Nahverkehr ohne Autos?
Die Überschrift mag wie ein neuzeitlicher Trend tönen, aber so ganz neu sind solche Ideen nicht.
Schon vor bald 50 Jahren wollten Städte das Automobil aus dem Alltagsverkehr verschwinden lassen. Zumindest bestand die Absicht in Bonn, den privaten PKW durch Strassenbahnen und Busse zu ersetzen, wie die Zeitschrift “auto motor und sport” im Jahr 1974 ausführlich kommentierte.
Offensichtlich aber war dies nicht so einfach, obschon die damaligen öffentlichen Nahverkehrsmittel wirklich günstig waren. Eine Fahrt innerhalb des Stadtgebiets kostete 1974 in Stuttgart DM 1.00, in Hamburg DM 1.10 und in München DM 1.00. Mit dem Auto wurde das schnell teurer. Aber ging halt oftmals auch deutlich schneller, wie Testfahrten in vier deutschen Städten damals bewiesen.
Daran hat sich eigentlich wenig geändert, obschon unsere Städte heute noch deutlich stärker verstopft sein dürften, als sie dies im Jahr 1974 waren.
Und so dürfte wohl auch die Schlussfolgerung von damals immer noch stimmen:
“Die Konsequenz aus all diesem ist, daß parallel zum Ausbau der ÖPNV (=öffentlicher Personennahverkehr) in sinnvoller Größenordnung Straßen gebaut, daß die Entwicklung umweltfreundlicher Automobile vorangetrieben werden muß.”
Zumindest im letzten Punkt haben wir aber tatsächlich in den letzten 47 Jahren enorme Fortschritte gemacht, beim Strassenbau wohl weniger …
















