Die beiden Herzensbrecher des 24h-Rennens auf dem Nürburgring
Ein Altbekannter in der grünen Hölle ist der schnelle Opel Manta mit Fuchsschwanz. Er erhält schon auf der Einführungsrunde eine “standing ovation" der 10’000 zugelassenen Race-Fans.
Doch dieses Jahr nahm ein weiteres Fahrzeug teil, das nun wirklich kein geborener Rennwagen ist: Ein 12 Jahre alter Dacia Logan.
Am Ende des Rennens wollte es der Zufall, dass das langsamste Auto im ganzen Feld beinahe mit dem Schnellsten die Ziellinie kreuzte. 18 Runden weniger als der Porsche, insgesamt 41 legte der Rumäne im kürzesten 24h Rennen seit 49 Jahren zurück.
Aber die Truppe mit Oliver Kriese, Jürgen Bussmann, Michael Lachmayer und dem bekannten Nürburgring-YouTuber Misha Charoudin schafften mit geringem Aufwand und Budget eines der legendärsten Autorennen auf diesem Planeten.
Logisch richtete sich deren Rennen mehr nach hinten wie nach vorn aus. Überholen musste der Dacia kaum, denn ein Porsche oder BMW ist selbst auf drei Rädern schneller unterwegs. Überholt aber wurde der Logan alle paar Sekunden.
Passend dazu der Kleber am Heck: “If you’re happy and you know it, flash your lights."
Mit sechs Antriebswellen im Gepäck reiste man zum härtesten Autorennen der Welt, doch am Ende verlor man nur einen Blinker. Schlussendlich eroberte das Team den 98. Platz von 99 Klassierten und in der Klasse der SP-3 Fahrzeuge mit einem Hubraum von 1750-2000ccm wurde der 165 PS starke Rumäne Vierter von fünf Autos.
Leider sah der Manta bei seinem 43. Start die Ziellinie nicht. Eine Kollision mit der anderen Dimension, einem AMG Mercedes mit Maro Engel am Steuer, warf ihn leider aus dem Rennen.
Als kleines Detail am Rande brauchte der Dacia auf seiner schnellsten Rennrunde 11:49.466 und der Schnellste von allen, der Schubert BMW M6, 8:12.804 min., was rund drei Minuten Unterschied ausmacht. Damit kam das GT3-Auto rund alle drei Runden einmal am Dacia vorbei.


























