Das ähnliche Schicksal von Lancia und Rover
Letzte Woche verliess Lancia offiziell den deutschen Markt, bereits 2016 wurden die letzten neuen Lancia in die Schweiz importiert, ab sofort tritt die stolze Marke, einst gegründet von Vincenzo Lancia, nur noch in Italien auf. Welch eine Tragödie. Welch ein trauriges Ende für einen Hersteller, der uns so grossartige Automobile wie den Lambda, die Aurelia, die Fulvia, den Stratos oder den Delta HF Integrale gegeben hat. Eine Marke, die für gloriose Rennsiege sorgte und die Rallye-Weltmeisterschaft über Jahre dominierte.
Das ruhmlose Ende von Lancia erinnert aber auch an die ähnlich gelagerte Geschichte der Marke Rover . Auch Rover galt einst als einer der besten Autohersteller der Welt, baute vor und nach dem Krieg Fahrzeuge, die Referenzcharakter hatten.
Rover hatte seine eigenen Identität, wie sie auch Lancia hatte. Beide Marken waren hochgradig individuell und voll Charakter. Dann wurden sie übernommen und ihre Einmaligkeit ging verloren. Die neuen Besitzer versuchten den starken Markennamen zu Geld machen, doch die Autos, meist gebaut mit Griff in die Ersatzteillager anderer Konzernmarken, hatten nicht mehr die Charakterstärke der ursprünglichen Erzeugnisse. Ein Rover 75 war eben kein Rover 2000 und mit Rover-Emblemen verkaufte Honda-Derivate keine richtigen Rover.
Ähnlich erging es Lancia. Beide Marken sind heute weitgehend Geschichte. Vielleicht musste es ja auch so kommen, weil Individualität und Andersartigkeit heute nicht mehr erfolgreich verkauft werden kann im globalen Massenautomobilmarkt. Schade ist es trotzdem, aber wir werden dafür sorgen, dass man die Lancia- und Rover-Fahrzeuge der Vergangenheit nicht vergisst.

































