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Allradantrieb brauchen nur übermotorisierte Fronttriebler

Bruno von Rotz - 23.03.2020

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Mercedes-Benz 300 TE 4Matic von 1986 (© Daimler AG)

Man kann es sich heute kaum mehr vorstellen, dass ein Entwicklungschef einer grossen Automarke sagt, dass Allradantrieb nur ein notwendiges Übel für übermotorisierte Fronttriebler sei. Tatsächlich äusserte sich Friedrich van Winsen, verantwortlich für die Personenwagen-Entwicklung von Daimler-Benz, in etwa so anfangs der Achtzigerjahre. Mercedes hatte damals zwar schon Autos mit Allradantrieb, aber dies waren veritable Geländewagen mit Starrachsen hinten und vorne oder dann Nutzfahrzeuge.

Nun mit dem Audi Quattro und dessen Nachkommen änderte sich dies in den Achtzigerjahren ziemlich schnell und heute sind vierradangetriebene Autos praktisch bei jedem Hersteller und fast in jeder Baureihe zu finden.

Dass man in den Fünfziger- oder Sechzigerjahren weniger nach Allradantrieb fragte, hing sicher auch damit zusammen, dass man deutlich weniger Leistung zur Verfügung hatte, die zudem meist auf die Hinterräder losgelassen wurde. Mit GTI und Co aber wurden frontgetriebene Autos immer schneller. Lange meinte man, dass bei 200 PS für den Frontantrieb Ende der Fahnenstange sei, doch auch diese Limite wurde dank besserer Sperrdifferentiale und elektronischen Hilfsmitteln irgendwann pulverisiert.

Was man allerdings nie komplett beseitigen konnte, sind einige Nachteile, die der Allradantrieb schon in den Achtzigerjahren hatte. Er machte nämlich die Autos schwerer sowie durstiger. Und dies ist auch heute noch so. Aber der Sicherheitsgewinn kompensiert diesen Aspekt für die meisten Käufer und zum SUV, der heutzutage beliebtesten Fahrzeugkategorie, gehört der Allradantrieb sowieso dazu.

Über dein 4Matic-Allradantrieb von Mercedes-Benz, vorgestellt an der IAA in Frankfurt im September 1985, haben wir im Zusammenhang mit dem Mercedes-Benz 300 TE 4Matic eben ausführlich berichtet.

Alle Kommentare

 
 
al******:
24.03.2020 (13:55)
" . . . ein Entwicklungschef einer grossen Automarke sagt, dass Allradantrieb nur ein notwendiges Übel für übermotorisierte Fronttriebler sei.
Dieser Entwicklungschef (bei Daimler) mußte doch die Vorzüge seiner Autos
"Heckschleudern" anpreisen. Fronttriebler waren und sind meiner Meinung nach die besseren und sichereren Fahrzeuge für "Otto-Normalverbraucher".
Die heuten Hecktriebler sind Dank besserer Technik nicht mehr so anfällig für das Ausbrechen des Hecks.
Subaru hat übrigens schon immer Allradautos gebaut. Audi baut m.W. nix anderes mit dem Quattro, wurde/wird aber besser vermarktet.
cl******:
24.03.2020 (20:42)
Sicher kein ganz einfaches Thema. Ich schließe mich an, was den Frontantrieb angeht. Leider gibt es in meinem Bekanntenkreis einige Personen, die daraus ableiten, dass sie die besseren Aurofahrer seien, weil sie den anspruchsvoller zu fahrenden Heckantrieb bevorzugen. Interessanterweise hat in meinem Bekanntenkreis aber niemand ein Fahrzeug mit Heckantrieb, sondern mit Hinteradantrieb. Der Unterschied scheint aber nicht allen klar zu sein und wenn ich den erkläre gelte ich auch gern mal als Besserwisser und/oder Klugscheisser. Wie auch immer, letztlich trägt auch die Medienwelt dazu bei, dass eine Antriebsart positiv oder negativ abschneidet. In den siebziger und achtziger Jahren wurden Fahrzeuge mit Frontantrieb oft gelobt für die gute Spurtreue, die geringe Windempfindlichkeit und die gute Wintertauglichkeit. Heutzutage wird gern von "Frontgratzern" berichtet, deren Antriebskräfte man in der Lenkung spürt und die kurvenunwillig (und damit weniger sportlich als Fahrzeuge mit angetriebenen Hinterrädern) sind. Zeitgeist? Mag sein. Aber in dem Artikel geht es ha vornehmlich um den Allradantrieb und da gibt es in der Umsetzung doch sehr unterschiedliche Herangehensweisen bei den Herstellern. In den Test der damaligen Zeit hat sich der zweifellos hohe Aufwand der bei Mercedes betrieben wurde in der Regel nicht ausgezahlt. Mir ist jedenfalls kein Test adhock bekannt, in welchem die 4-Matic besser bewertet wurde, als der damals sicherlich populärste Allradantrieb "quattro". Womöglich hatte Audi damals tatsächlich den "Vorsprung durch Technik". Zu Subaru: Ausschliesslich die bessere Vermarktung war es vermutlich nicht, die den Urquattro zur Legende werden ließ. Die Vermarktung hatte bei der Vorstellung des Urquattro in Genf ja noch gar nicht richtig gestartet. Dennoch kam der Wagen beim breiten Puplikum sehr gut an, während Subaru Fahrzeuge das nie erreicht haben. Vielleicht waren 200 PS, die sehr charakteristisch klingen (obwohl das Boxermotoren ja auch nachzusagen ist), und die Coupeform doch eher der Grund. Hier hibt es übrigens die Parallele zu Mercedes: Mir ist ebenfalls kein Test bekannt, indem der Subaru Allradantrieb mal besser bewertet wurde, als der quattro Antrieb. Nur bessere Vermarktung scheint es also nicht zu sein.
Antwort von mo******
25.03.2020 (22:28)
quattro hatte damals einen großen Nachteil: Wie bei 4MATIC waren zwar ebenfalls Mittendifferenzial und Hinterachsdifferenzial sperrbar (wenn auch per Schalter und nicht vollautomatisch), allerdings setzte man damit zugleich das ABS außer Kraft.
ma******:
25.03.2020 (01:12)
Als früherer Tourenfahrer in entlegene Ecken Europas mit 4x4-Wagen muss ich sagen, dass man den (zuschaltbaren) Allrad nur dann brauchte, wenn der Wagen auf schlimmen Pisten unruhig lief (grobe Steilpiste) und die Untersetzung wurde meist nur auf kurzen miesen Streckenabschnitten benötigt. Was aber die grossen Vorteile solcher Wagen sind ist ihre Robustheit und ihre grosse Bodenfreiheit. Quer durch die rumänischen Karpaten kann man vielleicht auch mit einem normalen PW fahren sofern man die Schäden und die schlammigen Pisten nicht scheut. Da gibt es wie auch im Outback Albaniens Schlaglochpisten ohne Ende! Ich hatte auch mit alten 4x4 nie Pannen in solchen Gegenden. Auch kann man einen gut motorisierten 4x4 oft noch gut als Zugfahrzeg verkaufen. frey.m@bluewin.ch
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