Wenn auch Stars nicht mehr weiterhelfen
Am Autosalon von Barcelona stellte Seat im Mai 1974 den neuen Seat 133 vor, einen viersitzigen Kleinwagen für wenig Geld. Das Modell 133 war eines der ersten Modelle, die damals vor Ort entwickelt wurden, aber viel Geld für Entwicklung und Design hatte man nicht.
So erbte der 133 das Design des Fiat 126, war aber allerdings mit fast 3,5 Metern Länge eine ganze Nummer grösser.
Für die Technik griff man ins Teileregal und übernahm den Heckmotor des Seat 850, der auch beim 133 die Hinterräder antrieb. Vorerst war der Seat 133 nur für den einheimischen Markt gedacht, doch erfreute er sich wegen Überhitzungsproblemen im heissen Spanien keiner grossen Beliebtheit.
Also musste etwas angeschoben werden und man verpflichtete die Schweizer Schauspielerin Ursula Andres als Fotomodel. Jene war bekanntlich als erstes Bond-Girl Honey Ryder (Dr. No) zu Ruhm gekommen, als sie ein Lied trällernd im Bikini aus dem Meer gestiegen war. Mitte der Siebzigerjahre konnte sie auf unzählige Filmrollen zurückschauen, von denen sie in einigen alles zeigte, was sie hatte, woher wohl auch der Übername “Ursula Undress” stammte.
Jedenfalls war sie zu jener Zeit wohl nicht mehr wirklich ein “It-Girl” und genauso wenig “in” war auch der Fiat 133, der bis 1979 gebaut wurde. Die Spanier mochten ihn nicht besonders, er kam dann allerdings später in Ägypten und in anderen Ländern doch noch zu etwas Erfolg. Zudem erfreute er sich bei der Fraktion der Heckmotorfreunde auch in Deutschland einer gewissen Anhängerschaft. Ob ihm die Kampagne mit Ursula Andress wirklich geholfen hat, darf allerdings bezweifelt werden.
Mehr Bilder zum Seat 133 gibt es in unserer Bildermagie-Folge .


























