Diebstahlschutz einst und heute

Bruno von Rotz
24.11.2016

Autoschlüssel einst und heute

Die Zeiten ändern sich, die bösen Buben nicht. Vor 50 Jahren wurden genauso Autos gestohlen wie heute. Die verwendeten Mittel allerdings könnten unterschiedlicher nicht sein. Denn die Automobilindustrie hat ja einiges getan, um den Dieben den Erfolg so schwierig wie möglich zu machen. Allerdings haben die Autobauer auch immer wieder neue Komfortmerkmale erfunden, die den Diebstahl erleichtern.

Waren es früher die vorderen Ausstellfenster, die man einfach aufdrücken konnte, die griffgünstigen Verriegelungsstöpsel, die man mit einem einfachen Draht durch den ausgehebelten Fensterrahmen hochziehen konnte, oder die leicht auffindbaren Drähte unter dem Armaturenbrett, die man zusammenhalten musste, um den Motor zu starten (wird in vielen Krimis so demonstriert), so kommen die Kriminellen heute mit Computer- und Empfänger-Geräten daher und können so dem Autobesitzer sozusagen die Zugriffsberechtigung des mit “Keyless go” (das Auto lässt sich öffnen und starten, während der Schlüssel im Sack bleibt) ausgerüsteten Fahrzeugs aus der Tasche (oder dem Haus) ziehen. Für 35’000 Euro könne man sich eine derartige Diebstahlsicherung im Osten beschaffen, stand kürzlich beim Spiegel Online geschrieben, das ist immerhin deutlich teurer als ein Draht und ein Brecheisen. Trotzdem macht sich die “Investition” bereits mit einem Auto bezahlt.

Und noch etwas ist gleichgeblieben, immer gab es auch Gegenmittel, um es den Dieben schwieriger zu machen. Früher waren dies versteckte Hauptschalter oder eine mechanische Sperre des Lenkrads, heute soll offensichtliche ein dreifaches Umwickeln des Schlüssels mit Alufolie verhindern können, dass die Signale des Schlüssels abgefangen werden. Ja, stimmt, auch das ist gleich geblieben, Diebstahlschutz ist mühsam und wider den Komfortgedanken.

Archivierte Einträge:

von ma******
29.11.2016 (23:08)
Antworten
Diebstahlschutz:
Wenn ich in gewisse Länder reise, Balkan, Rumänien etc. sehe ich mir genau an, wo ich den Wagen parke. Vermutlich ist er sehr sicher bei Uebernachtung bei Privaten abseits der Städte. Die Einheimischen sehen es als ihre Pflicht, den Reisenden zu helfen und wohlgesinnt zu sein. So habe ich es erfahren. Natürlich kann die eigene Vorstellung auch mal daneben gehen, klar. Zudem stelle ich den Wagen nie auf einem abgelegenen Wanderparkplatz ab und ich verwende immer einen massiven Lenkrad-Diebstahlschutz. Dieses Teil muss man mit einem Winkelschleifer mit Trennscheibe entfernen, was im Interieur schnell grosse Schäden verursachen kann und irgendwo auf einem Parkplatz unmöglich ist. Wagen aufladen ist dann die Bedingung. Eine relativ sichere Methode ist der Besitz eines alten Ostautos, z. B. ein lädierter Lada Niva wird den Dieben kaum als lukrativ für einen Diebstahl vorkommen. Aufgepasst bei bewachten Parkplätzen z.B. in Osteuropa: Bewacht garantiert nicht, dass der Wagen nicht gestohlen werden kann! Es könnte schliesslich sein, dass die Bewacher mit den Dieben gemeinsame Sache machen! Auch ein mit Fensterscheibenscherben übersäter Hotelparkplatz in Tschechien hinterliess ein ungutes Gefühl. Der extra bezahlte Bewacher schlief bei der Kontrolle morgens um 5 ruhig in seinem Lada!
In Albanien in den Bergen warnte mich ein Einheimischer vor seinen schlechten Landsleuten. Die Ganoven kämen vor dem Eindunkeln aus ihren Löchern um ihrem trickreichen Handwerk nachzugehen. Ich übernachtete schliesslich in einem Hotel, das offenbar einem Clan gehörte, der keine Rechnungen und keine Quittungen ausstellt!!! Passiert ist nichts, bloss musste ich meinen V6 etwas in den Hintergrund stellen, damit er nicht mit einem Kranwagen in Strassennähe nachts aufgeladen werde.
Gute Fahrt allen, die den Wagen immer wieder da finden wo sie ihn parkten!
frey.m@bluewin.ch
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