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Württembergische 2020

70 Jahre F1 aus der Sicht von Mercedes Benz

Daniel Reinhard - 09.08.2020

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Normalerweise trägt ein Grand Prix den Namen des Landes oder der Gegend, in der er ausgetragen wird. An diesem Wochenende ist das ein wenig anders, denn stattdessen begehen wir einen ganz besonderen Meilenstein: das 70-jährige Jubiläum der Formel 1-Weltmeisterschaft.

Der Sport hat sich seit dem ersten WM-Lauf im Jahr 1950 in Silverstone bis zur Formel 1, wie wir sie heute kennen, stark verändert. Der Geist der Formel 1 blieb jedoch unverändert: die besten Autos und Fahrer treten gegeneinander an, um auf der Rennstrecke um Siege und WM-Titel zu kämpfen.

Vor über 66 Jahren gab Mercedes beim Großen Preis von Frankreich 1954 sein Formel 1-Debüt mit dem atemberaubenden Mercedes-Benz W 196. Ein Fahrzeug, das schon bald dafür bekannt sein sollte, seiner Zeit voraus zu sein. Der Silberpfeil eroberte die Formel 1 ab dem ersten Rennen im Sturm und gewann insgesamt neun der zwölf Grands Prix, bei denen er 1954 und 1955 an den Start ging.

Zur Feier des bemerkenswerten F1-Meilensteins an diesem Wochenende nehmen wir unser erstes Formel 1-Auto, den W 196, einmal ganz genau unter die Lupe:

  • Der W 196 wurde während seiner Einsatzzeit in der Formel 1 in zwei Varianten eingesetzt: dem "Monoposto" mit freistehenden Rädern und der "Stromlinien"-Version mit Vollverkleidung, die für hohe Geschwindigkeiten auf den Geraden optimiert war.
  • Die "Stromlinien"-Variante des W 196 wurde zu einer absoluten Legende der Rennsportgeschichte, allerdings ging die "Monoposto"-Version bei mehr Rennen an den Start.
  • Bei den ersten beiden Saisonrennen 1954 kam die "Stromlinien"-Version des Fahrzeugs zum Einsatz, der "Monoposto" gab erst beim dritten Rennen sein Debüt.
  • Während seiner kurzen, aber höchsterfolgreichen Einsatzzeit in der Formel 1 wurden insgesamt 14 Fahrzeuge des Typs W 196 gebaut, inklusive des Prototypen.
  • Die "Stromlinien"-Version des W 196 gewann den Großen Preis von Frankreich 1954 sowie den Großen Preise von Italien im Jahre 1954 und 1955. Es waren die einzigen drei Formel 1-Rennen, die von einem Fahrzeug mit Vollverkleidung gewonnen wurden.
  • Es war das erste Formel 1-Auto mit Direkteinspritzung (das Benzin wird direkt in den Brennraum anstelle des Ansaugstutzens eingespritzt) und zwangsgesteuerten Ventilen (die Ventile des Motors haben zwei Nocken und zwei Aktuatoren, jeweils für das gesteuerte Öffnen und Schließen der Ventile ohne Feder).
  • Der 2,5-Liter-8-Zylinder-Motor des W 196 erzeugte im Jahr 1954 bis zu 256 PS. Für die nächste Saison wurde dieser Wert auf 290 PS gesteigert. Das Auto erzielte Top-Speeds von mehr als 300 km/h.
  • Um das Auto besser an bestimmte Strecken anzupassen, wurde der W 196 in der Saison 1955 mit drei verschiedenen Radständen eingesetzt. Der kürzeste Radstand wurde speziell für Monaco entwickelt, stand aber auch auf anderen Strecken zur Verfügung.
  • Im Verlauf der Saison 1955 konnte Mercedes das Fahrzeuggewicht um rund 70 kg verringern.
  • Man kann den Unterschied zwischen dem Chassis des Jahres 1954 und jenem des Jahres 1955 deutlich erkennen, da das 1955er Auto vorne rechts eine Lufthutze aufweist.
  • Bei acht der neun Siege des W 196 saß Juan Manuel Fangio am Steuer. Den verbleibenden Sieg erzielte Sir Stirling Moss beim berühmten Großen Preis von Großbritannien 1955, bei dem Mercedes einen Vierfachsieg einfuhr.
  • Nur wenige Wochen nach dem Großen Preis von Argentinien 1955 erzielte Juan Manuel Fangio bei einem Nicht-WM-Lauf in Buenos Aires einen weiteren Sieg in einem W 196. Das Auto wurde hierfür mit einem 3-Liter-Motor ausgestattet. Mercedes nutzte das Rennen mit einem offenen Reglement, um einen neuen Motor zu testen, der später im Mercedes-Benz 300 SLR zum Einsatz kam.
  • Der Mercedes-Benz 300 SLR Rennwagen aus dem Jahr 1955 baute stark auf dem W 196 auf. Die beiden Fahrzeuge teilten viele Komponenten, der Mercedes-Benz 300 SLR nutzte jedoch eine zweisitzige Sportwagenkarosserie.
  • Nur vier Formel 1-Teams konnten ihr Debütrennen gewinnen: Alfa Romeo 1950, Mercedes 1954, Wolf 1977 und Brawn GP 2009.


Der W196 Monoposto konnte genau drei Mal in der Schweiz bewundert werden:
  • GP Bern 1954 mit Fangio, Kling und Hermann
  • Klausen Rennen 2002 mit Jochen Mass (Bild
  • GP Tell in Luzern mit Rico Steinemann

Neueste Kommentare

 
 
ka******:
11.08.2020 (19:59)
Sie haben einen Start des W196 Monoposto vergessen. Er wurde auch 2001 beim GP Bern Revival von Hans Herrmann gefahren.
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