Vater und Sohn Jones .. und 60 Jahre Albert Park
Anlässlich des F1-Grand Prix feierten die Australier auch 60 Jahre “Albert Park”.
1953 wurde zum ersten Mal in Melbourne im Albert Park zu einem Autorennen gestartet. Alan Jones - F1-Weltmeister von 1980 - war schon damals als 7-jähriger Junge mit dabei. Er hatte jedoch noch alles andere als den Motorsport im Kopf. Zusammen mit seinen beiden Freunden, den Söhnen von Reg Hunt und Bib Stillwell, mietete er ein Boot und vergnügte er sich auf dem See. Der Grund seiner Anwesenheit war aber sein Vater Stan Jones, denn der startete in einem Maybach Mark l Special zu jenem ersten Grand Prix von Australien. Alan kam natürlich pünktlich zum Rennstart von seinem Boots-Spass zurück.
Doch leider schied sein Vater in Führung liegend in der 56. Runde mit Kupplungsschaden aus. Trotzdem fuhr er damals mit dem Maybach Special die schnellste Rennrunde in 2:03 Minuten was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 147,2 km/h entsprach.
Der 1085kg schwere Maybach Special wurde 1947/48 als einer der ersten Rennwagen in Australien nach dem Krieg auf einem Stahl-Leiterrahmen aufgebaut. Er wird von einem 4,3 Liter grossen Sechszylinder-Motor angetrieben.
Dieses Auto wurde wie es damals üblich war aus verschiedenen Komponenten zusammengebastelt. Der Maybach-Motor gelangte in einem Militärfahrzeug aus Afrika nach Australien. Repcos Charlie Dean kaufte den 6-Zylinder für 40 Pfund und baute ihn in ein zweckentsprechendes Chassis ein. Dazu kam ein Fiat-Getriebe und eine Lancia-Hinterachse, vier Räder von Studebaker und das ganze wurde am Schluss mit einer Aluminium-Karosserie überzogen. Fertig war der Maybach Mark l Special.
Sein erster Renneinsatz fand am Grand Prix von Australien in Pt. Cook im Jahr 1948 statt. Stan Jones kaufte den Maybach 1951. Der nun von Dean und Repco eingesetzte Maybach gewann 1954 mit Stan Jones am Steuer den New Zealand GP bevor das Chassis beim Southport Rennen, wiederum in Australien, in zwei Teile brach.

































