Johnny Hallydays A3/C

Daniel Reinhard
25.01.2018

Johnny Hallyday (15. Juni 1943 bis 5. Dezember 2017), der französische "Elvis", hinterlässt nicht nur geschätzte 85 Millionen Schallplatten sondern auch einen Iso-Rivolta.

Johnny Halliday und sein Iso Grifo A3/C - Copyright Courtesy RM Sotheby's und Getty Images

Sein grösster Auftritt war das Gratiskonzert am Eiffelturm als rund 600`000 Fans beiwohnten. Mick Jagger äusserte sich zu diesem Massenauflauf: "In Frankreich ist Hallyday unerreichbar". Nun er liebte auch die Automobile und fuhr einen Iso-Grifo A3/C mit der seltenen "Avional-Karosserie", die aus einer Legierung von Aluminium, Magnesium und Kupfer besteht und ineinander vernietet wurde wie bei einem Flugzeug.

Die Karosserie ist deshalb sehr leicht und elastisch, dafür aber nur schwer zu verarbeiten. Dadurch bringt das Auto ein Gesamtgewicht von nur 969 kg auf die Waage.

Ein A3/Competizione startete 1964/65 in Le Mans. Das Auto belegte im ersten Jahr mit dem Belgier Pierre Noblet und dem Schweizer Edgar Berney den 14. Platz in der Gesamtwertung und holte den Klassensieg für Prototypen über 5 Liter Hubraum.

Johnny Hallidays Iso Grifo in Le Mans 1964

Der Rennsport wurde jedoch 1965, nach dem Streit zwischen Firmenchef Renzo Rivolta und Giotto Bizzarini nicht mehr weiterverfolgt und so wurde der A3/C von Bizzarrini unter dem Namen Bizzarrini GT 5300 Strada und Corsa verkauft. Schlussendlich sollen zwischen 22 und 30 Fahrzeuge gebaut worden sein.

Das Auto mit der Chassis-Nummer B 0209 von Jean-Philippe Smet, der bürgerliche Name von Johnny Hallyday, kommt nun in perfektem Zustand in Paris bei RM Sotheby's unter den Hammer . Erwartet werden Gebote zwischen 2,5 und 3,5 Millionen Euro.

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