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Über welche modernen Ausstattungen wir uns in Zukunft ärgern werden

Bruno von Rotz
19.01.2018

BMW M2 von 2017 mit dunklen Seitenscheiben hinten (© BMW AG)

Man macht sich vermutlich wenig Gedanken dabei, wenn man ein neues Auto kauft. Wer überlegt sich schon, ob alle die Sachen, die man da konfigurieren kann, die Zukunft des Wagens als Klassiker oder gar Oldtimer negativ beeinflussen? Dabei leiden wir heute schon ab und zu unter unglücklichen Entscheidungen der Vorbesitzer unserer alten Autos.

Autotelefon (© BMW AG)

Sicherlich gibt es eine ganze Reihe Optionen, die man zwar heutzutage im Alltag gerne nutzt, die in Zukunft aber mit grosser Wahrscheinlichkeit wertlos sein werden. Etwa die ganze Kommunikationselektronik. Wenn man heute einen Fünfer der Neunzigerjahre kauft mit eingebautem Telefon, dann wird man dieses kaum je mehr zum Leben erwecken können. Auch die berühmten Ringelantennen von damals sind heute meist nutzlos, werden aber in der Waschanlage oder von Passanten nur allzu gerne abgeknickt.

BMW-Klimaanlage (© BMW AG)

Profaner erscheint einem da die Klimaanlage. Die ist sicherlich heute und in Zukunft praktisch. Allerdings verlangen gerade Klimaanlagen nach einem gerüttelten Mass Wartung, wenn sie funktionieren sollen. Da kommt man dann schon einmal auf die Idee, sie bei grösseren Eingriffen in die Mechanik gleich wegzulassen oder stillzulegen. Aber wehe der Autohersteller hat mit deren Anwesenheit gerechnet! So erzählte man mir kürzlich, dass ein Jaguar nach der Entfernung der Klimaanlage nicht mehr richtig lief, weil es zur Dampfblasenbildung kam. Im Originalzustand hatte nämlich die Klimaanlage die Benzinzufuhr gleich mitgekühlt.

Aber es gibt auch deutlich einfachere Sachen, die einem am Oldtimer der Zukunft stören können, z.B. die getönten Scheiben. Nach Gesetz müssen ja Fahrer-/Beifahrer und Frontscheiben weitgehend ungetönt sein, während die Gläser hinten durchaus kräftig eingedunkelt werden können. Was vom Temperaturhaushalt im Auto durchaus Sinn machen mag, sieht nüchtern betrachtet nur selten wirklich gut aus (siehe Bild oben), vor allem wenn man die Silhouette des Wagens anschaut.

Eingebautes Navigationsgerät (© BMW AG)

Und da wären dann noch die Navigationsgeräte, für die man vermutlich schon nach wenigen Jahren kein Kartenmaterial mehr erhalten kann und die möglicherweise gar nicht mehr richtig funktionieren, sollte die alte CD/DVD verkratzt oder sonstwie nicht mehr lesbar sein. Und über die Zukunftsfähigkeit der Mobiltelefon-Anwendungen für die Fahrzeugsteuerung wollen wir hier gar nicht sprechen, wo doch selbst wenige Monate alte “Apps” oftmals schon nicht mehr laufen, weil ihnen das Betriebssystem des Telefons sozusagen davongelaufen ist (Updates).

Fernbedienen per Mobiltelefon (© BMW AG)

Selbst Audioanlagen können nutzlos werden, wenn dann tatsächlich der FM-Rundfunk eingestellt und nur noch DAB+ gesendet wird  oder wenn es keine passenden Speicherkarten und CD-Formate mehr für die alten Geräte gibt.

Mchelin TRX Reifen im Jahr 1983

Und auch komplett abseits der Elektronik kann es Probleme geben. Reifenformate sind nicht mehr erhältlich, Reifentypen wie Runflat-Fabrikate oder früher die TRX-Dimensionen sind im Markt nicht mehr verfügbar und schaffen neue Probleme.

Ja, wer ein richtig langlebiges Auto neu kaufen will, der muss sich einiges überlegen, um nicht 30 Jahre später in Probleme zu laufen …

Und ich bin sicher, dass unsere Leser noch viele weitere Beispiele von Sachen, die in Zukunft schief laufen können, zu nennen in der Lage sind.

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