Bild Kooperations-Partner
Angebot eines Partners

Multifunktionslenkrad, ein alter Hut

Bruno von Rotz
14.02.2020

Lenkrad Rolls-Royce Phantom 1 von 1938 (© Daniel Reinhard)

In den Achtzigerjahren waren Multifunktionslenkräder, unter anderem propagiert von Rainer Buchmann , der letzte Schrei, seither haben sie sich zunächst langsam, dann zunehmend schneller durchgesetzt. Heute kann man kaum mehr ein Auto kaufen, an dem nicht ein Teil der Funktionen über Tasten am Lenkrad bedient werden könnte.

Dabei waren doch eigentlich Zusatzfunktionen am Lenkrad schon in den Achtzigerjahren ein alter Hut. In den Zwanziger- und Dreissigerjahren (und noch einige Jahre nach dem Krieg) hatten Autokonstrukteure nämlich auch immer wieder gerne Bedienungselemente am Lenkrad vorgesehen, meist an der Nabe mit Drehhebeln.

Nabe des Lenkrads beim Rolls-Royce Phantom 1 von 1938 (© Daniel Reinhard)

Und das waren nicht einfach irgendwelche nebensächlichen Aufgaben, die da in der Lenkradmitte (hier gezeigt an einem Rolls-Royce Phantom I Ascot Tourer von 1930) verrichtet werden konnten, sondern vitale Sachen. So konnte an diesen Hebeln die Zündung vor- oder nachgestellt werden, je nachdem, ob der Motor kalt oder warm, gefordert oder unbelastet war. Ein weiterer Hebel erlaubte das Anreichern des Vergasergemisches, wenn man beispielsweise in höhere Lagen fuhr. Und viele Autos hatten auch eine Handgas-Einstellvorrichtung, die es erlaubte, den Fuss vom Gaspedal zu nehmen, im Prinzip eine einfache Variante des Tempomaten.

Wer diese Hebel nicht gut zu nutzen im Stande war, gehörte kaum zu den effizientesten und schnellsten Chauffeuren …

Bild Kooperations-Partner
Bild Kooperations-Partner
Angebote unserer Partner
Bild Kooperations-Partner
Angebot eines Partners
Bild Kooperations-Partner
Angebot eines Partners
Loading...
Oha! Kostenlos Texte und Fotos sehen?
Zwischengas auf allen Geräten
Einfach hier anmelden:
Neu hier?
1x kostenlos registrieren und dauerhaft Inhalte freischalten!