Der Autofriedhof im Wandel der Zeit
Rund 25 Jahre liegen zwischen den einzelnen in diesem Blog publizierten Aufnahmen.
1983 wurden die Autos noch so. wie sie waren, aufgestapelt und dann langsam aber stetig verwertet, bis nur noch die Rohkarosse vorhanden war. Dies zeigen Fotos, die in Österreich aufgenommen wurden.
Heutzutage werden eingelieferte Schrottfahrzeuge erst in ein nachgefragte Einzelteile zerlegt und dann schnell auf kleinstes Volumen reduziert! Praktisch zur Unkenntlichkeit flachgedrückte Karossen werden in Daventry (GB) zu Hunderten aufgestapelt. Von da wandern sie dann weiter in ein Werk der Metallwiederverwertung.
Autofriedhöfe waren früher sehr beliebt und gerne besucht. Die Autos damals rosteten deutlich schneller und so manches Ersatzteil gab schon nach wenigen Jahren (oder vorher) seinen Geist auf. Garantiedauern waren kurz, Ersatzteile bei der Vertragsgarage teuer.
Billiger bekam man die Teile auf dem Autofriedhof. Hatte das eigene Auto schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, so lohnten sich Neuteile kaum mehr. Auf dem Friedhof bekam man sie für ein „Trinkgeld“. Beim Selbst-Ausbau konnte man noch weitere Groschen sparen, aber auch die Möglichkeit einer Demontage von fachmännischer Hand wurde immer angeboten.
Ähnlich wie beim Menschen wird auf dem Friedhof nicht mehr unterschieden, ob reich oder arm, teuer oder billig. Der Schrottwert teurer Luxuskarossen bewegt sich auf demselben Niveau, wie jener eines billigen Kleinwagen.
Und, hätte man vor dreissig Jahren die europäischen Autofriedhöfe abgeklappert, man hätte vermutlich so einiges finden können, was heute eine Restauration lohnen würde.


























