Ein grosses Zentrum entsteht
Da standen wir also in einer fast endlosen Halle. 185 Meter misst die längere Kante dieses Baus, in dem einst Eisenbahn-Lokomotiven repariert wurden. Und schon in wenigen Monaten soll hier die Motorworld München eröffnet werden.
Man kann jetzt schon Konturen und Elemente erkennen, z.B. die zukünftigen Glasboxen, das Hotel, das grosszügige Treppenhaus, den Konzertsaal oder das kleine Kino. Aber es gibt noch viel zu tun, bis aus der riesigen Stahltragwerkshalle an der Lilienhtalallee in München eine Erlebniswelt für Automobil- und Motorradenthusiasten wird. Die Visualisierung zeigt das zukünftige Aussehen.
Fast 25 Jahre ist die Welt stillgestanden in einer der grössten freitragenden Hallen Europa, seit 2016 aber wird gebaut.
Ursprünglich war das Bahnausbesserungswerk 1916 von der Friedrich Krupp AG als „Bayerische Geschützwerke“ errichtet worden. Die Reichsbahn übernahm es dann in den Zwanzigerjahren als Werksgelände. Zwischen 1932 und 1940 wurden tausende Dampf- und Elektrolokomotiven, Oberleitungstriebwagen, Güterwagen und Straßenfahrzeuge untersucht sowie instandgesetzt. Die letzte Dampflokomotive verließ 1953 die Hallen, 1961 war es der letzte Güterwagen. In den 1970ern erfuhr der Standort mit dem Aufbau des Münchner S-Bahnsystems anlässlich der Olympischen Spiele 1972 noch ein letztes Revival, bis er schließlich 1995 endgültig von der Deutschen Bahn aufgegeben wurde.
Die grossen Kräne, die damals die Lokomotiven verschieben konnten, sind noch heute da, sie bleiben auch in Zukunft da und geben der Motorworld den angestrebten Industrie-Chic.
Es ist ein gewaltiges Projekt und die Bauarbeiter schwirren wie die fleissigen Bienen durch die Halle, um da einen Parkettboden zu legen, dort eine Wand einzuziehen oder eine Lampe zu installieren.
Noch kann man sich kaum vorstellen, wie es bei der Eröffnung aussehen wird, wenn das Hotel, die verschiedenen Restaurants und Bars, die Händler und Dienstleister dann auf die ersten Kunden warten werden. Aber eines ist sicher, es ist eine Mammutaufgabe, ein derartig komplexes und grosses Projekt zu stemmen. Hut (oder Bauhelm) ab!
P.S. Mehr zur Motorworld München lässt sich hier nachlesen …


























