Vermutlich sind aber nicht nur Elektroauto-Fahrer durch die Strichmarkierungen irritiert, denn selbst Leute, die im modernen Wagen mit Verbrennungsmotor gross geworden sind, können sich kaum noch an die Zeit erinnern, als vier Vorwärtsgänge (oder manchmal auch deren drei) reichten, um sämtliche Fahrsituationen zu meistern.

P.S. Die Striche fand man teilweise natürlich auch auf Autos mit Drehzahlmessern, war ja schliesslich günstiger, für alle Ausführungen dieselben Tachos zu verwenden …

Archivierte Einträge:

von ga******
30.03.2021 (06:36)
Antworten
Die Striche sind doch hilfreich für Menschen die nur selten einen Schaltwagen fahren - und bestätigt dem erfahreren Fahrer dass er zum richtigen Zeitpunkt geschaltet hat.
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