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Klassikerperlen der Zukunft - Lexus LFA

Bruno von Rotz
17.07.2019

Lexus LFA von 2012 (© Lexus)

Viele haben vielleicht bereits vergessen, dass Lexus vor einigen Jahren einen Supersportwagen und 500 Mal verkaufte. Gebaut wurde der Lexus LFA von 2010 bis 2012 und billig war er nicht, denn wer einen wollte, musste rund EUR 375’000 hinblättern. Und er hatte seinen Motor nicht wie andere Hyper-Sportwagen vor dem Fahrer und nicht dahinter.

Heck des Lexus LFA von 2012 (© Lexus)

Ansonsten aber passten die Spezifikationen des weitgehend von Hand gebauten Sportwagen durchaus in die Zeit. Der V10 hatte einen Hubraum von 4805 cm3, verzichtete auf Turbo-Zwangsbeatmung und drehte locker über 9000 Umdrehungen. 560 PS lagen bereits bei 8700 Umdrehungen an, 480 Nm bei 6800 Umdrehungen. Geschaltet wurde mit Paddles beidseitig des Lenkrads. Die Ergonomie war durchdacht. Und  mit 1485 kg war er vergleichsweise leicht.

Lexus LFA von 2012 (© Lexus)

Der relativ kompakte LFA (4,505 x 1,895 x 1,22 m) sah aus wie kein anderes Auto und fühlte sich auch so an, so erzählten die wenigen Testfahrer, die hinters Lenkrad durften. Und erst die Akustik! Die Japaner strebten den Klang eines hochdrehenden Formel-1-Motors (damals noch V10) an und sie reüssierten.

Und wem dies alles noch nicht exklusiv genug war, der konnte das “Nürburgring Package” bestellen, das allerdings nur 50 Mal ausgeliefert wurde. Es bot mehr Abtrieb und rund 10 PS mehr bei leicht reduziertem Gewicht.

Lexus LFA von 2011 (© Lexus)

Gerade diese Exemplare erreichen bereits heute an Versteigerungen sehr hohe Preise, während die “normalen” Exemplare aktuell in etwa auf Neupreis-Niveau liegen.

Auf der Strasse sieht man kaum je einen Lexus LFA, die meisten dürften in Sammlergaragen gelandet sein. Schade eigentlich.

Interieur des Lexus LFA von 2012 (© Lexus)

Spannend wird es sein zu sehen, wie pfleglich Lexus mit den Besitzern dieser Autos umgehen wird in der Zukunft (Ersatzteile, Wartung, Unterstützung). Jedenfalls gäbe es bei Lexus keine Pläne, einen Nachfolger zu bauen, so erklärte es mindestens der Lexus-Europa-Chef Alain Uyttenhoven im Februar 2016. Dem Wertzuwachs kann dies nur nützen …

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