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Was hat man sich nur dabei gedacht?

Bruno von Rotz
02.08.2018

Instrumente im BMW 2000 von 1971 und VW Golf GTI von 2017

Erinnern Sie sich, als Sie als Bub (oder Mädchen) vor vielen Jahren den Blick durch die Seitenscheibe eines parkierten Autos wagten und die Armaturen (und vielleicht die Tacho-Angabe 200 km/h oder mehr) bewunderten?

Damit ist in modernen Autos Schluss. Immer mehr Fahrzeuge werden mit rein elektronischen Cockpits ausgerüstet, bei Volkswagen nennt sich das dann “Active Info Display” und ist im Prinzip ein hochauflösender LCD-Monitor, der während der Fahrt die unterschiedlichsten Sachen anzeigen kann und in gewissen Grenzen konfigurierbar ist. Aber, wenn das Auto steht, dann ist der Bildschirm schwarz. Man sieht gar nichts.

Früher gehörte das Armaturenbrett zu den wichtigen Unterscheidungsmerkmalen eines Autos. Das Cockpit eines Glas 1300 GT oder BMW 2000 (unser Beispiel hier, jeweils links) sah eben deutlich anders aus als jenes eines Citroën 2 CV oder Opel Kadett. Und die Veglia-Instrumente in einem Ferrari unterschieden sich von den Smiths-Uhren im Bentley, den VDO-Anzeigen im Porsche oder den Jaeger-Instrumenten im Facel Vega.

Nun hätte man aber mit der modernen Anzeigetechnologie durchaus auch individuelle und schön gestaltete Instrumente gestalten können, um Marke und Art des Wagens von der Konkurrenz zu differenzieren. Ja, man wäre sogar in der Lage, beim stehenden Auto etwas anderes anzuzeigen als beim fahrenden Wagen, aber es scheint, dass die Chancen nicht genutzt wurden.

Instrumente im BMW 2000 von 1971 und VW Golf GTI von 2017 (Zündung ein)

Und so sehen eben die klassischen Anzeigen im BMW 2000 von 1971 deutlich attraktiver aus als das moderne Active Info Display im VW Golf GTI … finden zumindest wir.

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von al******
07.08.2018 (12:53)
Antworten
Ich war am WE am Nürgurgring und hatte die Gelegenheit in einem Porsche Panamera zu sitzen. Was da alles zu bedienen ist, hat m.E. nichts mehr
mit dem Begriff AUTO zu tun. Reinstes Entertainement mit Mäusekino und
gefühlte 100.000 Einstellmöglichkeiten. Entweder man "spielt" 1/2 Std. am
Display bis man losfahren kann, oder ist während der Fahrt dermaßen abgelenkt ! Was geht in den Gehirnen der Autohersteller/-konstrukteure vor?
Und wie ein Vorredener bereits geschrieben hat. Einzelteile kann man nicht
mehr tauschen (oder reparieren). Die ganze Einheit ist fällig.
Warum läßt sich dies der Autokäufer gefallen ? ER bezahlt diesen Wahnsinn.
von se******
07.08.2018 (12:30)
Antworten
Sie sprechen mir aus dem Herz!und das ist genau meine Meinung, wie schön war es , die Amaturenbretter eines Ferrari, Jaguar oder Aston Martin anzuschauen! Wenn ich mich zurück erinnere an das wunderschöne Amaturenbrett meines Aston DB 6 mit den typischen Smith Amaturen, einfach herrlich und man hat sich sofort wohl gefühlt als Fahrer.Ich hatte die letzte Zeit Gelegenheitin einen neueren Aston Martin zu steigen und zu fahren! Obwohl von außer ein wunderschönes Auto, so sehr würde ich im Innenraum enttäuscht. Es ist so als würde man in einem Fiat 500 sitzen. Ich werde nie mehr eine Aston Martin kaufen!
Aber leider schaut es bei der Konkurrenz wie Ferrari, Lamborghini McLaren auch nicht anders aus. Nur Porsche macht hier noch eine löbliche Ausnahme, obwohl auch sehr viel elektronischer SchnickSchnack an Bord ist! Bei solch teuren Autos erwarte ich mehr für mein Geld und kein Computerspiel. Ist aber wahrscheinlich für diese Generation gemacht worden. Ich werde mich jetzt auf alte Autos konzentrieren, wo man sich noch wohl fühlt hinter dem Lenkrad!
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