Wenn der Kleinste der Grösste ist … und ein E-Type zum Rekordpreis
Gestern wurde am Concorso d’Eleganza Villa d’Este vom Publikum die begehrte Coppa d’Oro vergeben und für einmal ging sie nicht an einen berühmten Ferrari oder einen edlen Vorkriegs-Klassiker sondern an ein weitgehend umbekanntes Rekordfahrzeug namens Lurani Nibbio von 1935, dessen Karosserie durch Riva gebaut worden war.
Der leichtgewichtige Einsitzer hatte mit Motorradmotoren von bis 0,5 Liter Hubraum einst mit dem Grafen Lurani am Steuer verschiedenste Hochgeschwindigkeitsrekorde eingefahren.
Der Wagen gehört noch immer der Familie und wurde von Luranis Enkel vorgeführt. Dies weckte offenbar viele Sympathien, das Publikum jedenfalls hatte an dem blauen Wägelchen seine Freude.
Eine Überraschung gab es dann noch am Abend, als bei der Versteigerung von RM/Sotheby’s im Park der Villa Erba ein Jaguar E-Type Roadster von 1961 unter den Hammer kam.
Der Schätzpreis war auf bereits schon nicht bescheiden EUR 250’000 bis 320’000, doch die Bieter waren noch deutlich spendierfreudiger. Erst bei EUR 520’000 erhielt der Meistbietende (am Telefon) seinen Zuschlag, was inklusive 12% Bieteraufgeld mindestens EUR 580’000 oder CHF 635’000 als Kaufpreis für den frühen offenen E-Type bedeutet. Dafür hätte man auch fast einen Lamborghini Countach Periscopo erwerben können …
Detaillierte Berichte zur Versteigerung und zum Concorso folgen wie üblich in Kürze.


























