Als der Weihnachtsmann beinahe strandete …
Es war der 24. Dezember. Wie jedes Jahr wurden den Weihnachtsmänner im Hauptquartier in Rovaniemi ihre Autos, die Geschenke zur Auslieferung und die Zielgebiete zugeteilt. Und frohgemut machte sich unser Weihnachtsmann auf den Weg. Man hatte ihm noch mitgeteilt, dass sein Wagen verbessert und optimiert worden wäre, schliesslich gehe man mit der Zeit, von wegen CO2-Neutralität und so.
Tatsächlich fühlte sich sein Auto anders an. Der Antritt war stupend, der Motor gar nicht zu hören. Aber unser Weihnachtsmann machte sich keine Gedanken und fuhr durch die finnischen Wälder dem Süden entgegen. Bis er plötzlich stehen blieb. “Was ist denn nun?”, fragte er sich. Als technisch versierter Mensch öffnete er sofort die Motorhaube … und erschrak. Da war ja gar kein richtiger Verbrennungsmotor zu sehen, nur ein grauer Block und viele Kabel, dazu Starkstrom-Warnungen. Langsam dämmerte es dem Weihnachtsmann. Er fuhr elektrisch oder er hatte es mindestens bis dahin getan. Aber wo, um Himmels willen, konnte er inmitten der verschneiten finnischen Wälder eine Wallbox finden, die ihm den nötigen elektrischen Strom zur Verfügung stellen konnte. Weit und breit war kein Mensch zu sehen, geschweige denn eine Stromtankstelle.
Der Weihnachtsmann begann zu verzweifeln und still über die moderne Technik zu fluchen: “Früher, ja früher, da war ….”
Doch weiter kamen nicht. Denn plötzlich bohrten sich grelle Lichtkegel durch das Dunkel und knurrend näherten sich mehrere Fahrzeuge. Sie hielten an, als sie den gestrandeten Weihnachtsmann mit seiner wichtigen Fracht sahen.
“Können wir helfen?”
Jetzt erkannte auch der Weihnachtsmann die nicht mehr ganz jungen Männer, die da in ihren schneetauglichen Autos herangebraust waren.
Der eine hiess Hannu Mikkola, der zweite Rauno Aaltonen und der dritte wurde Marcus Grönholm genannt. Es waren allesamt Rallye-Fahrer und sie kamen wie gerufen!
“Ja, klar”, sagte der Weihnachtsmann, “ich muss auf schnellstem Weg in den Süden, um die Geschenke auszuliefern”.
Hannu, Rauno und Marcus zögerten nicht lange. Sie packten die bunten Päckchen in ihre Rallye-Autos. Mikkola bot dem Weihnachtsmann den Beifahrer-Sitz in seinem Audi quattro an. “Ich brauche einen Navigator, damit die Geschenke auch ans richtige Ort kommen”, murmelte er. Aaltonen stieg in seinen Mini, Grönholm in den Peugeot 206. Und los stoben sie.
CO2-neutral war dies zwar nun nicht mehr, aber wenigstens erreichten die sehnlichst erwarteten Weihnachtsgeschenke ihr Ziel und zwar schneller als je zuvor …























