Ein Rumäne verirrt sich in die Eifel
Wenn die Rumänen in die Eifel kommen, um in den professionellen Rennsport einzusteigen, dann ist das mit sehr viel Gepäck verbunden, wie auf dem herrlichen Bild von Josef Reinhard, von einer seiner Rumänien-Reise zu sehen.
Die Geschichte von Dacia beginnt im Jahr 1952, als in Colibasi, dem heutigen Mioveni das Werk errichtet wurde. Erst nur ein Zulieferbetrieb für Lastkraftwagen, wurde es 1967 modernisiert und in Gemeinschaft mit Renault zu einem Automobilwerk umfunktioniert. Mit dem ersten Lizenzbau des Renault 8 begann die Produktion und mit dem Dacia 1300, der zweiten Lizenzproduktion auf Basis des Renault 12, schaffte man in 35 Jahren Bauzeit eine Stückzahl von 1'959'730 Fahrzeugen. Der Dacia "Renault 12" wurde zum "Volkswagen" Rumäniens. Im Bild ist er bei einer Rallye Portugal aus den Achtzigerjahren als Einsatz- und in der Kombivariante als Begleitfahrzeug zu sehen.
Am Wochenende absolvierten die drei Deutschen Oliver Kriese (Teameigner), Harry Ohs und "Doom" Jürgen Bussmann (Teammanager) mit einem Dacia Logan beim NLS 3-Rennen auf dem Nürburgring ihre Einstellfahrten für das bevorstehende 24h-Rennen. Sie waren noch mit Abstand die langsamsten im 160 Fahrzeug starken Feld. Das Fahrzeug von "Ollis Garage" aus Münster basiert auf einem Dacia Logan Cup-Wagen.
Das Team hat das Auto für den Einsatz auf der Nürburgring-Nordschleife modifiziert. Statt dem 1,6 Liter-Motor wird der Viertürer nun von einem 2-Liter-Triebwerk angetrieben. Als Motorleistung stehen 165 PS an. In der Nürburgring Langstrecken-Serie und beim 24h-Rennen startet das Auto in der SP3-Klasse. Bussmann sagt zum Vorhaben: „Es sind von anderen Teams viele Fahrer und Teammitglieder zu uns gekommen, um unseren umgebauten Dacia Logan zu bewundern und alle lobten die Idee und im Verkehr auf der Strecke hatten wir überhaupt keine Probleme mit den anderen Teilnehmern, auch nicht mit den schnelleren Fahrzeugen.“
Wir wünschen dem Team toi-toi-toi für ihr Vorhaben!

























