Wider alle Vorurteile - Menschlichkeit bei der Fahrzeugprüfung
Viele Oldtimer- und Youngtimer-Besitzer fahren ja mit einem etwas mulmigen Gefühl zum Strassenverkehrsamt oder zum TÜV, vor allem dann, wenn das Auto schon viele Kilometer und Jahre auf dem Buckel hat und sich vielleicht nicht gerade im Besser-Als-Neu-Restauriert-Zustand-1 befindet.
Unser Peugeot 205 GTI 1.9 ist inzwischen 26 Jahre alt und natürlich sind die Jahre und die über 100’000 Kilometer nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. Doch die Aufforderung zur periodischen Fahrzeugprüfung war unaufschiebbar (in der Schweiz ist sie etwa alle zwei bis drei Jahre fällig und dauert rund eine halbe Stunde).
Zur Sicherheit wurde der Wagen noch in der Garage durchgecheckt und einige Kleinigkeiten konnten noch korrigiert werden. So erhielt der Peugeot links einen neuen Lenkstockhebel und auch das Pümpchen der hinteren Scheibendusche wurde ersetzt. Solchermassen gerüstet und natürlich mit gereinigtem Motor erreichte der Peugeot das Strassenverkehrsamt bei schönstem Wetter.
Der Fahrzeugexperte zeigte sich von der verständigen Seite. Im Gespräch enthüllte er, dass er früher ähnliche Autos gefahren hatte und durchaus den richtigen Nerv für einen Youngtimer-205-GTI hatte. Ohne Instruktion fand er sowohl die Hupe als auch die Umschaltung zwischen Abblend- und Fernlicht. Er kannte auch die neuralgischen Punkte dieser Fahrzeuggattung und gab einige wertvolle Tips weiter.
Das Dekret am Schluss: Prüfung bestanden, aber einige Dinge seien kurz-, respektive mittelfristig zu korrigieren. Und beim Fahrzeugbesitzer? Ein gutes Gefühl und die Erkenntnis, dass auf unseren Strassenverkehrsämter eben auch begeisterte Autoliebhaber arbeiten, die einen nicht schikanieren wollen, sondern sich hilfreich zeigen. Eine rundum erfreuliche Sache also.


























