Diebstahlschutz einst und heute
Die Zeiten ändern sich, die bösen Buben nicht. Vor 50 Jahren wurden genauso Autos gestohlen wie heute. Die verwendeten Mittel allerdings könnten unterschiedlicher nicht sein. Denn die Automobilindustrie hat ja einiges getan, um den Dieben den Erfolg so schwierig wie möglich zu machen. Allerdings haben die Autobauer auch immer wieder neue Komfortmerkmale erfunden, die den Diebstahl erleichtern.
Waren es früher die vorderen Ausstellfenster, die man einfach aufdrücken konnte, die griffgünstigen Verriegelungsstöpsel, die man mit einem einfachen Draht durch den ausgehebelten Fensterrahmen hochziehen konnte, oder die leicht auffindbaren Drähte unter dem Armaturenbrett, die man zusammenhalten musste, um den Motor zu starten (wird in vielen Krimis so demonstriert), so kommen die Kriminellen heute mit Computer- und Empfänger-Geräten daher und können so dem Autobesitzer sozusagen die Zugriffsberechtigung des mit “Keyless go” (das Auto lässt sich öffnen und starten, während der Schlüssel im Sack bleibt) ausgerüsteten Fahrzeugs aus der Tasche (oder dem Haus) ziehen. Für 35’000 Euro könne man sich eine derartige Diebstahlsicherung im Osten beschaffen, stand kürzlich beim Spiegel Online geschrieben, das ist immerhin deutlich teurer als ein Draht und ein Brecheisen. Trotzdem macht sich die “Investition” bereits mit einem Auto bezahlt.
Und noch etwas ist gleichgeblieben, immer gab es auch Gegenmittel, um es den Dieben schwieriger zu machen. Früher waren dies versteckte Hauptschalter oder eine mechanische Sperre des Lenkrads, heute soll offensichtliche ein dreifaches Umwickeln des Schlüssels mit Alufolie verhindern können, dass die Signale des Schlüssels abgefangen werden. Ja, stimmt, auch das ist gleich geblieben, Diebstahlschutz ist mühsam und wider den Komfortgedanken.
























