Ein einst beliebtes Accessoire - die Lenkradhülle
Heute haben ja die meisten Autos aber der Stange bereits ein Lenkrad mit Lederbezug und griffgünstig dickem Kranz, manche Hersteller übertreiben es sogar dabei. Früher aber, in den Siebziger- und Achzigerjahren, als Lenkräder aus Kunststoff bestanden und oftmals einen sehr dünnen Kranz aufwiesen, da griff mancher Autobesitzer zur Lenkradhülle aus dem Zubehörhandel. Es ging bei dieser “Veredelung” um Griffqualität, aber auch um Optik, obwohl die Bastel-Bemühungen nicht immer zu einem ästhetisch einwandfreien Bild führten.
Als ich Ende der Siebzigerjahre begann, mit Vaters Datsun 160B zu fahren, da war mir jedenfalls eine derartige Kunstleder-Lenkradhülle durchaus ein paar Franken wert, denn das serienmässig montierte Lenkrad mit seinem glattflächigen, dünnen Kranz überzeugte weder im Sommer noch im Winter. Die Hülle gehörte genauso zu den praktischen Extras, mit denen man sein Auto aufrüstete, wie der Weitwinkelspiegel, den man zwecks besserer Sicht nach hinten auf den normalen Innenspiegel aufsetzte. Dazu kamen dann noch die berühmten C-Boxen für die Audikassetten, Lautsprecher auf der Heckablage und ein kräftigeres Radiotonband mit mindestens zweimal zehn Watt. Und schon war man glücklich.
Eine kurze Recherche zeigt übrigens, dass es diese Lenkradhüllen immer noch gibt,
bei Amazon.de
jedenfalls kann man sie in verschiedenen Farben und Ausführungen kriegen. Und was früher Kunstleder hiess, nennt man heute nobel Mikrofaser-Leder. Ob es unbedingt ein rosafarbener Überzug sein muss, das lassen wir einmal dahingestellt …
































