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Kommt es zur Renaissance der Vorkriegsoldtimer?

Bruno von Rotz - 08.03.2020

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MA NA/NE von 1934 (© Daniel Reinhard)

Seit Jahren tendieren die Bewertungen für Vorkriegs-Oldtimer nach unten, Ausnahmen wie geschichtsträchtige Bugatti oder schnelle Sportwagen bestätigen die Regel. Selbst aufwändig restaurierte Autos der Zwanziger- und Dreissigerjahre erreichen an Versteigerungen kaum mehr mittlere fünfstellige Beträge, wenn es nicht gerade besonders elegante oder schnelle Fahrzeuge sind. Die Käufer haben sich einfacher zu fahrenden und zuverlässigeren Autos zugewandt, so liest man überall. Das mag sein, aber ob das so bleiben wird, ist unklar.

Die “neuen” Oldtimer, also Autos, die in den Achtzigerjahren gebaut wurden, werden immer komplexer und schwieriger zu warten und zu erhalten, wenn die Hersteller nicht umfangreich Hand bieten. Mit einfachen Mittel, wie sie sich oft in einer Bastlerwerkstatt finden, kann ein BMW M3 E30 oder ein Peugeot 406 Coupé kaum langfristig am Leben gehalten werden. Ganz anders liegt die Lage bei den Vorkriegs-Klassikern und teilweise auch bei den Autos aus den ersten Nachkriegs-Jahrzehnten. Diese Autos lassen sich mit Improvisationswillen auch ohne umfassendes Ersatzteillager immer irgendwie fahrbereit halten. Dies bewiesen die Schrauber schon in den Siebziger- und Achtzigerjahren, als die Ersatzteillage eher noch schwierig war als heute.

Und wenn man dereinst nur noch auf ausgesuchten Strecken fahren darf, wenn immer strengere Geschwindigkeitslimiten das Durchschnittstempo gegen 30 oder 40 km/h drücken, dann machen die richtig alten Autos eben auch mehr Spass, weil sie sich so grundlegend anders verhalten als junge Klassiker und auch bei niedrigen Tempi eine Herausforderung darstellen.

Dies werden möglicherweise Oldtimer-Enthusiasten in Zukunft entdecken und ihr Augenmerk wieder auf ältere Autos richten. Und damit die Nachfrage wieder steigern. Vielleicht.

P.S. Gerade wurden in Amelia Island rustikale Vor- und Nachkriegsklassiker der Marke MG bei Bonhams zu wirklich tiefen Preisen gehandelt. Wenn unsere These stimmt, könnte sich der Trend nach unten irgendwann wieder umkehren …

Neueste Kommentare

 
 
ka******:
11.03.2020 (07:52)
Die Technik war überschaubar und vielfältig, Verbrenner, Dampf, Elektro, Holzvergaser, etc. und ist mit heutigen Werkzeugen und Maschinen einfach zu bewältigen. Die Wartungsintervalle sind allerdings kurz was sich summiert. Und dann ist da noch das mit dem Zwischenkuppeln und Zwischengas das Frau oder Mann sich aneignen sollte. Dafür ist die Fahrt in einem Vorkriegswagen ein unvergleichliches Erlebnis eine Zeitkapsel die an heutiger Reizüberflutung elegant vorbei fährt.
fh******:
10.03.2020 (07:21)
Das wäre schön! Tatsächlich bieten Vorkriegsfahrzeuge in der Regel ein einzigartiges Fahrverhalten für welches man sich zweifellos sehr begeistern kann. Es gehört aber auch dort sehr viel Fachwissen und Verständnis der Technik dazu. Tatsache ist auch, dass die jüngeren Generationen gar nicht mehr selber Schrauben; der Grund dafür liegt schlichtweg darin, dass man inzwischen nichts mehr zerlegen kann, ohne es zu zerstören (die Neugierde kann nicht mehr befriedigt werden und endet im Frust; daraus kann kaum Begeisterung für Technik entwickelt werden). Genau diese Begeisterung kann man aber bei Vorkriegsoldtimern für kleines Geld wecken und könnte so manchem zu einer faszinierenden und begeisternden Freizeitbeschäftigung verhelfen!
Antwort von Rolf Curtiss
10.03.2020 (07:41)
Meine Worte.
Antwort von li******
10.03.2020 (11:20)
Das trifft aber auch für Autos bis in die 1990er Jahre zu, die noch keine Elektronik verbaut haben. Mit denen kann man auch sehr gut im Verkehr mitschwimmen ohne ein Hindernis zu sein. Die Vorkriegsoldtimer sind toll, aber mann muss Sie mögen. Zum Nachwuchs stimme ich allerdings voll zu.
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