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Bertone und das Elektroauto

Roger Gloor
13.10.2020

Bertone Blitz 1992

Das allererste vor 250 Jahren von Nicolas Cugnot konstruierte Automobil hatte Dampfantrieb. Geglückte Fahrversuche mit Verbrennungsmotoren gab es erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Und auch der Elektroantrieb geht auf diese Epoche zurück. In Deutschland wurde das erste 4-Rad-Elektroauto 1888 von Andreas Flocken in Coburg konstruiert. Dies war nur zwei Jahre nachdem Karl Benz und Gottlieb Daimler mit ihren ersten Motorwagen für Schlagzeilen sorgten!

Wie aus dem Buch “Bertone – Pioniere des Autodesigns” ( Rezension ) hervorgeht, schuf dieser “Formberater der Autoindustrie2 1992 – just 80 Jahre nach Firmengründung – sein erstes Elektroauto, einen kleinen Spider mit neuartigen aerodynamischen Stilmerkmalen. Der Elektromotor dieser mit dem Namen Blitz versehenen Konzeptstudie war hinter den Sitzen eingebaut, und der Antrieb erfolgte über Ketten auf die Hinterräder. Die Batterien hatte man in den kastenförmigen Seitenschwellen untergebracht.

Schon 1956 hatte Nuccio Bertone gemeinsam mit «PS-Zauberer» Carlo Abarth einen einsitzigen Stromlinienboliden für Geschwindigkeits-Rekordfahrten gebaut und in den Hubraumklassen 500, 750 und 1100 ccm erfolgreich eingesetzt.

Bertone ZER 1994/1995

An diese Erfahrung knüpfte Bertone 1994/95 mit dem ZER an. Die drei Buchstaben standen für Zero Emission Record. Mit dem zigarrenförmigen, 420 cm langen und 99 cm schlanken Einsitzer wurden auf der 12,6 km langen Hochgeschwindigkeits-Rundstrecke im süditalienischen Nardò 303,977 km/h erreicht und im Jahr darauf bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 km/h eine Distanz von 465 km zurückgelegt. Mit diesen Rekorden wurde die im Elektroantrieb schlummernde Leistungsfähigkeit eindrücklich unter Beweis gestellt. Doch inzwischen hat die Batterietechnologie beträchtliche Fortschritte erfahren!

Bertone Villa 2005

2005 wurde bei Bertone eine Elektro-Zukunftsstudie völlig anderen Kalibers auf die Räder gestellt: Eine luxuriöse Limousine völlig neuartigen Konzepts, nämlich mit vier nach vorne bzw. hinten schwenkenden gläsernen Schiebetüren, die gleich auch Dachausschnitte mitumfassten. Das gut 5 m lange, auf den vielsagenden Namen Villa getaufte Einzelstück öffnete sich auf diese Weise gleich einem Blütenkelch und ermöglichte den aufrechten Ein- und Ausstieg für vier bis fünf Insassen. Selbstverständlich war auch der Innenraum höchst futuristisch ausgelegt, u.a. mit einem 23-Zoll-Monitor statt des Armaturenbretts... ein Vorbote heutiger Konzepte also.

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