Schon mal gesehen? Brasinca 4200 GT
Eigentlich fokussierte die Firma Brasinca in Braslien ja auf Autobuskarosserien und Lastwagenkabinen, sowie Fahrzeugbestandteile, aber anfangs der Sechzigerjahre sah man eine Chance, mit einem kompletten Personenwagen Erfolg zu haben.
Man liess Rigoberto Soler Gisbert eine Sportwagenkarosserie zeichnen, die je nach Blickwinkel an den Jensen Interceptor oder den Studebaker Avanti erinnert. Der Aufbau wurde aus Stahlblech hergestellt und auf ein eigens konzipiertes robustes Fahrgestell montiert und mit Aufhängungselementen aus der Chevrolet-Lieferwagen-Fertigung ergänzt. Auch der Motor stammte von Chevrolet und leistete als Reihensechszylinder mit 4271 cm3 und drei SU-Vergasern 155 SAE-PS bei 4000 Umdrehungen. Die Kraft wurde über ein Drei- oder Vierganggetriebe auf die Hinterräder übertragen.
Man organisierte Wilson Fittipaldi, den älteren Bruder des späteren F1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi, um ein paar Runden in Interlagos fahren und offenbar wurden dabei respektable Rundenzeiten erzielt. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei rund 185 km/h laut Werk.
Ende November 1964 wurde die Serienversion auf dem Automobilsalon von Sao Paolo präsentiert (siehe auch Bericht in der AR) und schon bald war eine eigene Montagestrasse eingerichtet, die einen Ausstoss von 20 Wagen pro Monat verhiess.
Der Brasinca 4200 GT, der auch Uirapuru genannt wurde, war mit damals umgerechneten CHF 34'000 allerdings ziemlich teuer, auf jeden Fall hielt sich die Nachfrage in Grenzen, weshalb das Abenteuer schon 1966 nach 77 handproduzierten Exemplaren (darunter auch drei Cabriolets) bereits beendet wurde.



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