Fahrmaschinen
Vor wenigen Wochen hatte ich an dieser Stelle den Abschied von zwei BMW-Coupés erwähnt, die beiden Stellplätze blieben allerdings nicht lange leer. Die beiden Münchener machten einem Italiener und einem Engländer Platz, sie sind beide deutlich älter als ihre weiss-blauen “Vorgänger”.
Wobei zu sagen wäre, dass der Lotus Elan immerhin auch wieder weiss-blau lackiert ist. Es handelt sich um einen Sprint DHC aus dem Jahr 1972, also ein Cabriolet der letzten Serie des Elan. Knapp 700 Kilogramm bringt das filigrane Wägelchen auf die Waage, der Vierzylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen leistet rund 126 PS. Das Ergebnis ist auch 50 Jahre nach dem Bau noch immer beeindruckend, nicht umsonst gilt der Lotus Elan als “Benchmark” für Handling bei akzeptablem Fahrkomfort.
Der Italiener ist natürlich rot und unter seiner Haube mit der charakteristischen Ausbuchung dreht der berühmte Busso-V6. Der Alfa Romeo GTV6 beförderten den Mailänder Hersteller 1980 in eine andere Liga und deutlich näher an Ferrari heran als zuvor. Der Tonfall ist bis heute unerreicht und dank Transaxle-Konzeption ermöglichte die gute Gewichtsverteilung ein ausgewogenes Fahrverhalten. Die damit in Kauf genommene relativ unexakte Schaltung mit langen Schaltwegen bedient man gerne, nur um ein weiteres Mal den V6 trompeten zu hören.
Sowohl der Lotus als auch der Alfa sind echte Fahrmaschinen mit viel Charakter und damit zusammenhängenden Stärken und Schwächen. Jedenfalls bin ich schon lange nicht mehr so gerne zur Garage gegangen wie in diesen Tagen …
P.S. Natürlich werden wir schon bald mehr über die Fuhrpark-Neuzugänge schreiben …


























